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03.12.2018

Zivilcouragepreis an engagierte Bürger verliehen

Erneut wurden Bürgerinnen und Bürger des Main-Tauber-Kreises vom Förderverein Aktionskreis Sucht- und Gewaltprävention, Sicherheit und Gesundheitsförderung im Main-Tauber-Kreis e.V. (Förderverein AkS) im Gemeindezentrum Assamstadt für ihre Zivilcourage ausgezeichnet. Damit wurden diese Bürger für ihr mutiges, entschlossenes und selbstloses Verhalten geehrt.

Preisträger Dragan Adzovic aus Bad Mergentheim erkannte im Juli 2017 einen Betrugsversuch, wodurch er eine Überweisung von mehreren Hundert Euro verhinderte und eine 54-Jährige zum nächsten Polizeirevier begleitete, um Anzeige zu erstatten. Die Geschädigte aus dem Hohenlohekreis erhielt zuvor mehrere Telefonanrufe von angeblichen Amtspersonen, welche sie aufforderten, eine Summe von mehreren Hundert Euro an eine Person in der Türkei zu überweisen. Unter Druck gesetzt hob sie die Geldsumme ab und fuhr zur vom Anrufer genannten Filiale von Money Gram, um das Geld zu überweisen. Filialbetreiber Dragan Adzovic erkannte die Betrugsmasche und half der Frau dagegen vorzugehen.

In einem zweiten Fall retteten Emel Mere und Oliver Sergio Nalbach aus Wertheim in einer Nacht im März 2017 durch ihr couragiertes Eingreifen eine Mutter und ihre beiden Kinder aus einer qualmenden Wohnung und somit einer lebensgefährlichen Situation. Aufgrund eines Rauchmelders mit Warnton wurden die beiden auf den Rauch aus der Wohnung einer 22-jährigen Frau aufmerksam. Der Rauch war durch zwei Töpfe mit Essen auf dem eingeschalteten Küchenherd verursacht worden. Im Bewusstsein, dass sich in der Wohnung zwei Kleinkinder aufhielten, stürmten sie die Wohnung und retteten die Kinder und ihre Mutter.

Der zuvor Wiedergewählte Erste Vorsitzende des Fördervereins, Alois Gerig, lobte die Preisträger, bedankte sich sehr herzlich für ihr mutiges Einschreiten und überreichte ihnen Präsente. Kreis-Sozialdezernentin Elisabeth Krug, ebenfalls Vorstandsmitglied im Förderverein, moderierte die zweite Preisverleihung nach der Premiere im Jahr 2017. Sie übersetzte den Begriff Zivilcourage mit der treffenden Bezeichnung „Bürgermut“.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung nahm der Förderverein AkS drei neue Mitglieder auf. Beigetreten sind die AOK, die Stadt Freudenberg und die Gemeinde Wittighausen.

Positiv konnte über die geleistete Arbeit des Aktionskreises Sucht- und Gewaltprävention, Sicherheit und Gesundheitsförderung (AkS) berichtet werden. Vorgestellt wurden die Auswertung der CTC-Schülerbefragung, der Fachtag Gewaltprävention und der Workshop Starthilfe plus. Insbesondere gab es einen Überblick über die durch den AkS finanziell unterstützten Projekte an Schulen. Zudem wurde auf den Internetauftritt der Präventionspartnerschaft unter www.main-tauber-kreis.de/praeventionspartnerschaft aufmerksam gemacht. Die Verleihung des ersten Zivilcouragepreises, die Busbeklebung zum Thema Einbruchschutz und die Veranstaltung mit dem Landespolizeiorchester in Bad Mergentheim erhielten als Projekte des Fördervereins vielversprechende Resonanz. Die beim Auftritt des Landespolizeiorchesters eingenommenen Gelder können für das Präventionstheater zum Thema „Enkeltrick“ eingesetzt werden. Das Theaterstück trägt den Titel „Hallo Oma, ich brauch Geld“ und wird vier Mal im Main-Tauber-Kreis aufgeführt. Die letzte Aufführung findet am Montag, 10. Dezember, um 15.30 Uhr im KULT in Niederstetten statt.

Der Kassenbericht wurde ohne Anmerkungen angenommen. Die Kassenprüfer Georg Köhler und Michael Geidl teilten mit, dass es keine Beanstandungen gab und bescheinigten eine ordentliche Kassenprüfung, die auch für Dritte nachvollziehbar ist. Die Entlastung des gesamten Vorstands erfolgte ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen. Vorsitzender Gerig bedankte sich bei den Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen.

Als Erster Vorsitzender wurde Alois Gerig einstimmig wiedergewählt. Im Anschluss wählten die Mitglieder erneut Elisabeth Krug, Bürgermeister Joachim Döffinger (Assamstadt) und Polizeipräsident Hans Becker (Polizeipräsidium Heilbronn) als stellvertretende Vorsitzende. Auch Kreisjugendreferent Dr. Michael Lippert trat ein weiteres Mal das Amt des Kassenwartes an und Schriftführerin Sandra Hügel, die Kommunale Suchtbeauftragte, erhielten bei ihrer Wiederwahl keine Gegenstimmen.

Wolfgang Eble stellte den Verein „Weißer Ring e. V.“ zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten vor. Hierbei ging er besonders auf die Satzungsziele und die Opferhilfe ein, die vom menschlichen Beistand bis hin zur finanziellen Unterstützung reichen.

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