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10.01.2020

Wohngeldnovelle sorgt für steigende Leistungen

In den vergangenen Jahren sind die Wohnkosten und Verbraucherpreise deutlich gestiegen. Die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes hat dadurch mit der Zeit abgenommen. Durch die nun im Deutschen Bundestag und im Bundesrat beschlossene Erhöhung des Wohngeldes ab dem 1. Januar 2020 wird das Wohngeld wieder gestärkt und der Anstieg der Wohnkosten und Verbraucherpreise seit der letzten Reform, die am 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, ausgeglichen.

Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt, der bisher schon Wohngeld bekommen hat, wird – nach den Ermittlungen des Landes – künftig statt 145 Euro rund 190 Euro monatlich erhalten. Dies entspricht einer Steigerung von rund 30 Prozent.

Gleichzeitig wird die Reichweite des Wohngeldes erhöht und der Kreis der Berechtigten erweitert. Vor allem Familien und Rentner mit geringem Einkommen sollen hiervon profitieren. Nach einer Schätzung des Landes Baden-Württemberg könnten etwa 20.000 zusätzliche Haushalte im Land einen Erstantrag auf Wohngeld stellen.

Neben der Anpassung der Wohngeldhöhe werden auch die Miethöchstbeträge, also die in der Wohngeldberechnung maximal anzuerkennende Belastung, angehoben. Für zwei Kommunen im Kreis ergeben sich durch die Zuordnung zu einer neuen Mietenstufe zudem Änderungen. Die Große Kreisstadt Bad Mergentheim wird künftig der Mietenstufe III (bisher Mietenstufe II) zugeordnet, so dass die Höchstgrenzen für die anzuerkennende Miete bzw. Belastung angehoben werden. Die Kreisstadt Tauberbischofsheim wird hingegen anstatt der bisherigen Mietenstufe II nun der Mietenstufe I zugeordnet, so dass die Höchstgrenzen für die anzuerkennenden Mieten und Belastungen abgesenkt werden.

Schließlich unterliegt das Wohngeld künftig einer Dynamisierung. Hierdurch wird die Höhe des Wohngeldes automatisch, also ohne Erfordernis einer gesetzlichen Änderung, alle zwei Jahre an die eingetretene Entwicklung der Mietpreise und der allgemeinen Lebenshaltungskosten angepasst. Die Fortschreibung stellt sicher, dass die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes als sozialpolitisches Instrument der Wohnungspolitik erhalten bleibt.

Das Wohngeld wird als Mietzuschuss für Mieter oder als Lastenzuschuss für selbstnutzende Eigentümerinnen und Eigentümer geleistet. Die Höhe des Wohngeldes richtet sich nach Haushaltsgröße, Einkommen und Miete bzw. Belastung.

Menschen mit geringerem Einkommen können einen eventuellen Wohngeldanspruch gerne bei der für sie zuständigen Wohngeldstelle prüfen lassen. In den Haushalten mit Kindern, die durch die Reform erstmals Wohngeld beziehen können, kann sich dadurch zukünftig zusätzlich noch ein Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungspaket der Bundesregierung ergeben.

Die Wohngeldstelle des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis weist darauf hin, dass für laufende Bewilligungen, mit einem Bewilligungszeitraum über den Jahreswechsel hinaus, ein Weiterleistungsantrag erst für die Zeit nach Ablauf des bisherigen Bewilligungszeitraums erforderlich ist. Für den Zeitraum ab 1. Januar 2020 bis zum Ende des Bewilligungszeitraums wird von Amts wegen auf Grundlage des neuen Wohngeldrechts über die Leistungen neu entschieden.

Weitere Informationen gibt es bei der Wohngeldstelle des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis unter den Telefonnummern 09341/82-5932 und -5929. Für Bürger der Großen Kreisstädte Bad Mergentheim und Wertheim sind die dortigen Wohngeldstellen zuständig. Informationen zu den Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets gibt es beim Landratsamt unter der Telefonnummer 09341/82-5919, -5989 und -5918.

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