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12.01.2018

Tipps zur Vermeidung von Schimmelbefall

Schimmel im Haus ist nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch die Gesundheit der Bewohner gefährden. Besonders im Winter ist Vorsorge nötig, damit sich die lästigen Pilze nicht einnisten. Frank Künzig, Energieexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg und der Energieagentur des Main-Tauber-Kreises, beantwortet drei häufige Fragen zum Thema Schimmel:

Was sind Ursachen für Schimmel?

Frank Künzig: Schimmel entsteht häufig, wenn sich an Wänden Tauwasser bildet. Das passiert zum Beispiel, wenn feuchte Raumluft an kalten Oberflächen abkühlt. Am besten lässt sich dies an einer kalten Getränkeflasche verdeutlichen, die an einem heißen Sommertag aus dem Kühlschrank genommen wird. In vielen Fällen entsteht Schimmel auch, wegen der Kombination aus falschen Gewohnheiten beim Heizen und Lüften und einem schlechten Wärmeschutz des Gebäudes.

Was tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist?

Frank Künzig: Werden Feuchtigkeitsschäden in der Wohnung festgestellt, sollten Mieter ihren Vermieter entsprechend informieren. Sind größere Flächen betroffen, sollten Verbraucher und Vermieter einen Fachmann hinzuziehen. Dieser prüft das Ausmaß des Schimmelbefalls und kann entsprechende Schritte zur Instandsetzung einleiten. Wichtig ist nicht nur, den Schimmel  vollständig zu entfernen, sondern auch eine gründliche Ursachenforschung zu betreiben, damit eine erneute Schimmelbildung in Zukunft vermieden werden kann. Einfach nur weiß überstreichen löst das Problem nicht.

Kann eine gute Wärmedämmung Schimmel vermeiden?

Frank Künzig: Ja! Je besser ein Haus gedämmt ist, desto geringer ist das Schimmelpilzrisiko. Sind die Wände innen wärmer, reduziert sich die Gefahr von Tauwasserbildung. Feuchte Raumluft muss aber natürlich trotzdem durch die Fenster weggelüftet werden. Obwohl oft das Gegenteil behauptet wird, findet durch nicht gedämmte Außenwände kein nennenswerter Luftaustausch statt. Daher hat die Dämmung auf der Außenseite einer Wand keinen Einfluss auf den Luftaustausch im Gebäude. Was viele Verbraucher nicht wissen: Bei der Erneuerung der Fenster ohne gleichzeitige Dämmung der angrenzenden Bauteile erhöht sich das Schimmelrisiko.

Darüber hinaus hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, unter Telefon 0800/809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei der Energieagentur des Main-Tauber-Kreises unter Telefon 09341/82-5813. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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