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28.11.2018

Stefanie Schaupp ist neue Geschäftsführerin der Energieagentur Main-Tauber

Die Architektin Stefanie Schaupp blickt auf mehrjährige Auslandserfahrung in der Türkei, in Indien und insbesondere in China zurück. Dort war sie für die Daimler AG tätig. Dann hat die 35-Jährige aus Gamburg sich ganz bewusst für die Rückkehr in ihre Heimat entschieden. Ihr wurde jetzt die Geschäftsführung der Energieagentur Main-Tauber-Kreis GmbH übertragen. Landrat Reinhard Frank und der Dezernent für Kreisentwicklung und Bildung, Jochen Müssig, wünschten ihr bei der jüngsten Gesellschafterversammlung der Energieagentur viel Erfolg für ihre Arbeit und vereinbarten erste Projekte, insbesondere die Umsetzung des kreisweiten Klimaschutzkonzeptes.

Nach dem Abitur am Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim studierte Stefanie Schaupp Architektur und Städtebau an der Universität Stuttgart und schloss im Jahr 2007 als Diplom-Ingenieurin ab. Während ihres Studiums absolvierte sie über das europäische Austauschprogramm Erasmus zwei Auslandssemester in der türkischen Hauptstadt Istanbul. Sie lernte in dieser Zeit intensiv die türkische Sprache und blickt auf eine „wirklich tolle Zeit“ zurück. Ihre Diplomarbeit befasste sich mit der Geschichte der Burg Gamburg. Während sie dieses Werk erstellte, war sie als Wissenschaftliche Hilfskraft in der Außenstelle des Fraunhofer-Instituts im Kloster Bronnbach beschäftigt. Dort konnte sie auch die Bestände des Archivverbunds Main-Tauber mit dem Kreisarchiv für ihre Recherchen nutzen.

Ihre erste Festanstellung führte sie im Jahr 2008 zurück nach Stuttgart, in die Zentrale der Daimler AG, wo sie in der Planung neuer Fabriken eingesetzt wurde. Im Rahmen eines internen Austauschprogramms lernte Stefanie Schaupp verschiedenste Bereiche des Unternehmens kennen. Dabei war sie beispielsweise auch einen Monat lang in der Endmontage tätig und befüllte neue Mercedes-Motoren mit Öl. Daraufhin wurde sie erstmals ins Ausland entsendet. Im süd-indischen Chennai (ehemals Madras) war sie ein halbes Jahr lang beim Aufbau einer neuen Fabrik beteiligt und hatte die Projektleitung für die Errichtung einer Teststrecke. In dem Werk werden heute Trucks der hierzulande unbekannten Konzern-Marke „BharatBenz“ für den südostasiatischen Markt produziert.

Kaum zurück in Stuttgart, wartete die nächste Herausforderung: die Mitarbeit bei der Planung des ersten Daimler-Motorenwerks außerhalb von Deutschland, und zwar in Chinas Hauptstadt Peking. Ein Jahr lang flog Stefanie Schaupp regelmäßig in die Volksrepublik, dann war sie fast fünf Jahre lang vor Ort im Einsatz. Sie betreute die Planung und Fertigstellung dieses Motorenwerks für Modelle der A- und B-Klasse bis zum Schluss und arbeitete dann für das Projekt eines Mercedes-Museums in Peking. Leider wurde dieses Vorhaben später verworfen.

Ende August 2016 kehrte Stefanie Schaupp zurück nach Deutschland und beendete kurz darauf ihre Anstellung beim Daimler-Konzern. „Ich glaube, die Wanderjahre waren dann einfach vorbei und man lernt zu schätzen, was man zu Hause hat“, sagt sie. Sie wollte beruflich etwas anderes machen und wieder in ihrer Heimat leben. Zunächst fand sie eine Aufgabe als Architektin für Innenausbauten bei der Firma Real in Külsheim und war dort zwei Jahre lang beschäftigt. Besonders freut sie sich nun über die Möglichkeit, als Geschäftsführerin der Energieagentur Main-Tauber-Kreis den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes vorantreiben zu können. Im bevölkerungsreichen China mit seiner stürmisch wachsenden Wirtschaft seien ihr die Auswirkungen des Klimawandels und der Luftverschmutzung „extrem bewusst“ geworden, „das möchte man hier nicht erleben.“ Umso mehr gelte es, sich auch auf lokaler und regionaler Ebene für das weltweite Anliegen des Klimaschutzes einzusetzen.

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