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23.09.2022

Serie "Regionale Lebensmittel sind WERTvoll", Teil 1: die Kartoffel

Traditionell wird am ersten Sonntag im Oktober Erntedank gefeiert. „Dies ist ein guter Zeitpunkt, um sich über den Wert regionaler Lebensmittel und die Leistungen der heimischen Landwirtschaft bewusst zu werden“, sagt die Leiterin des Landwirtschaftes im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Jennifer Düchs. Im Rahmen der landesweiten Aktion „Gutes Essen Erntedank“ stellt das Landwirtschaftsamt in den nächsten fünf Wochen in der Serie „Regionale Lebensmittel sind WERTvoll“ wöchentlich ein regionales und saisonales Lebensmittel in den Fokus, um dessen besonderen Wert hervorzuheben.

Die Reihe beginnt mit der Kartoffel. Sie ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel weltweit. Vor rund 500 Jahren hat sie den Weg aus den Anden nach Europa gefunden und nach und nach ihren Siegeszug, vor allem in der deutschen Küche, angetreten. Zunächst nur wegen ihrer schönen Blüten angebaut, wurde sie im 17. Jahrhundert unter Friedrich dem Großen zu einem geschätzten Lebensmittel mit hohem Nährwert. Ihr herausragenden Inhaltsstoffe sind Stärke, hochwertiges Eiweiß und Vitamin C sowie die Mineralstoffe Kalium und Magnesium. Mit nur 70 Kilokalorien pro 100 Gramm gehört die Kartoffel zu den energiearmen Lebensmitteln, verfügt aber über einen hohen Nährstoffgehalt. Heute verzehrt jeder Deutsche etwa 57 Kilogramm der Knolle pro Jahr.

So vielfältig der Nährstoffgehalt der Kartoffel ist, so unendlich sind ihre Einsatzmöglichkeiten in Küche und Haushalt. Egal ob für pikante oder süße Rezepte, ob zum Soßen binden oder für den „Kartoffeldruck“ – die Kartoffel ist ein echter Tausendsassa. Für die Verwendung der Kartoffeln in Rezepten können sich Verbraucherinnen und Verbraucher an den deklarierten Kocheigenschaften orientieren. Festkochende Sorten eignen sich hervorragend für Kartoffelsalate und als Pell- oder Salzkartoffeln, mehligkochende dagegen sind eher für die Zubereitung von Pürees und Suppen zu empfehlen.

Mit mancher Sorte kann man „sein blaues Wunder“ erleben, denn farbige, rosa bis violette Sorten mit klingenden Namen wie „Blauer Schwede“, „Vitelotte“ oder „Rosa Emmalie“ sind voll im Trend und peppen die Küche nicht nur farblich auf. „Am besten Sie fragen direkt beim Landwirt vor Ort nach altbewährten oder neuen Sorten, und im Idealfall gibt es noch ein gelingsicheres Rezept dazu“, rät der Regionalmanager der Bio-Musterregion Main-Tauber-Kreis, Stefan Fiedler.

Rezept-Idee: Lila Blechkartoffeln mit Pesto rosso

Dazu ein Kilogramm festkochende, lila Kartoffeln (zum Beispiel Vitelotte oder Blauer Schwede) waschen und in wenig Wasser als Pellkartoffeln etwa zehn bis zwölf Minuten vorgaren. Zwei Esslöffel Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten, herausnehmen und abkühlen lassen. Einen Bund Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. Für das Pesto 100 Gramm getrocknete Tomaten in Öl, 50 Gramm gegrillte Paprika in Öl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, die gerösteten Pinienkerne, 50 Gramm geriebenen Parmesan und eine Knoblauchzehe pürieren und pikant abschmecken. Je nach Konsistenz noch ein bis zwei Esslöffel Olivenöl ergänzen. Die Pellkartoffeln pellen und halbieren, auf ein gefettetes oder mit Dauerbackfolie ausgelegtes Blech legen und mit 100 Gramm geriebenem Bergkäse überstreuen. Im Backofen bei 180°C Ober-/Unterhitze 15 Minuten überbacken, bis der Käse leicht gebräunt ist. Zusammen mit den Lauchzwiebelringen, dem Pesto und einem frischen Salat servieren.

Über die Serie

Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg ruft von 29. September bis 23. Oktober landesweit zu Erntedankwochen auf. Fast zeitgleich organisiert die MBW Marketinggesellschaft mit den Verbänden des ökologischen Landbaus Baden-Württemberg, den Landwirtschaftsverbänden Baden-Württemberg und dem Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) sowie den Bio-Musterregionen vor Ort dieses Jahr die „Öko-Aktionswochen Baden-Württemberg“, die vom 19. September bis 30. Oktober stattfinden. In diesem Rahmen gibt das Sachgebiet Ernährung und Hauswirtschaft am Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis in Kooperation mit der Bio-Musterregion Main-Tauber-Kreis in einer fünfteiligen, wöchentlichen Serie Anstöße und Anregungen zu wertvollen, regionalen Lebensmitteln. Im nächsten Teil steht die Rote Bete im Fokus.

Für Fragen steht das Landwirtschaftsamt zur Verfügung, Telefon 07931/4827-6304 oder -6341, E-Mail: dagmar.heckmann@main-tauber-kreis.de oder stefan.fiedler@main-tauber-kreis.de. Weitere Informationen und Broschüren sind unter www.main-tauber-kreis.de/landwirtschaftsamt verfügbar.

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