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04.11.2020

Regionalbahntakt: Landrat Reinhard Frank appelliert an die Bevölkerung

Der Main-Tauber-Kreis ist einer der Initiatoren des aktuellen Regionalbahn-Probebetriebs zwischen Lauda und Osterburken. „Damit wird ein wesentlicher Beitrag zum Ausbau des Öffentlichen Schienenpersonennahverkehrs geleistet“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Er appelliert erneut an die Bevölkerung, die Regionalbahnzüge zu nutzen.

Der Probebetrieb hat im Dezember 2019 begonnen, umfasst insgesamt drei Jahre und ist somit bis Dezember 2022 vorgesehen. Die Züge schließen Fahrplanlücken und halten an den Unterwegsbahnhöfen in Rosenberg, Eubigheim, Wölchingen und Königshofen. Der Main-Tauber-Kreis und das Land Baden-Württemberg bringen sich finanziell äußert engagiert in das Projekt ein. Mit im Boot ist auch der Neckar-Odenwald-Kreis.

Das erste Probebetriebsjahr ist nun beinahe vorüber, und die Corona-Pandemie hat auch in diesem Bereich Auswirkungen gezeigt. Es konnten außer Schülerinnen und Schülern leider kaum neue Fahrgäste für den Regionalbahntakt gewonnen werden. Dies ist umso gravierender, als nach den Vorgaben des Landes Baden-Württemberg bzw. des Verkehrsministeriums im Probebetrieb die Schwelle von 500 Personen pro Werktag erreicht werden muss.

„Der Main-Tauber-Kreis hat deshalb einen Großteil des Schülerverkehrs im Raum Boxberg und Ahorn auf die Schiene verlegt“, erläutert Dezernent Jochen Müssig vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis. Aufgrund dieser Maßnahme werden an Werktagen rund 350 bis 370 Personen befördert. „Deshalb hoffe ich, dass in den kommenden beiden Jahren noch wesentlich mehr Menschen die Regionalbahn nutzen werden und wir die geforderten 500 Personen erreichen“, erklärt Landrat Frank.

In diesem Zusammenhang ist der Main-Tauber-Kreis inzwischen auch auf Unternehmen zugegangen und wirbt dort dafür, das Job-Ticket einzuführen. Dieses ermöglicht es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, zu einem günstigen Tarif die Regionalbahn und auch alle anderen Züge und Busse im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar zu nutzen. „Das Job-Ticket ist eine großartige Sache und sollte dazu animieren, viele Bahnfahrer zu gewinnen“, sagt Dezernent Müssig weiter.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat das Landratsamt auch zum Verkehrsministerium Baden-Württemberg Kontakt aufgenommen. Es wurde vereinbart, dass die Auswirkungen der Pandemie auch bei den Zählergebnissen berücksichtigt werden. „Dennoch darf sich der Raum entlang der Frankenbahn auf diese Ankündigung nicht verlassen. Ziel ist es weiterhin, dauerhaft von Montag bis Freitag in den 19 Zügen je Fahrtrichtung summarisch mindestens 500 Fahrgäste zu erreichen“, erklärt Landrat Frank. Mit jeder Fahrt könne ein direkter Beitrag zur dauerhaften Erhaltung des Regionalbahntaktes geleistet werden.

Das Landratsamt setzt sich auch dafür ein, die Situation an den Haltestationen zu verbessern. Hierzu steht die Kreisverwaltung mit den Unternehmen DB Station & Service und DB Immobilien in Kontakt. Regelmäßig fordert das Landratsamt, dass die Unterhaltungsmaßnahmen an den Stationen Königshofen, Wölchingen, Eubigheim und Rosenberg intensiver ausgeführt werden. Daran wird auch in den kommenden, regelmäßigen Sachstandsbesprechungen mit Vertretern der Bahn und Vertretern der beiden Landkreise sowie der Bürgermeister an der Strecke erinnert werden. Gespräche laufen derzeit auch mit DB Immobilien, um beispielsweise einen Parkplatz an der Haltestelle in Boxberg-Wölchingen zu verwirklichen. „Solche Infrastrukturmaßnahmen sehen wir als erforderlich an, damit die Menschen auch spüren, dass sie auf der Bahn herzlich willkommen sind“, erklärt Dezernent Müssig.

Die Fahrpläne der Regionalbahn finden Interessierte im DB-Navigator bei Eingabe der Fahrtstrecke oder unter www.vrn.de. Die Fahrpläne sind aber auch auf der Website der Verkehrsgesellschaft Main-Tauber unter www.vgmt.de sowie unter www.frankenbahntakt.de eingestellt. Zudem gibt es auch einen gedruckten Flyer, der die Fahrzeiten übersichtlich auflistet. Dieser kann beispielsweise angefordert werden beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Amt für Schulen und ÖPNV, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Dr. Heiko Schnell, Telefon: 09341/82-5801, heiko.schnell@main-tauber-kreis.de.

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