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08.09.2017

Integrationsarbeit im Kreis macht große Fortschritte

Landrat Reinhard Frank hat sich jetzt von Integrationsmanager Julian Wegmann über den Stand der Maßnahmen zur Flüchtlingsintegration im Main-Tauber-Kreis informieren lassen. „Die Arbeit des Integrationsnetzwerks Hohenlohe-Main-Tauber (INW) sowie des Sachgebiets Flüchtlingsintegration in unserem Landratsamt hat inzwischen vieles bewegt. Auf die bisherigen Erfolge können wir stolz sein“, fasste Landrat Reinhard Frank zusammen.

Integrationsmanager Julian Wegmann beschrieb das inzwischen vielfach erfolgreiche Modell der Integrationsarbeit: „Häufig bauen die Maßnahmen je nach Bedarf des Geflüchteten aufeinander auf. Wir sprechen von der Schaffung einer Förderkette, sodass die einzelnen Flüchtlinge Schritt für Schritt Kompetenzen aufbauen und festigen können.“ Die Teilnahme an vielen Maßnahmen kann bereits während des Asylverfahrens beginnen. Sofern ein Flüchtling den elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) zuerkannt bekommt, werden die von Landratsamt und INW begonnenen Fördermaßnahmen durch das Jobcenter je nach individuellem Förderbedarf zielgerecht fortgesetzt.

Ende August lebten in der vorläufigen Unterbringung in den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises circa 450 Bewohnerinnen und Bewohner mit jeweils unterschiedlichem aufenthaltsrechtlichem Status. Dabei handelt es sich sowohl um männliche und weibliche Einzelpersonen als auch um Familien einschließlich ihrer Kinder. Insgesamt waren es rund 350 Erwachsene.

Von den erwachsenen Bewohnern haben aktuell 97, also nahezu 30 Prozent, eine Arbeitserlaubnis für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in unterschiedlichen Branchen. Dabei sind Vollzeit- und Teilzeit-Stellen ebenso vertreten wie Ausbildungsverhältnisse oder geringfügige Beschäftigungen. „Inzwischen lässt sich davon sprechen, dass ein bedeutender Teil der Flüchtlinge in unseren Gemeinschaftsunterkünften einer Beschäftigung nachgeht. Und Arbeit ist der beste Weg in die Integration“, fasste Landrat Reinhard Frank zusammen.

Hinzu kommt, dass die meisten Bewohner der Gemeinschaftsunterkünfte in integrative Maßnahmen eingebunden sind, ggf. zusätzlich zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Zu den wenigen Ausnahmen gehören vor allem Flüchtlinge, die auf den bereits festgelegten Beginn einer Maßnahme warten. Dazu zählen sowohl umfassende Integrationskurse als auch Basiskurse, „Einstieg-Deutsch-Kurse“ und Kurse nach der Verordnung über die berufsbezogene Deutschsprachförderung.

Ebenso besucht werden sonstige Deutschkurse wie zum Beispiel ein Alphabetisierungskurs, der über das Land Baden-Württemberg finanziert und über das Landratsamt gemäß der Verwaltungsvorschrift Deutsch für Flüchtlinge finanziert wird. Am 7. August haben 23 Asylbewerberinnen und -bewerber mit mittlerer Bleibeperspektive einen solchen sechsmonatigen Kurs abgeschlossen.

Im Rahmen des INW haben im Main-Tauber-Kreis im Jahr 2017 39 Flüchtlinge ein Praktikum zur Berufsorientierung absolviert. Hinzu kommen Schulpraktika.

Ebenso werden weiterhin Flüchtlingsintegrationsmaßnahmen (FIM) oder gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten wahrgenommen. FIM werden von der Agentur für Arbeit bewilligt und sind auf die Dauer von einem bis zu sechs Monaten angelegt. Dagegen ist das Landratsamt für die Bewilligung der Arbeitsgelegenheiten zuständig, die auch projektartig nur bis zu vier Wochen dauern und dementsprechend auch schneller bewilligt werden können.

Eine wichtige Rolle spielen auch Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit wie „Perspektiven für Flüchtlinge“ und MAG (Maßnahme beim Arbeitgeber), Kompetenztrainings des INW bei der Kolping und Soziales gGmbH sowie der Besuch von Vorbereitungsklassen für Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse (VABO-Klassen).




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