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23.03.2018

Erweitertes Magazin im Archivverbund eingeweiht

Im Kloster Bronnbach wurde am Mittwoch das erweiterte Magazin des Archivverbundes Main-Tauber eingeweiht. Außerdem feierte das Staatsarchiv Wertheim sein 40-jähriges Bestehen und der Archivverbund Main-Tauber seine Gründung vor 30 Jahren. Somit bestand dreifacher Grund zur Freude.

Zum Festakt im Bernhardsaal kamen die am Archivverbund beteiligten Partner, politische Entscheidungsträger sowie frühere Weggefährten zusammen. Landrat Reinhard Frank zeigte sich glücklich und dankbar, dass der Kreistag sowie die Stadt- und Gemeinderäte die erheblichen finanziellen Mittel bereitgestellt haben, um im denkmalgeschützten Bereich des Klosters Bronnbach die Magazinerweiterung zu realisieren. 

„Mit dem neuen Magazin mit 3,5 Kilometer laufender Archivfläche ist der Archivverbund für die nächsten zwei Jahrzehnte gut gerüstet“, erklärte Frank. Insgesamt wurden 1,6 Millionen Euro investiert, davon 1,26 Millionen Euro in das Archiv selbst. Diese Kosten teilten sich der Landkreis und die beteiligten Kommen Wertheim, Assamstadt, Freudenberg, Külsheim und Werbach entsprechend ihren Nutzungsanteilen auf. Zum Anteil des Landkreises für die Archiverweiterung in Höhe von 660.000 Euro kamen weitere 366.000 Euro für die reine Gebäudesanierung hinzu. Somit investierte der Kreis rund eine Million Euro. 

Der Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg, Prof. Dr. Gerald Maier, richtete den Blick auf die Herausforderungen des heutigen Archivwesens. Die am Archivverbund beteiligten Bürgermeister stellten in einer Gesprächsrunde, die von Kreisarchivarin Claudia Wieland moderiert wurde, je ein besonderes Archivale aus ihrem Archiv vor. Umrahmt wurde die Veranstaltung von Percussionist Thomas Hupp. Anschließend weihte Pater Joachim Rzesnitzek MSF das neue Magazin. Ein Empfang beschloss die Festveranstaltung. 

Angefangen hatte alles 1975, als das Land Baden-Württemberg die drei fürstlich Löwenstein-Wertheimischen Archive ankaufte. Am 18. Oktober 1977 beschloss der Baden-Württembergische Ministerrat die Gründung des eigenständigen Staatsarchivs Wertheim zum 1. Januar 1978. Darin wurde bald auch das Stadtarchiv Wertheim eingebracht. 

Mit diesem kleineren Verbund war der Weg bereitet für die Idee eines Archivverbunds aus drei Partnern zehn Jahre später: Mit dem baden-württembergischen Landesarchivgesetz vom 27. Juli 1987 waren auch die Landkreise in der Pflicht, eigene Archive einzurichten. So wurde eine Verlagerung nach Bronnbach vereinbart. Am 7. Dezember 1988 erfolgte die Errichtung des Archivverbunds zwischen den Partnern Land Baden-Württemberg, Stadt Wertheim und Main-Tauber-Kreis, so dass zugleich 30 Jahre Archivverbund Main-Tauber gefeiert werden kann. 

Die Synergien, die durch den Zusammenschluss erzielt wurden, sind bis heute augenfällig. Damit bekam der Archivverbund Main-Tauber, der erste Archivverbund Deutschlands, von Anfang an Vorbildcharakter für zahlreiche weitere Verbünde mit unterschiedlichen Partnern und Konstellationen. 

Während das Staatsarchiv als historisches Archiv keine nennenswerten Zugänge mehr erfährt, werden vom Landratsamt und von den Rathäusern regelmäßig Unterlagen an das Archiv abgegeben. Auch wenn nicht alles übernommen werden kann und muss, so enden die Regalreserven mit der Zeit. Die Bemühungen um eine Magazinerweiterung waren letztlich erfolgreich: Die Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte der am Archivverbund beteiligten Partner bewilligten die nötigen Bausummen. Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde nun das neue Magazin seiner Bestimmung übergeben.

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