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28.11.2019

Das neue Identsystem in der Abfallwirtschaft

Die Abfallwirtschaft im Main-Tauber-Kreis wird ab dem 1. Januar 2020 grundlegend modernisiert und bürgerfreundlicher gestaltet: "Künftig müssen Privathaushalte und Gewerbetreibende zum Jahresbeginn keine Müllmarke mehr bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung kaufen. Stattdessen schickt der Abfallwirtschaftsbetrieb Main-Tauber-Kreis (AWMT) jedem Haushalt oder Betrieb immer im März einen Gebührenbescheid für das laufende Jahr zu", beschreibt Landrat Reinhard Frank die Veränderungen.

Privathaushalte und Gewerbetreibende können dann die Müllgebühr an den AWMT überweisen oder über ein SEPA-Mandat abbuchen lassen. Um dies zu ermöglichen, wurden im Laufe des Jahres 2019 alle Restmüll-, Biomüll- und Papiergefäße im Main-Tauber-Kreis mit einem elektronischen Chip ausgestattet. Auf jedem Chip ist eine individuelle Identifikationsnummer gespeichert. Damit kann jedes Gefäß einem bestimmten Haushalt oder Gewerbebetrieb zugeordnet werden („Identsystem“)

Vor dem offiziellen Start des neuen Systems erhält jeder Haushalt und jeder Gewerbebetrieb Anfang Dezember 2019 einen Mustergebührenbescheid. Damit möchte der AWMT überprüfen, ob alle Daten richtig erfasst sind, so dass korrekte Rechnungen erstellt werden können. Der Mustergebührenbescheid informiert jeweils über die Anzahl und die jeweilige Abfallart der Müllgefäße, die für den betreffenden Haushalt bzw. den betreffenden Gewerbebetrieb registriert sind. Ebenso nennt er als Musterrechnung die entsprechende Höhe der Müllgebühren für 2020 nach der neuen Gebührenkalkulation für die Jahre 2020 und 2021.

Der Mustergebührenbescheid ist jedoch keine Aufforderung zur Zahlung. Der AWMT bittet die Empfängerinnen und Empfänger lediglich, die Angaben auf dem Mustergebührenbescheid zu kontrollieren. Überprüft werden sollen

  • die Angaben zur Anzahl der Müllgefäße,
  • zur jeweiligen Abfallart,
  • zur Größe der Müllgefäße
  • und zur jeweiligen Behälternummer.

Wenn alle Angaben richtig sind, muss der Empfänger des Mustergebührenbescheids nichts weiter tun.

Die Empfänger der Mustergebührenbescheide sollen auch nochmals überprüfen, ob alle Ihre Müllgefäße mit einem elektronischen Chip ausgestattet wurden. Dies ist dann der Fall, wenn an der Seite der Tonne ein Aufkleber mit Strichcode und Landkreiswappen angebracht wurde. Ab dem Jahr 2020 werden nur noch bechippte Müllgefäße geleert. Die beauftragten Abfuhrunternehmen überprüfen bei den Leerungen ab Dezember, ob die einzelnen Chips durch die Technik an den Sammelfahrzeugen gut gelesen werden können.

Nur wenn Angaben falsch sind oder ein Behälter nicht bechippt wurde, müssen die notwendigen Korrekturen schriftlich an den AWMT gemeldet werden. Falsche Angaben sollten direkt auf dem Mustergebührenbescheid korrigiert werden. Dann sollte dieser per Post an den AWMT zurückgeschickt werden. Bürger und Gewerbetreibende können korrigierte Mustergebührenbescheide bei ihrer Stadt oder Gemeinde abgeben oder ihre Korrekturen per E-Mail an awmt-finanzen@main-tauber-kreis.deeinsenden. Für Rückfragen sollten eine Telefonnummer und / oder eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Bürger und Gewerbetreibende werden dann gebeten zu warten, bis sich der AWMT bei ihnen meldet. Dagegen sollte vom Versuch abgesehen werden, dem AWMT Änderungen telefonisch mitzuteilen. Dies führt lediglich zu unnötigen Wartezeiten in der Hotline, denn nur schriftlich eingereichte Änderungen können bearbeitet werden. Sollten sich Änderungen ab dem Jahr 2020 ergeben, bittet der AWMT, diese ebenfalls schriftlich mitzuteilen. Privathaushalte und Gewerbebetriebe, die bis Mitte Dezember keinen Mustergebührenbescheid erhalten haben, sollen sich dann umgehend beim AWMT melden. 

Ein SEPA-Mandat vereinfacht den Zahlungsverkehr. Auch wenn ein Haushalt oder Gewerbebetrieb bereits ein SEPA-Mandat erteilt hat, benötigt der AWMT für die Abrechnung der neuen Gebührenbescheide eine erneute Berechtigung zum Abbuchen der Müllgebühren.  

Im März 2020 wird der eigentliche Gebührenbescheid versandt. Erst dann müssen die Privathaushalte und Gewerbebetriebe zahlen. Die Müllgebühren für 2020 werden, soweit ein SEPA-Mandat vorliegt, Ende März 2020 abgebucht. 

In der Vergangenheit haben viele Bürger, bei denen sich zwei Haushalte unter einem Dach befinden, eine gemeinsame Tonne benutzt und darauf zwei Gebührenmarken für das jeweilige Jahr geklebt. Diese Doppel-Beklebung war in der Abfallwirtschaftssatzung nicht vorgesehen, wurde aber aus Kulanz geduldet. Nun ist dies aus technischen Gründen nicht mehr möglich. Diesen Haushalten wird empfohlen, auf die eigentlich korrekte Zahl der Gefäße umzustellen (zum Beispiel zwei 60-Liter-Tonnen statt wie bisher eine gemeinsame mit 120 Litern). Der Austausch erfolgt in diesen Fällen kostenlos, muss aber schriftlich beim AWMT beantragt werden.






























































































































































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