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Corona-Hilfen für Unternehmen

Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen, insbesondere die kleinen und mittleren Betriebe, im Land vor existenzielle Herausforderungen. Die Sicherung der Liquidität ist dabei oberstes Gebot. Um die Mittelständler in der derzeitig äußerst schwierigen Situation zu unterstützen, haben Bund und Land Hilfsmaßnahmen ergriffen und weitere angekündigt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fasst in einem Merkblatt Ansprechpartner sowie konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für betroffene Unternehmen in Baden-Württemberg zusammen. Das Merkblatt kann auf dieser Seite unter Dokumente abgerufen werden.

Kurzarbeitergeld

Die Bundesregierung hat erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt. Neu ist, dass der Anspruch auf Kurzarbeitergeld bereits besteht, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent haben. Die anfallenden Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet. Zudem kann das Kurzarbeitergeld auch für Leiharbeitnehmer beantragt werden. Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden kann verzichtet werden.

Informationen zum Kurzarbeitergeld

Liquiditätshilfen für Unternehmen

L-Bank

Unternehmen mit Tätigkeit in Baden-Württemberg können zur Deckung von kurzfristigem Liquiditätsbedarf Kredite beantragen.

Für landwirtschaftliche Betriebe steht das Förderangebot Liquiditätssicherung mit bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Für alle Programme gilt das "Hausbankprinzip".

Für bestehende Förderkredite, deren Tilgungsbelastungen aufgrund der Corona-Krise vorübergehend nicht mehr leistbar sind, bietet die L-Bank eine bis zu 12-monatige Tilgungsaussetzung unter Anpassung der restlichen Tilgungsraten unter Beibehaltung der vertraglichen Zinsvereinbarung sowie der Gesamtlaufzeit an. Anträge hierzu können ab sofort formlos an die L-Bank gerichtet werden. 

Weitere Informationen können bei der L-Bank abgerufen werden.

Bürgschaftsbank

Sofern zur Überbrückung der „Corona-Krise“ Liquiditätshilfen von KfW oder L-Bank notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung ermöglichen.

Wichtig: Die Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle sollen vor Ausbruch der Krise wirtschaftlich tragfähig gewesen sein. 

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Von der „Corona-Krise“ betroffene Unternehmen können die Sozialversicherungsbeiträge für März und April 2020 stunden lassen.

Für die Stundung im Monat März 2020 müssen die Anträge bis spätestens Donnerstag, 26. März 2020, formlos unter Bezug auf Notlage durch Corona und § 76 SGB IV direkt bei der jeweils zuständigen Krankenkasse, die die Sozialversicherungsbeiträge erhebt, eingehen.

Förderdarlehen der Rentenbank (Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau)

Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus an, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden.

Pressemitteilung - Corona-Hilfe der Rentenbank

Steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, werden die Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen, zur Senkung von Vorauszahlungen und im Bereich der Vollstreckung verbessert. Zur Abstimmung der Voraussetzungen wird die telefonische Rücksprache mit dem jeweils zuständigen Finanzamt empfohlen.

Bund

Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat haben ein Paket mit Notmaßnahmen auf den Weg gebracht. 

Die „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige“ des Bundes sieht eine unbürokratische Hilfe zugunsten von Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbstständigen und Angehörigen der Freien Berufe, die in der Regel keine Kredite erhalten und über keine Sicherheiten oder weitere Einnahmen verfügen, vor.

Eckpunkte des Soforthilfe-Programms Bund

Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu zehn Beschäftigten.

  • Bis 9000 Euro Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu fünf Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate bei bis zu zehn Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)

Ziel: Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä

Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Schadenseintritt nach dem 11. März 2020.

Antragsabwicklung: noch in der Abstimmung

Antragsstellung: noch in der Abstimmung

Spezielles Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Start-ups

  • Öffentlichen Wagniskapitalinvestoren auf Dachfonds- und auf Fondsebene (z.B. KfW Capital, Europäischer Investitionsfonds, High-Tech Gründerfonds, coparion) sollen kurzfristig zusätzliche öffentliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, die im Rahmen der Ko-Investition zusammen mit privaten Investoren für Finanzierungsrunden von Start-ups eingesetzt werden können.
  • Die Dachfondsinvestoren KfW Capital und Europäischer Investitionsfonds (EIF) sollen perspektivisch mit zusätzlichen öffentlichen Mitteln in die Lage versetzt werden, Anteile von ausfallenden Fondsinvestoren zu übernehmen.
  • Für junge Start-ups ohne Wagniskapitalgeber im Gesellschafterkreis und kleine Mittelständler soll die Finanzierung mit Wagniskapital und Eigenkapitalersetzenden Finanzierungsformen erleichtert werden.

Parallel zur Umsetzung des Maßnahmenpakets stimmt die Bundesregierung weiter die Ausgestaltung des Zukunftsfonds für Start-ups ab, der mittelfristig den Weg aus der Krise unterstützen können.

Nach Bekanntgabe nähere Einzelheiten, werden diese hier veröffentlicht.

Soziale Unterstützung

Existenzgefährdete Solo-Selbstständige und Kleinstbetriebe sollen auch mit einem erleichterten Zugang zu Hartz-IV-Zahlungen unterstützt werden.

Bürgschaften

Für Besitzer kleiner Läden, Freiberufler und Selbstständige ohne Beschäftigte wurden schnelle Hilfen in Aussicht gestellt. Es solle für diesen Personenkreis „Expressbürgschaften“ geben, die binnen drei Tagen gewährt werden könnten. 

Bundeswirtschaftsministerium »

Telefon:030 18615 1515 (Hotline für wirtschaftsbezogene Fragen zum Coronavirus)
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/coronavirus.html (Bundeswirtschaftsministerium)

Land

Neben den bestehenden Förderinstrumenten mit den bewährten Programmen der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg hat das Land Baden-Württemberg Soforthilfen auf den Weg gebracht. Damit sollen unmittelbar von der Corona-Pandemie betroffenen Solo-Selbstständigen, Unternehmen sowie Klein- und Kleinstunternehmen auch der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie Angehörigen der Freien (auch künstlerisch-publizistischen) Berufe eine Soforthilfe gewährt werden, um die wirtschaftliche Existenz zu sichern und Liquiditätsengpässe zu kompensieren.

Konditionen der finanziellen Soforthilfe

  • bis zu 9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Solo-Selbstständige,
  • bis zu 9.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu fünf Beschäftigen
  • bis zu 15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu zehn Beschäftigen
  • bis zu 30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigen

Antragstellung

Das Antragsformular und die De-minimis-Erklärung sind auszufüllen und mit den auf dem Formular vorgesehenen Erklärungen zu unterschreiben und eingescannt bei der sachlich und örtlich zuständigen Kammer elektronisch einzureichen.

Ausgezahlt wird das Geld von der L-Bank Baden-Württemberg. Die Soforthilfe muss nicht zurückgezahlt werden.

Bei der L-Bank soll ein Beteiligungsfond für kleine und mittlere Unternehmen eingerichtet werden. Damit sollen in Not geratene, systemrelevante Unternehmen unterstützt werden. 

Unternehmen in Baden-Württemberg können sich mit Fragen zu Geschäftsschließungen und Hilfsangeboten an die Corona-Hotline unter 0800 40 200 88 wenden.

Industrie- und Handelskammer (IHK) -  Ansprechpartner

Petra Annecke »

Assistentin Existenzgründung & Unternehmensförderung

Telefon:07131 / 9677-111
Kontaktformular

Handwerkskammer (HWK) - Ansprechpartner

Initiative "Das Land hilft"

In ganz Europa ist die Reisefreiheit durch das Coronavirus eingeschränkt. Das führt dazu, dass den Landwirten bis zu 300.000 Arbeitskräfte fehlen.

Gleichzeitig können viele Menschen, die in der Gastronomie oder dem Einzelhandel beschäftigt sind, nicht arbeiten. Andere, wie Studenten, müssen ebenfalls zu Hause bleiben.

Auf der Plattform www.daslandhilft.de kommen Helfer und Hilfesuchende zusammen.

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