Hilfsnavigation

Digital- und Printmedien
07.12.2017

"Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum"

Eine gute Unternehmensidee, Engagement und Mut sind Grundvoraussetzung für eine Existenzgründung – doch ohne Startkapital ist es für viele Frauen schwer, ihre Ideen erfolgreich umzusetzen. Das Land unterstützt daher Frauen gezielt mit dem Förderprogramm „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum“ (IMF). In dem Programm werden die drei Fördermodule Existenzgründung, Qualifizierung und Netzwerk angeboten, die sich gegenseitig ergänzen. Hierauf weist die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises hin.

Ziel des Förderprogrammes IMF ist, Projekte zur Erschließung von Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten für Frauen anzustoßen, ihren Unternehmerinnengeist zu fördern und zur Steigerung der Lebensqualität und zur Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft beizutragen. Grundsätzlich ist jede besondere Idee förderungswürdig, die in der Region eine Marktlücke schließt, denn aus kleinen Projekten können große Dinge entstehen.

Mit dem Fördermodul Qualifizierung und Coaching können sich Frauen auf eine bevorstehende Existenzgründung oder Unternehmenserweiterung sowie auf den Wiedereinstieg in eine nichtselbstständige Erwerbstätigkeit vorbereiten. Die Förderung erfolgt über reduzierte Teilnahmegebühren für maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahmen durch vom Ministerium anerkannte Bildungsträger, beispielsweise die Landfrauenverbände. Über dieses Modul kann ein Zuschuss in Höhe von 80 Prozent der förderfähigen Ausgaben gewährt werden.

Beim Fördermodul Existenzgründung und Weiterentwicklung kleinster Unternehmen können Existenzgründerinnen und Kleinunternehmerinnen mit modellhaften Projekten einen Investitionszuschuss in Höhe von 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben erhalten. Die maximale Fördersumme pro Projekt beträgt 120.000 Euro. In LEADER-Gebieten kann ein Zuschuss in Höhe von 50 Prozent gewährt werden. Förderfähig sind beispielsweise Kosten für Maschinen und Anlagen oder Kosten für Computersoftware.

Weitere Unterstützung gibt es für neu gegründete Netzwerkorganisationen, welche die Zusammenarbeit unterschiedlichster Kooperationspartner fördern, um wohnortnahe Einkommensmöglichkeiten für Frauen zu schaffen. Sie erhalten über das Fördermodul „Neu gegründete Netzwerkorganisationen für Frauen“ pro Jahr 70 Prozent der förderfähigen Personalkosten der Projektkoordinatorinnen beziehungsweise der Projektkoordinatorin und 50 Prozent der Sachkosten. Die Förderung wird für einen Zeitraum von maximal vier Jahren gewährt.

Interessierte Frauen können Förderanträge beim Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 32, Betriebswirtschaft, Agrarförderung und Strukturentwicklung, stellen. Weitere Informationen gibt es beim Regierungspräsidium Stuttgart, Martina Burkhardt, Telefon 0711/904-13206, E-Mail martina.burkhardt@rps.bwl.de.

Hintergrundinformationen:

Das IMF-Programm wurde Ende Mai 2015 als Bestandteil des Maßnahmen- und Entwicklungsplans Ländlicher Raum 2014 bis 2020 (MEPL III) von der Europäischen Union genehmigt und läuft seit Juni 2015. Die EU finanziert das IMF-Programm mit 50 Prozent aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) mit. Die anderen 50 Prozent gibt das Land. Weitere Informationen zum Förderprogramm „Innovative Maßnahmen für Frauen“ gibt es im Internet unter www.frauen.landwirtschaft-bw.de und über Facebook auf der Seite Land.Frauen.Zukunft.

Hilfestellung leistet auch die Wirtschaftsförderung beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5708, Fax: 09341/828-5708, E-Mail wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de, oder im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/wirtschaft.




Schriftzug Wir sind für Sie da

Ansprechpartner

Markus Moll
Büro des Landrats
Büroleiter, Pressereferent
Gartenstraße 1
97941 Tauberbischofsheim
Telefon 09341/82-5612
Fax 09341/82-5690
E-Mail Kontaktformular
Raum: 323
Ins Adressbuch exportieren