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29.09.2014

Sozialministerin warnt vor Folgen von Glückspielsucht

Anlässlich des Aktionstags gegen Glückspielsucht am Donnerstag, 25. September, hat Sozialministerin Katrin Altpeter vor den Gefahren der Glücksspielsucht gewarnt. „Bei keiner anderen Sucht ist die Gefahr der Verschuldung und Verarmung von Betroffenen und ihren Familien so groß“, sagte die Ministerin am Montag (22. September) in Stuttgart. „Wenn Sie bei sich selbst oder bei jemandem in Ihrem Umfeld ein auffälliges Glückspielverhalten bemerken, dann zögern Sie nicht und suchen Sie Hilfe“, riet sie Betroffenen.

Im Main-Tauber-Kreis gibt es zwei Beratungsstellen, die ausführlich über das Thema informieren und beraten: den agj-Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V., Schlossplatz 6, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon: 09341/897370 mit Außenstellen in Wertheim und Bad Mergentheim sowie die Beratungsstelle des Diakonischen Werkes, Härterichstraße 18, 97980 Bad Mergentheim, Telefon: 07931/51388 mit Außenstelle in Weikersheim.

Besonders junge Männer weisen laut einer 2014 veröffentlichten repräsentativen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein erhöhtes Risiko für besorgniserregendes Glücksspielverhalten auf. Während das Spielverhalten im untersuchten Zeitraum 2013 bei 4,9 Prozent der befragen 18- bis 20-jährigen Frauen und Männer „problematisch“ oder „pathologisch“ war, stieg dieser Wert mit 9,2 Prozent auf fast das Doppelte, wenn man nur das Verhalten der 18- bis 20-jährigen Männer betrachtete. Bei Männern zwischen 14 und 30 Jahren steigt der Anteil der pathologischen Glückspieler auf das Sechsfache des Durchschnittswerts der Gesamtbevölkerung an.

„Ist Glückspiel erst einmal zur Sucht geworden, bestimmt die Krankheit den Alltag“, sagte Ministerin Altpeter. Ein pathologischer Glücksspieler benötige hohe Geldsummen, die über die Dauer der Krankheit die finanziellen Möglichkeiten der Familie oft überstiegen und die Beibehaltung des bisherigen Lebensstandards nicht mehr ermöglichten. „In der Regel trägt die Familie des Betroffenen alle Konsequenzen der Verschuldung und Verarmung mit“, sagte Altpeter. Nicht selten seien Arbeitslosigkeit, der Verlust der Wohnung und das Fehlen von Lebensmitteln und Kleidung die Folge, hinzu kämen soziale Folgen wie Trennung und Vereinsamung.

Informationen zum Thema Glücksspielsucht und zu der vom Sozialministerium und Landesgesundheitsamt ins Leben gerufenen Kampagne „Spielverderber“ können auf www.spass-statt-sucht.de in Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch abgerufen werden.

 

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