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09.10.2014

Erzieherinnen informieren sich zum "Tag der Zahngesundheit"

Der Tag der Zahngesundheit stand in diesem Jahr unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Trinken aus dem Glas macht schon den Kleinsten Spaß“. Hierzu hatte die regionale Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit am Donnerstag, 25. September, eine Informationsveranstaltung für Erzieherinnen aus dem Main- Tauber- Kreis angeboten. Die evangelische Kindertagesstätte in Tauberbischofsheim wurde bewusst als Veranstaltungsort ausgewählt, da die Erzieherinnen hier die Krippenkinder so früh wie möglich an das Trinken aus dem Glas heranführen anstatt Fläschchen anzubieten.

Die Verantwortlichen der Veranstaltung "Tag der Zahngesundheit"
Die Verantwortlichen der Veranstaltung "Tag der Zahngesundheit"
Referentin Veronika Suck hat eine Grundausbildung in der Kindesentwicklung nach Dr. Emmi Pikler und ein Montessori-Diplom, gibt viele Seminare für Erzieherinnen und kann auf einen wertvollen, reichhaltigen Erfahrungsschatz als Gruppenleiterin einer Krippengruppe zurückgreifen.

Der gemeinsame Ansatzpunkt der Referentin und der regionalen Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit war, das Trinken aus dem Glas anstatt aus dem Fläschchen zu forcieren. Die Erzieherinnen sollten praktische Tipps bekommen, wie schon kleine Kinder, sobald sie sitzen können, aus Gläschen trinken können. Auf der einen Seite ist dies ein wesentlicher Faktor für die Mundgesundheit, denn damit könnte die Fläschchenkaries vermieden werden. „Die Hälfe der Milchzahnkaries entwickelt sich im Alter bis drei Jahren. Die oberen Schneidezähne werden von gesüßten Getränken umspült. Durch entstehende Säure werden die Milchzähne auf Dauer angegriffen. Wenn die Kinder beim Zahnarzt zur ersten vorgesehenen Kontrolle ab zweieinhalb Jahren erscheinen, ist oft nur noch eine komplizierte Behandlung, eventuell sogar in Narkose, möglich“, führte Beate Susanne Huchel, Zahnärztin im Gesundheitsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis, in die Thematik ein.

Auf der anderen Seite bekommt das Kind im Krippenalltag durch das Trinken aus dem Glas die Chance, sich zur Eigenständigkeit zu entwickeln. Veronika Suck griff das Thema vom pädagogischen Ansatz auf. Das Trinken aus dem Glas kann zum Beispiel umgesetzt werden, indem man dem Kind die Möglichkeit bietet, erstmals selbst einzuschenken. Auch das Glas, aus dem die Kleinkinder trinken lernen können, wurde eindrucksvoll präsentiert: Die Referentin ließ es einfach fallen. Es ist aus speziell gehärtetem Glas, das auch dann nicht kaputt geht, wenn es bei frühen kindlichen Trinkversuchen aus der Hand rutscht.

Die Referentin berichtete, dass am Anfang der kindlichen Entwicklung ein Reflex besteht, das Glas zu greifen. Dieser Zeitpunkt dürfe nicht verpasst werden, sonst werde es viel schwieriger, diese Trinkbewegung zu koordinieren. Dies belegte sie auch mit vielen eindrucksvollen Bildern. Darunter war auch das Foto eines Kind, das aus der Flasche nuckelte, wobei der Blick träumerisch und abgeschweift war. Hingegen zeigte ein anderes Foto ein Kind, das sich selbst einschenkt. Da war der Blick wach und konzentriert.

Veronika Suck zeigte einen Film, indem ein Mädchen allen anderen Krippenkindern Teller und Gläser austeilte und dann an seinen Platz zurückging, an dem eine Nuckelflasche stand. Dieses Beispiel zeigte deutlich, dass das Kind viel zu kompetent war, um noch aus einem Fläschchen zu trinken. Die Referentin berichtete, dass das eigenständige Trinken aus dem Glas auch schon ein kleiner Baustein ist, um Handlungskompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben zu bekommen. Thematisiert wurde von der Referentin auch der sensible Umgang mit Essen.

Zum Abschluss der Veranstaltung bekamen alle Teilnehmerinnen eine elektrische Zahnbürste zum Tag der Zahngesundheit mit auf den Weg. Zusätzlich gab es noch ein Gläschen als Ansporn dafür, das Erlernte in der jeweiligen Kindertagesstätte umzusetzen – für die Zahngesundheit und für die Eigenständigkeit der Kinder.

 

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