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29.11.2017

Erfolgreicher Austausch bei Tagung im Kloster Bronnbach

Die Tagung „Das Monument und sein Garten – Historische Gartenanlagen als Aufgabe und Chance für die erfolgreiche Vermarktung eines Kulturdenkmals“ fand kürzlich im Kloster Bronnbach statt. Veranstaltet wurde die Tagung vom Verein Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V. in Kooperation mit dem Eigenbetrieb Kloster Bronnbach. Rund 35 Besitzer und Betreiber historischer Monumente aus ganz Deutschland nahmen an der Tagung teil und tauschten Ideen und Erfahrungen in der Vermarktung aus.

Zahlreiche Kulturdenkmale sind von großartigen Gartenanlagen umgeben. Die Besucherzahlen dieser Gartenanlagen nehmen stetig zu, wie Michael Hörrmann, Vorsitzender des Vereins Schlösser, Burgen, Gärten Baden-Württemberg e.V., am Anfang der Tagung betonte. Wie der gerechte Umgang mit solchen Gärten aussehen kann und was die Gäste für Erwartungen an diese stellen, wurde in verschiedenen Fachvorträgen thematisiert.

Nachdem Landrat Reinhard Frank die Veranstaltung eröffnet hatte, stellte der Geschäftsführer der Landesgartenschau Würzburg 2018, Klaus Heuberger, die aktuelle Lage der Landesgartenschau vor und welche Ideen entwickelt und nun umgesetzt werden. Mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten wird die Landesgartenschau in bestimmten Abständen immer wieder erneuert. Somit finden die Besucher im kommenden Jahr immer wieder etwas Neues vor.

Einen anschaulichen Einblick in die Geschichte der Gärten der Gamburg lieferten die Besitzer der Gamburg, Baron Hans-Georg von Mallinckrodt und sein Sohn Goswin von Mallinckrodt. Mit Plänen, historischen Aufnahmen und Zeichnungen sowie persönlichen Geschichten erläuterten die beiden die Entstehung und die Entwicklung der zahlreichen Gärten der Burg. Zudem stellte der Baron Veranstaltungskonzepte wie Mittelaltermärkte im Burgpark und den „L’Apéritif au jardin“, einen abendlicher Streifzug durch die Gärten der Gamburg, vor.

Die Kunsthistorikerin Dr. Verena Friedrich von der Universität Würzburg berichtete in ihrem Vortrag vom kunstgerechten Umgang mit historischen Gärten. Sie hat bereits zahlreiche Publikationen zum Bronnbacher Abteigarten verfasst. Bereits zu Zeiten von Ludwig dem 14. herrschten nach ihren Worten strikte Regeln in manchen Parkanlagen. So manche Kuriositäten – in einem Park waren pro Tag höchstens vier Besucher zugelassen – aber auch Ähnlichkeiten zur heutigen Zeit stellte Dr. Verena Friedrich den Teilnehmern vor.

Nach der Mittagspause in der Orangerie fand eine Kurzführung durch den Bronnbacher Abteigarten statt, die Laura Stolz M.A., Volontärin im Eigenbetrieb Kloster Bronnbach, leitete. Der Vortrag zu den Besuchererwartungen an den Abteigarten wurde schnell in eine lebhafte Diskussionsrunde zwischen den Teilnehmern umfunktioniert, die die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch nutzten. Viele Teilnehmer beschäftigt das Thema, ob das Zahlen eines Eintritts für öffentliche Gärten akzeptabel und umsetzbar sei. Die hohen Kosten der Instandsetzung und Pflege der Gartenanlage ist für viele Monumente eine Herausforderung.

Nach dem Exkurs in den Abteigarten berichtete Dr. Jörg Paczkowski in seinem Vortrag über die Gestaltung des Schlossgartens in Wertheim, welche Hindernisse sich aufgetan hatten, von wo die Unterstützung kam und wie es zu der Entscheidung kam, den Park schließlich so anzulegen, wie er heute vorzufinden ist.

Markus Zeiler, der Parkdirektor der Insel Mainau, stellte das Schmetterlingshaus auf der Insel Mainau vor. Dabei ging er zuerst auf die Geschichte und Lage der Insel ein, bevor er den Umbau des Schmetterlingshauses thematisierte und wie dieses von den Besuchern heute genutzt wird.

Der Direktor der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen, Karl Weber, berichtete ausführlich über die Geschichte des Parks Wilhelmsbad sowie die aktuelle Situation des historischen Karussells, welches dank eines aktiven Freundeskreises wieder hergestellt wurde und als Besuchermagnet in der Region gilt.

Stefan Beier, Vorsitzender des Vereins Klosterland e.V., präsentierte sein Klosternetzwerk und verschiedene Projekte, die der Verein initiiert hat. Unter anderem berichtete er über das Projekt „Ornamente der Stille“, für das eine Designstudentin eine Postkartenserie erstellt hat. Mit Hilfe eines Ornaments des jeweiligen Partnerklosters entwickelte sie jeweils ein modernes und individuelles Muster.

Nach acht Fachvorträgen fasste der Eigenbetriebsleiter Dr. Matthias Wagner die Erkenntnisse des Tages zusammen und betonte, wie wichtig der Austausch und die Vernetzung der historischen Monumente untereinander sei. So kann auch das Kloster Bronnbach von den Erfahrungen der anderen Teilnehmer profitieren und neue Marketingstrategien umsetzen.

 

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