Sprungziele
Startseite
Öffnungszeiten
Kontakt
Ideen & Beschwerden
Vorlesen
Seiteninhalt
22.05.2017

Klimaschutzkonzept Main-Tauber-Kreis geht in die nächste Phase

Die Auftaktveranstaltung zur Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Main-Tauber-Kreis fand mit 60 interessierten Gästen und den beauftragten Ingenieurbüros im Kloster Bronnbach statt. Wichtige Aspekte waren die Vorstellung erster Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme und der Einstieg in eine umfassende Bürgerbeteiligung.

Auftaktveranstaltung Klimaschutzkonzept Main-Tauber-Kreis
Auftaktveranstaltung Klimaschutzkonzept Main-Tauber-Kreis

Die Gäste kamen aus den verschiedensten Interessensfeldern und Wirtschaftsbereichen. Auch der Kreistag und die Kreisverwaltung waren vertreten. Mit dem Hinweis auf die auch in der Region spürbaren Folgen des Klimawandels stimmte Landrat Reinhard Frank mit ernstem Hintergrund auf das Thema ein. In jüngster Zeit seien zum Beispiel Winzer, Obstbauern und Landwirte von den klimatischen Veränderungen betroffen gewesen. Der Landrat warb daher für die aktive Mitwirkung der Bürger bei Zielen und Maßnahmen im Rahmen der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes.

Im Anschluss stellte Frank Künzig, Leiter der Energieagentur des Main-Tauber-Kreises, bisherige Tätigkeiten im Main-Tauber-Kreis vor, die zu CO2-Einsparungen führen und sich damit gegen den Klimawandel stellen. In acht verschiedenen Themenbereichen nannte er Aktivitäten und Maßnahmen, die auf Initiative von Bürgern und Akteuren, aber auch in manchen Stadtverwaltungen oder durch die Kreisverwaltung verfolgt werden. Letztendlich kam Frank Künzig zu dem Ergebnis, dass zwar schon viel getan werde, aber auch noch viel Luft nach oben sei. Mit dem Klimaschutzkonzept soll eine neutrale Bewertung des Ist-Zustandes erfolgen und der zukünftige Weg in Verbindung mit konkreten Zielen und Maßnahmen im Kreis definiert werden.

Daniela Windsheimer und Sandra Lanig vertraten die beauftragte Bietergemeinschaft, bestehend aus dem kreisansässigen Büro Klärle und der energielenker-Beratungsgesellschaft. Sie gingen im Anschluss auf bereits definierte internationale und nationale Ziele ein und stellten auch die ambitionierten Ziele des Landes Baden-Württemberg vor.

Im zweiten Teil wurden dann erste interessante Ergebnisse aus der Bestandsaufnahme im Main-Tauber-Kreis vorgestellt. Für Überraschung sorgte dabei, dass nach den neuesten Berechnungen der Anteil des innerhalb des Kreises mit regenerativen Energien erzeugten Stroms mit Stand 2015 bereits knapp 70 Prozent beträgt. Der Anteil für 2016 kann wegen noch fehlender Daten noch nicht bestimmt werden.

Mit großem Interesse verfolgten die Zuhörer die weiteren Auswertungen zum Thema, wobei sie unmittelbar eingebunden wurden. Mit einem TED-System konnten sie ihre Meinungen und Eindrücke zu verschiedenen Fragen der Energieeinsparung und der Nutzung Erneuerbarer Energien einbringen und zeitgleich das jeweilige Abstimmungsergebnis auf der Leinwand verfolgen. Manche Mehrheit auf den Balkendiagrammen wurde mit einem Raunen der Zuhörer kommentiert, wenn es zum Beispiel um das persönliche Verhältnis zum Ausbau der Windkraft oder die vermuteten höchsten Potenziale zur CO2-Einsparung im Landkreis ging.

In einem abschließenden Teil ging es darum, Ideen und Vorschläge an als „Energiewänden“ bezeichneten Stellwänden einzubringen. So erhielten die Kreisverwaltung und die beauftragten Büros eine erste Abschätzung, was den Bürgern am Herzen liegt, wo der Schuh drückt oder wo große Möglichkeiten und Potenziale gesehen werden.

Zum Abschluss verwies Landrat Frank noch einmal auf die in den nächsten Monaten stattfindenden Workshops zu den einzelnen Themen. Er appellierte an die anwesenden Bürger, aber auch an alle Bewohner des Kreises, sich einzubringen und mitzuwirken. „Was nicht umgesetzt wird, hat keinen Wert“, lautete sein Resümee. Er drückte auch seine Freude darüber aus, dass mit der Auftaktveranstaltung ein hoffnungsvoller Einstieg in ein zukunftsweisendes Klimaschutzkonzept für den Main-Tauber-Kreis gefunden ist.

Info:
Informationen zum Klimaschutzkonzept und zu den anstehenden Workshops gibt es unter www.main-tauber-kreis.de/klimaschutzkonzept. Die Energieagentur Main-Tauber-Kreis, Anlaufstelle für die Anmeldung sowie bei Fragen zum Klimaschutzkonzept, ist per E-Mail an frank.kuenzig@ea-main-tauber-kreis.de, Telefon 09341/82-5813 erreichbar.

Förderung

Förderung
Seite zurück nach oben Seite drucken Seite weiterempfehlen