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07.05.2021

Zehn neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 7. Mai) - Drittniedrigste Inzidenz im Land - Testphase zu luca-App ausgeweitet

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 7. Mai, zehn Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte Bad Mergentheim, Lauda-Königshofen, Weikersheim und Wertheim. Neun Personen befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Es handelt sich in mindestens sieben Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4818.

22 weitere Personen genesen

Darüber hinaus sind 22 weitere und damit insgesamt 4505 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 226 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 7, Bad Mergentheim: 44 (+2), Boxberg: 11, Creglingen: 12, Freudenberg: 13, Großrinderfeld: 4, Grünsfeld: 5, Igersheim: 1, Königheim: 0, Külsheim: 24, Lauda-Königshofen: 24 (+3), Niederstetten: 8, Tauberbischofsheim: 19, Weikersheim: 3 (+1), Werbach: 0, Wertheim: 51 (+4) und Wittighausen: 0.

Landrat versichert Angehörigen sein tiefes Mitgefühl

Das Gesundheitsamt hat am Freitag, 7. Mai, einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Mann im Alter von unter 75 Jahren. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 87 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 67 im Jahr 2021. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Neun weitere Fälle von Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei neun weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Nunmehr wurde bei insgesamt 881 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am Freitag bei 65,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Main-Tauber-Kreis am Freitag, 7. Mai, nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 65,0. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (30. April bis 6. Mai) je 100.000 Einwohner. Dies ist aktuell der drittniedrigste Inzidenzwert der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg nach dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald (44,8) und dem Stadtkreis Heidelberg (55,1). In diesem Zusammenhang bittet Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug alle Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises, die Corona-Regeln weiter gewissenhaft einzuhalten, damit der positive Trend stabilisiert werden kann und sich nicht wieder umkehrt. „Es sollte auch nicht alles ausgereizt werden, was gerade noch erlaubt ist“, sagt Krug.

Technische Fragen müssen geklärt und unverzichtbare Updates abgewartet werden

Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis hat am Freitag beschlossen, beim Einsatz der luca-App noch nicht in die Fläche zu gehen. Dieser Schritt war bisher für Montag, 10. Mai, geplant. Stattdessen soll die Testphase zeitlich und inhaltlich ausgeweitet werden. „Die bisherige Erprobung hat gezeigt, dass erst noch wichtige technische Fragen geklärt und unverzichtbare Updates durch den Hersteller abgewartet werden müssen“, erklärt hierzu Erster Landesbeamter Christoph Schauder. „Hier geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit, auch wenn wir uns einen sehr zeitnahen Start gewünscht hätten. Gleichwohl bleibt es unser festes Ziel, die luca-App zügig und flächendeckend im Landkreis auszurollen. Durch eine technisch einwandfreie Lösung wollen wir letztlich die größtmögliche Akzeptanz und Verbreitung der App erreichen“, bekräftigt Schauder.

Wenn die offenen Fragen geklärt seien, werde luca dabei helfen können, im Falle einer Corona-Infektion die Kontakte der Betroffenen digital, einfach, schnell und datenschutzkonform nachzuverfolgen. Es sei ihm klar, dass viele Betreiberinnen und Betreiber beispielsweise von Einzelhandelsgeschäften gerne sofort mit dem Einsatz der luca-App beginnen würden, um die bisherige „Zettelwirtschaft“ bei der Dokumentation von Kontakten abzulösen, sagt Schauder. „Aber wir können das System erst dann sinnvoll einsetzen, wenn es vernünftige Kontaktlisten erstellt, mit denen das Gesundheitsamt effizient arbeiten kann.“

Maßgeblicher Grund für die Entscheidung des Landratsamtes ist das bisher ungeklärte Verfahren für Menschen, die über kein Smartphone verfügen. Nutzerinnen und Nutzer von Smartphones können sich beispielsweise beim Besuch eines Restaurants – wenn diese wieder öffnen dürfen – einchecken und beim Verlassen wieder auschecken. Dies ist relevant für den Fall, wenn sich später herausstellt, dass ein Gast während seines Restaurantbesuchs mit dem Corona-Virus infiziert war. Dann ist nachvollziehbar, von wann bis wann sie oder er sich in der Gaststätte aufgehalten hat, idealerweise auch, an welchem Tisch sie oder er saß und welche möglichen Risiken sich für andere Gäste daraus ergeben haben.

Als Alternative für Gäste ohne Smartphones sollen luca-Schlüsselanhänger oder digitale Kontaktformulare eingesetzt werden. Damit ist derzeit zwar ein Check-In, nicht aber ein Check-Out möglich. Folglich wäre ein Corona-positiver Gast mit Schlüsselanhänger-Check-In, der sich von 18 bis 19 Uhr im Restaurant aufhält, auch noch Kontaktperson von Gästen, die erst um 21 Uhr zum Essen kommen – auch wenn zwei Stunden dazwischen liegen und die Personen sich gar nicht begegnet sind. Das Gesundheitsamt würde später mit einer Liste von Kontakten geflutet, die überhaupt nicht relevant sind – und damit in seiner Arbeit praktisch lahmgelegt. Je mehr Gäste sich in der Location befinden, desto größer wird das Problem. Derzeit könnte die Gastwirtin oder der Gastwirt nur alle Gäste auf einen Schlag zentral auschecken, auch solche, die noch anwesend sind. Die Möglichkeit, einen Check-In nur über Smartphones anzubieten und Personen ohne solches Gerät auszuschließen, scheidet aus Sicht des Landratsamtes aus.

Um dennoch den schnellstmöglichen Einsatz der luca-App voranzutreiben, geht das Landratsamt nun dazu über, das System mit Echtdaten zu erproben. Das Gesundheitsamt wird daher ab der kommenden Woche Corona-positive Personen nach ihrer TAN im luca-Verfahren fragen und, sofern eine TAN vorliegt, diese Fälle entsprechend verarbeiten. Wenn die oder der positiv Getestete beim Landratsamt, der Stadtverwaltung Tauberbischofsheim oder im Möbelhaus Schott eingecheckt war – den offiziellen Partnern der Testphase – wird das Gesundheitsamt diese Daten abfragen und nach eingehender Prüfung bei der Kontaktverfolgung verwenden.

Als weitere Maßnahme hat das Landratsamt bereits 3000 luca-Schlüsselanhänger bestellt, die künftig an interessierte Personen abgegeben werden sollen. Die Ausgabestellen werden noch bekanntgegeben.

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