Sprungziele
Startseite
Öffnungszeiten
Kontakt
Ideen & Beschwerden
Vorlesen
Seiteninhalt
26.11.2021

222 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 25. und 26. November) - Gesundheitsamt: mRNA-Impfstoffe sind gleichwertig - Keine Wahlmöglichkeit

Im Main-Tauber-Kreis wurden in der Zeit von Donnerstag, 25., bis Freitag, 26. November, insgesamt 222 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 104 am Donnerstag und 118 am Freitag. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 8087.

893 Personen aktiv von Infektion betroffen

Die Zahl der Genesenen steigt um 153 Personen auf 7093. Somit sind derzeit 893 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Die am Donnerstag und Freitag neu festgestellten Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 3, Assamstadt: 1, Bad Mergentheim: 56, Boxberg: 6, Creglingen: 11, Freudenberg: 4, Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 1, Igersheim: 9, Königheim: 5, Külsheim: 3, Lauda-Königshofen: 15, Niederstetten: 3, Tauberbischofsheim: 15, Weikersheim: 12, Werbach: 3, Wertheim: 71 und Wittighausen: 1.

Inzwischen insgesamt mehr als 100 Todesfälle im Landkreis

Das Gesundheitsamt hat zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen im Alter von jeweils über 90 Jahren. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile mehr als 100 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 20 im Jahr 2020 und 81 im Jahr 2021.

Indikatoren für das Pandemie-Geschehen laut LGA am Donnerstag

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Main-Tauber-Kreis am Donnerstag, 25. November, nach Angaben des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg (LGA) bei 363,3. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (19. bis 25. November) je 100.000 Einwohner. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg lag bei 6,3. Sie beschreibt die Zahl der Menschen, die in den vergangenen sieben Tagen in Baden-Württemberg mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, je 100.000 Einwohner. Die Auslastung der Intensivbetten mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten (AIB) in Baden-Württemberg lag bei 542.

Die aktuellen Werte für Freitag, 26. November, können ab etwa 18 Uhr im Lagebericht des LGA unter www.gesundheitsamt-bw.de abgerufen werden.

Beide Impfstoffe sicher, wirksam und sehr gut geeignet

Aufgrund von Diskussionen um die Rationierung des Biontech-Impfstoffes in den Arztpraxen und bei Mobilen Impfangeboten weist das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises ausdrücklich darauf hin, dass alle zugelassen Impfstoffe einen ausreichenden Schutz gegen das Coronavirus bieten. „Die beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind beide sicher, wirksam und sehr gut geeignet, sowohl für Erst- und Zweitimpfungen als auch für Booster-Impfungen. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind praktisch gleichwertig“, erklärt die kommissarische Leiterin des Gesundheitsamtes, Yasemin Eryanar.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit dem 18. November eine Auffrischimpfung gegen COVID-19 für alle Menschen ab 18 Jahren. Dabei soll diese Impfung grundsätzlich im Abstand von sechs Monaten nach der Grundimmunisierung und mit einem der beiden mRNA-Impfstoffe erfolgen. Nach individueller ärztlicher Entscheidung und Beratung ist eine Auffrischimpfung aber auch schon nach fünf Monaten möglich.

Aufgrund des unterschiedlichen Nebenwirkungsprofiles, insbesondere bei jüngeren Menschen, soll die Auffrischimpfung bei Menschen unter 30 Jahren zur Sicherheit ausschließlich mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer erfolgen. Für die Auffrischimpfung mit Biontech/Pfizer soll die volle Dosis verwendet werden, für die Auffrischimpfung mittels Moderna die halbe Dosis der Grundimmunisierung.

Nachdem der Impfstoff von Biontech/Pfizer derzeit nur eingeschränkt bestellt werden kann, ein Bezug des Moderna-Impfstoffs aber unbegrenzt möglich ist, wirkt sich dies auf die Arbeit der Mobilen Impfteams im Main-Tauber-Kreis aus. Sie werden auf absehbare Zeit nur Menschen unter 30 Jahren mit Biontech/Pfizer impfen, für Menschen über 30 Jahren wird ausschließlich Moderna eingesetzt.

Eine Wahlmöglichkeit zwischen den beiden mRNA-Impfstoffen kann aktuell nicht geboten werden. „Sie ist aber auch nicht notwendig, weil beide Vakzine einen sehr hohen Impfschutz gegen schwere Verläufe bieten. Auch sind beide Impfstoffe miteinander kombinierbar, so dass beispielsweise nach zwei Impfungen mit Biontech ein Booster mit Moderna sehr gut möglich ist“, sagt Gesundheitsamtsleiterin und Fachärztin Yasemin Eryanar. Das Vorgehen entspreche auch den Vorgaben der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Zu der Knappheit beim Biontech/Pfizer-Impfstoff ist es gekommen, nachdem die sehr stark ansteigenden Infektionszahlen und der daraus resultierende Aufruf der Bundesregierung zu schnellstmöglichen Booster-Impfung für alle ab 18 Jahren zu einer sprunghaft gestiegenen Nachfrage geführt haben. Gleichwohl ist laut der Bundesregierung insgesamt so viel mRNA-Impfstoff vorhanden, dass jede Bürgerin und jeder Bürger geschützt werden kann, die oder der dies möchte.

Neue Corona-Verordnung: Gelber Impfpass reicht nicht mehr

Mit der neuen Corona-Verordnung ist ein Nachweis über die Impfung nur noch mit einem QR-Code möglich, beispielsweise für den Zugang zu 2G- oder 2G plus-Veranstaltungen. Nicht mehr ausreichend ist dagegen die Vorlage des gelben Impfpasses, da dieser sich nicht zur digitalen Anwendung eignet. Bürgerinnen und Bürger, die bislang lediglich den gelben Impfpass benutzt haben, sollen noch bis 1. Dezember 2021 die Möglichkeit erhalten, sich einen QR-Code ausstellen zu lassen, teilte das Sozialministerium Baden-Württemberg mit.

Der QR-Code befindet sich auf dem digitalen Impfzertifikat, das die Menschen entweder direkt bei ihrer Impfung erhalten oder mit dem gelben Impfpass im Anschluss an die Impfung in der Apotheke abholen können. Der QR-Code kann dann entweder mit der Corona-Warn-App oder der CovPass-App eingelesen werden. Das Sozialministerium will auf diese Weise sicherstellen, dass es Impfpassfälscher künftig schwerer haben.

Seite zurück nach oben Seite drucken Seite weiterempfehlen