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13.11.2020

Video-Abschlussveranstaltung zur Bewerbung: Gemeinsam Bio-Schätze in der Bio-Musterregion heben

Nahezu fünf Monate harte Arbeit, interessante Begegnungen und wertvolle Impulse liegen hinter dem Main-Tauber-Kreis. Am vergangenen Donnerstag, 12. November, verabschiedeten die lokalen Akteure – etwa aus den Bereichen Landwirtschaft, Vermarktung, Umweltschutz, Bildung und Forschung sowie der Verwaltung – das Bewerbungskonzept zur Bio-Musterregion. Darin finden sich spannende Projekte und Ziele aus der vielfältigen „Schatzkammer“ des Landkreises.

„Wir sind sehr stolz auf das vorliegende Konzept“, sagte der Erste Landesbeamte Christoph Schauder bei der Abschlussveranstaltung zur Bewerbungsphase. Diese fand aufgrund der Corona-Pandemie als Online-Videokonferenz statt. Unter Koordination des Landwirtschaftsamtes sowie mit Unterstützung der Firma neuland+ arbeitete der Landkreis in den vergangenen Monaten die Stärken und Schwächen der regionalen Bio-Landwirtschaft heraus. „Was wir gefunden haben, ist vor allem eins: Vielfalt“, erklärte Schauder. „Genau dieses reichhaltige Angebot an Landschaften, Akteuren und Projektideen zeichnet die Region aus“. Nun hofft der Landkreis auf eine erfolgreiche Bewerbung.

Online durch die Schatzkammer

Die Abschlussveranstaltung zeigte es bereits: Für eine erfolgreiche Umsetzung der Bio-Musterregion ist die Vernetzung auf unterschiedlichsten Wegen und Ebenen entscheidend. So fanden am Donnerstag mehr als 60 Teilnehmer zur gemeinsamen Diskussion und Verabschiedung des Bewerbungskonzepts zusammen. Die Online-Sitzung beendet nun die Suche nach den „Bio-Schätzen“ im Landkreis. Diese fiel, dank aktiver Mitarbeit von lokalen Akteuren, sehr erfolgreich aus. Nun steht das „Heben“ der Kostbarkeiten auf dem Programm. Dafür geht der Landkreis in das Rennen um die drei neuen Bio-Musterregionen im Land. Bereits Ende Oktober stimmte der Kreistag des Main-Tauber-Kreises einstimmig dafür, den Eigenanteil an der Finanzierung des Regionalmanagements zu übernehmen. Dies wurde in der Videokonferenz durch Statements von Kreisräten unterstrichen.

Vom Feld auf den Tisch

Die erarbeiteten Ziele und Strategien bauen auf der Situation der Akteure vor Ort und den Potenzialen auf. Hauptziel ist es, den Bio-Bereich marktorientiert zu fördern. Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass sich Erzeuger und Verarbeiter bzw. Vermarkter verstärkt darüber austauschen, welche Anforderungen sie an eine gelungene Lieferbeziehung stellen. „Voneinander wissen und miteinander reden“, diese Strategie steht im Vordergrund, auch bei der Verbraucheraufklärung. Ein Alleinstellungsmerkmal der Bewerbung ist unter anderem der starke Kur- und Reha-Bereich in der Region, ebenso wie der einzige Schulbauernhof Baden-Württembergs und ein starkes Bekenntnis aller 18 Kommunen des Landkreises zur Biomusterregion. Größten Wert legte Erster Landesbeamter Schauder auf die Feststellung, dass es mit der Bewerbung nicht darum gehe, die Bio- und die konventionelle Landwirtschaft gegeneinander auszuspielen. Vielmehr werde auch künftig beides gebraucht.

Wer wird Bio-Musterregion?

Die Bewerbung des Landkreises – unter der Schirmherrschaft von Landrat Reinhard Frank – geht nun in die letzte Phase. Am 20. November endet das Bewerbungsverfahren. Danach entscheidet ein Experten-Gremium darüber, welche drei Regionen als neue Bio-Musterregionen gefördert werden. Eine Entscheidung des Landes erwartet der Landkreis Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres. In den ausgewählten Regionen fördert das Land ein Regionalmanagement für einen Zeitraum von drei Jahren. Dieses unterstützt dann die Akteure bei der Umsetzung der im Konzept dargestellten Maßnahmen und Strategien. Bisherige Biomusterregionen sind beispielsweise die Nachbarlandkreise Hohenlohe und Schwäbisch Hall als gemeinsame Initiative und der Neckar-Odenwald-Kreis.

Weitere Informationen zur Bewerbung als Bio-Musterregion gibt es unter www.bio-main-tauber.de.

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