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25.11.2015

Neue Gemeinschaftsunterkunft in Gerlachsheim belegt

Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis hat eine neue Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber in Igersheim mit insgesamt 48 Plätzen fertig gestellt. Damit stehen nun kreisweit erstmals mehr als 1000 Plätze in Gemeinschaftsunterkünften zur Verfügung, zu Jahresbeginn waren es noch 400 Plätze. Mehr als 600 Plätze wurden von Januar bis Mitte November neu geschaffen, weitere 400 sollen bis Jahresende noch folgen. Die aktuell 1018 Plätze sind bis auf Restkapazitäten alle belegt.

In der neu eröffneten Container-Wohnanlage im Gewerbegebiet Neuseser Tal wurden am Donnerstag, 12. November, zunächst 43 Plätze belegt. Bei den neuen Bewohnern handelt es sich um Familien mit insgesamt 18 Kindern aus Syrien und dem Irak. Sie waren zuletzt in verschiedenen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht.

Die Wohncontaineranlage bietet Schlafräume, Duschen und Toiletten, eine Gemeinschaftsküche und einen Aufenthaltsraum. Die bisherigen Erfahrungen an den Standorten Assamstadt, Königshofen, Lauda und Weikersheim zeigen, dass in modernen Wohncontainern eine gute und angemessene Unterbringung möglich ist. Der Standort wird den Vorgaben des Flüchtlingsaufnahmegesetzes gerecht. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass in fußläufiger Entfernung zu den Gemeinschaftsunterkünften die notwendigen Infrastruktureinrichtungen wie Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen und ÖPNV-Anschluss verfügbar sein müssen.

Die Bevölkerung in Igersheim wurde bei einer öffentlichen Veranstaltung bereits umfassend informiert. Zudem fand kürzlich eine weitere Informationsveranstaltung speziell für die Anwohner und Gewerbetreibenden im Umfeld statt. Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft werden durch Fachkräfte des Landratsamtes professionell sozial betreut, auch ein Hausmeisterdienst ist vorhanden. Darüber hinaus hofft die Landkreisverwaltung, dass die Einwohner von Igersheim die neuen Mitbürger positiv aufnehmen und sich ehrenamtliche Helfer ergänzend in die Betreuung einbringen werden. Hierzu laufen bereits Vorbereitungen.

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