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23.12.2015

Neue Gemeinschaftsunterkünfte in Werbach und Großrinderfeld belegt

Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis hat zwei neue Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge und Asylbewerber in Werbach und in Großrinderfeld fertig gestellt. Es handelt sich jeweils um Wohncontaineranlagen. In Werbach stehen insgesamt 39 Plätze zur Verfügung, von denen am vergangenen Donnerstag 36 belegt wurden. Bei den Bewohnern handelt es sich um Familien mit insgesamt 16 Erwachsenen und 20 Kindern aus Syrien. Die Anlage in Großrinderfeld bietet Platz für 51 Menschen. Hier zogen am Freitag zunächst 47 Männer aus Syrien ein.

Die Gemeinschaftsunterkünfte bieten jeweils Schlafräume, Duschen und Toiletten, eine Gemeinschaftsküche und einen Aufenthaltsraum. Die Bevölkerung in den Gemeinden Werbach und Großrinderfeld wurden zuvor in öffentlichen Informationsveranstaltungen umfassend unterrichtet. Die bisherigen Erfahrungen an sechs weiteren Standorten im Main-Tauber-Kreis zeigen, dass in modernen Wohncontainern eine gute und angemessene Unterbringung möglich ist.

Die Bewohner der neuen Gemeinschaftsunterkünfte werden durch Fachkräfte des Landratsamtes professionell sozial betreut, auch ein Hausmeisterdienst ist jeweils vorhanden. Darüber hinaus hofft die Landkreisverwaltung, dass die Einwohner von Werbach und Großrinderfeld die neuen Mitbürger positiv aufnehmen und sich ehrenamtliche Helfer ergänzend in die Betreuung einbringen werden. Entsprechende Vorbereitungen wurden bereits getroffen. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich bei der Gemeindeverwaltung Werbach oder Großrinderfeld melden. Dort gibt es weitere Informationen.

Nach einem Verteilungsschlüssel weist das Land Baden-Württemberg dem Main-Tauber-Kreis aktuell monatlich rund 1,2 Prozent der zu verteilenden Flüchtlinge zur vorläufigen Unterbringung zu. Dies entspricht rund 270 Menschen. Vor diesem Hintergrund bereitet die Landkreisverwaltung mit Hochdruck weitere Unterbringungsmöglichkeiten vor.

Insgesamt stehen nun im Landkreis bereits 1.203 Plätze für die vorläufige Unterbringung zur Verfügung, die bis auf Restkapazitäten alle belegt sind. Sie verteilen sich auf 19 Unterkünfte in zwölf von 18 Städten und Gemeinden. Im Sinne einer dezentralen und integrationsfreundlichen Verteilung werden mittelfristig alle Städte und Gemeinden im Landkreis einbezogen. Während in Wertheim eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Baden-Württemberg mit rund 1000 Plätzen besteht, richtet die Kreisverwaltung Schritt für Schritt in sämtlichen anderen 17 Städten und Gemeinden des Main-Tauber-Kreises Unterkünfte für die vorläufige Unterbringung von Flüchtlingen ein. Dies ist die zweite Stufe im Rahmen der Flüchtlingsunterbringung nach der Erstaufnahme.
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