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24.04.2015

Ehrenamts-Leiter appeliert an Flüchtlinge

Seit Anfang April leben 40 Männer aus acht Nationen in der neuen Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in der Tauberbischofsheimer Museumstraße. Das Heim wird von der Landkreisverwaltung betrieben, die auch für die professionelle soziale Betreuung und den Hausmeisterdienst sorgt. Ergänzt werden soll die Arbeit des Landratsamtes künftig durch das Engagement ehrenamtlicher Helfer, so wie es bereits in der vorübergehend eingerichteten Gemeinschaftsunterkunft auf dem Tauberbischofsheimer Laurentiusberg erfolgreich praktiziert wird. Hans-Jürgen Reusch, der als einer der Koordinatoren des „Runden Tischs Asylbewerber Tauberbischofsheim“ die Arbeit der freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer in Tauberbischofsheim abstimmt, sucht dafür dringend weitere Mitstreiter. Bereits jetzt hat er sich den neu hinzugekommen Flüchtlingen in der Museumsstraße vorgestellt. Dabei bot er die Unterstützung von Ehrenamtlichen an und warb zugleich für ein gutes Miteinander von Gästen und Gastgebern in der Stadt.

Hans Jürgen-Reutsch, der die Arbeit der ehrenamtlichen Asylbetreuer in Tauberbischofsheim leitet, stellte sich in der neuen Gemeinschaftsunterkunft vor. Er bot Gastfreundschaft an und appellierte, die Regeln des Gastlandes zu beachten.
Hans Jürgen-Reutsch, der die Arbeit der ehrenamtlichen Asylbetreuer in Tauberbischofsheim leitet, stellte sich in der neuen Gemeinschaftsunterkunft vor. Er bot Gastfreundschaft an und appellierte, die Regeln des Gastlandes zu beachten.

„Es ist eine große Herausforderung, die ehrenamtliche Betreuung nun auch an einem zweiten Standort neben der ehemaligen Kaserne zu gewährleisten“, sagte Hans-Jürgen Reusch. Daher würden noch weitere Freiwillige gesucht, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit den Flüchtlingen engagieren möchten. Die Ehrenamtlichen unterstützen die Flüchtlinge im Alltag, organisieren zum Beispiel Sport- und Freizeitangebote, sammeln Kleiderspenden, begleiten bei Arztbesuchen oder unterstützen die Flüchtlinge beim Deutsch lernen. Interessentinnen und Interessenten können sich unverbindlich an Hans-Jürgen Reusch oder das Landratsamt wenden. „Die Begegnung mit den Menschen aus anderen Kulturen ist auch eine große Bereicherung. Außerdem sollte die große Not in vielen Krisenregionen der Erde eine Verpflichtung sein, sich für diese Menschen zu engagieren, die nun auf Zeit oder längerfristig bei uns leben“, sagt Reusch.

Bei seinem Besuch in der neuen Unterkunft in der Museumstraße traf Reusch kürzlich die allermeisten Bewohner. „Wir gehen davon aus, dass Sie zwingende Gründe hatten, Ihr Heimatland zu verlassen. Nun fühlen wir uns als Ihre Gastgeber“, sagte er den Bewohnern. Das Verhältnis zwischen Gast und Gastgebern sei jedoch in jedem Land der Erde gleich. „Wir Gastgeber sorgen für unsere Gäste und geben ihnen alles, was sie zum Leben benötigen. Gleichwohl ist es sehr wichtig, dass Gäste die Regeln des Gastlandes beachten.“

In der Gemeinschaftsunterkunft auf dem Laurentiusberg sei das Miteinander von Gästen und Gastgebern sehr gut gelungen. Die Flüchtlinge genössen in Tauberbischofsheim einen sehr guten Ruf. Daher bat er die Zuhörer, dieses positive Bild zu verstärken und es nicht zu beschädigen. „Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Tauberbischofsheim ist für Sie. Es gibt nur wenige, die kritisch eingestellt oder ängstlich sind“, sagte Reusch den Flüchtlingen. Um negative Vorurteile nicht zu bestärken, riet er den Flüchtlingen, einander zu helfen und einen guten Kontakt untereinander sowie zu den Asylbewerbern auf dem Laurentiusberg zu pflegen. Nach außen hin sollten die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Einigkeit demonstrieren. Falls einzelne Asylbewerber jedoch Straftaten begehen würden, könne das die Stimmung in der Bevölkerung umkippen lassen. „Viele Menschen können dann nicht mehr auseinanderhalten, dass dies die absolute Ausnahme ist und verurteilen alle Asylbewerber pauschal“, machte er deutlich. Die Ehrenamtlichen wollten hier Aufklärungsarbeit leisten. Vor allem jedoch müssten die Asylbewerber durch ihr Verhalten selbst überzeugen und aufeinander achten.

Hans-Jürgen Reusch bot den Asylsuchenden die Hilfe von Ehrenamtlichen an, um mit den Tauberbischofsheimern in Kontakt zu kommen und ein gutes Verhältnis aufzubauen. „Wir wollen Ihnen bei allen Schwierigkeiten in diesem Ihnen völlig unbekannten Land helfen.“ Seine Ansprache wurde von Sozialbetreuerin Sylvia Karner ins Englische und von mehreren Bewohnern in verschiedene andere Sprachen übersetzt.

INFO:
Interessenten an einer ehrenamtlichen Mitarbeit in einem Asylhelferkreis – auch in anderen Teilen des Main-Tauber-Kreises – wenden sich an die Koordinatorin der Sozialbetreuung im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Sylvia Karner, Telefon 07931/4827-6393, E-Mail: sylvia.karner@main-tauber-kreis.de.

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