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Weitere Informationen zur Sperrgutanmeldung ("Sperrmüll auf Abruf")

Durch die Sperrmüllabfuhr auf Abruf soll gewährleistet werden, dass jeder Haushalt die Sperrmüllabfuhr bei Bedarf individuell anfordern kann und die bereitgestellten Gegenstände termingerecht abgeholt und entsorgt werden können. Mit einer Antragskarte oder über ein Online-Formular meldet man den zu entsorgenden Sperrmüll beim Abfallwirtschaftsbetrieb Main-Tauber-Kreis (AWMT) an.

Antragskarte oder Online-Formular

  • Die Antragskarte wird per Post an den AWMT übermittelt. Alternativ kann das Online-Formular genutzt werden.
  • Nach Antragsstellung erhält der Bürger ein Antwortschreiben mit dem für ihn geltenden Abfuhrtermin.
  • Es können keine Gegenstände nachgemeldet oder spontan dazugestellt werden, weil dies jede Planung unmöglich machen würde.
  • Der Abholtermin liegt durchschnittlich im Zeitraum von vier Wochen nach Antragstellung.
  • Die Sammeltouren werden auf Basis der gestellten Anträge geplant. Wie bisher werden Sperrmüll und Altholz getrennt durch die beauftragte Firma Kühl abgefahren. Pro Sammeltour können zwischen 30 und 40 Haushalten berücksichtigt werden, je nach Menge des angemeldeten Sperrmülls und Altholzes. Damit dieses System gut funktioniert, müssen die Antwortkarten sehr sorgfältig ausgefüllt werden, ansonsten sind Rückfragen durch den AWMT erforderlich. Der AWMT appelliert an alle Haushalte, dies zu beachten.

Sperrmüll korrekt bereitstellen

  • Der angemeldete Sperrmüll darf frühestens ab 19 Uhr des Vortages und muss bis spätestens 6 Uhr am Abfuhrtermin zur Abholung am Bürgersteig bereitgestellt werden. Die Bereitstellung hat so zu erfolgen, dass dieser nicht auf dem privaten Grundstück steht, sondern auf einem öffentlichen Gehweg beziehungsweise auf öffentlicher Fläche, ohne dass Verkehrsbehinderungen entstehen.
  • Sperrmüll wird nur in haushaltsüblichen Mengen abgefahren.
  • Nach der Abfuhr der Sperrmüllgegenstände muss der Lagerort vom Antragsteller gereinigt werden.
  • Pro Jahr sind maximal zwei Abfuhren von Sperrmüll auf Abruf pro Haushalt möglich. Dementsprechend sind im Abfallratgeber, den jeder Haushalt beim Kauf der Gebührenmarke erhält, zwei Antwortkarten enthalten. Auch Anforderungen über das Online-Formular werden registriert und mitgezählt. 
  • Zum Sperrmüll und Altholz zählen nur Gegenstände in haushaltsüblichen Mengen gemäß der Auflistung auf der Antwortkarte, die wegen ihrer Größe, ihrem Gewicht oder ihrer Materialbeschaffenheit selbst nach zumutbarer Zerkleinerung nicht in die Restmülltonne oder in die Hausmüllsäcke eingefüllt werden können. 
  • Zum Sperrmüll gehören insbesondere nicht: Abbruchmaterial, Altreifen, Autoteile, Baustellenabfälle, Bauschutt, Elektro- und Elektronikgeräte, Wertstoffe (Altpapier, Styropor), Sperrmüll aus vollständigen Wohnungsauflösungen, Kunststoffe jeglicher Art (zum Beispiel Regenwassertonnen, Gartenstühle und -liegen), Fenster, Türen, Rollläden, befüllte Kartons oder Säcke (beispielsweise Tapeten und Hausmüll), mit Holzschutzmitteln behandeltes und im Außenbereich eingesetztes Holz sowie Fernseher und Bildschirme.

Express-Lösung

Immer wieder muss in einzelnen Haushalten sofort Sperrmüll entsorgt werden – beispielsweise, wenn eine neue Einbauküche angeliefert wird und die alte Küche nicht bis zur Sperrmüllabfuhr in der Garage o.ä. gelagert werden kann. In solchen Fällen kann Sperrmüll während der Öffnungszeiten zu einem der Recyclinghöfe im Main-Tauber-Kreis gebracht werden. Dort werden für Sperrmüll-Anlieferungen im Normalfall zehn Euro je angefangenen halben Kubikmeter berechnet. Alternativ kann auch eine Antwortkarte zur Bestellung des „Sperrmülls auf Abruf“ abgegeben werden. Dann wird auf dem Recyclinghof eine haushaltsübliche Menge Sperrmüll kostenlos angenommen.

Hintergrund: Warum Sperrmüll auf Abruf?

Im gesamten Main-Tauber-Kreis wurde zum 1. Januar 2016 der „Sperrmüll auf Anruf“ eingeführt. Dieses System wurde zwei Jahre lang als Pilotprojekt in der Großen Kreisstadt Wertheim und ihren Stadtteilen erprobt und hat sich dort sehr gut bewährt. Deshalb wurde das System durch Beschluss des Kreistages auf den gesamten Landkreis ausgedehnt. Der „Sperrmüll auf Abruf“ ersetzt die bisherige Straßensammlung.

Anlass für die Einführung des „Sperrmülls auf Abruf“ war vor allem, dass die von den Bürgern bereitgestellten Gegenstände regelmäßig nach brauchbaren Gegenständen durchsucht worden sind. Dafür waren hauptsächlich organisierte Sperrmüllsammler aus osteuropäischen Ländern verantwortlich, die an den Vortagen der Abfuhrtermine unablässig mit ihren Kleinbussen durch die Städte und Ortschaften kreisten. Infolge dieser Aktivitäten entstanden regelmäßig unschöne Verunreinigungen des Stadtbildes – nicht nur in den Straßenzügen selbst, sondern auch an „Sammel- und Umschlagplätzen“, die von den Sperrmüllsammlern jeweils eingerichtet wurden.

Zudem blieben nach jedem Abfuhrtermin Gegenstände liegen, die nicht zum Sperrmüll gehörten und nur schwer oder gar nicht dem Eigentümer zugeordnet werden konnten, der sie im Rahmen der Abfuhr loswerden wollte. Dies galt insbesondere in den städtischen Bereichen des Kreisgebiets. Auch hierdurch wurde jeweils das Ortsbild beeinträchtigt und waren regelmäßig Nachreinigungen erforderlich. Die Erfahrungen in Wertheim haben gezeigt, dass diese unschönen Begleiterscheinungen der Straßensammlung durch den ‚Sperrmüll auf Abruf‘ weitestgehend vermieden werden können.

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