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11.03.2021

Elektroschrott vermeiden - die besten Tipps

Nach aktuellen Schätzungen werden im Jahr 2025 weltweit jährlich 60 Millionen Tonnen Elektro- und Elektronikschrott anfallen. In Elektrogeräten stecken wertvolle und teils seltene Rohstoffe wie zum Beispiel Kupfer, Aluminium, Gold oder Neodym. Wenn diese Rohstoffe recycelt und zurückgewonnen werden, schont das die natürlichen Ressourcen und das Klima. Außerdem enthalten Elektrogeräte mitunter auch gesundheitsgefährdende oder umweltschädliche Stoffe wie etwa Quecksilber in Energiesparlampen oder klimaschädigende FCKW-haltige Kältemittel in Kühlschränken. Diese Stoffe dürfen nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangen und werden deshalb durch das Recycling fachgerecht entsorgt.

Oberstes Ziel sollte es sein, den Anfall von Elektroschrott zu vermeiden. Braucht man wirklich ein neues Handy, nur weil es ein aktuelleres Modell gibt? Viele Elektrogeräte lassen sich auch reparieren. Repair Cafés, die es mittlerweile im Main-Tauber-Kreis gibt, können bei der Reparatur helfen. Durch den Verkauf von alten, funktionierenden Geräten auf Flohmärkten oder im Internet werden die nicht mehr benötigten Altgeräte weiter genutzt. Beim Kauf von Elektrogeräten sollte darauf geachtet werden, dass das Produkt mit Ersatzteilen nachgerüstet werden kann. Wenn trotz aller Bemühungen elektronischer Müll anfällt, dann kann der E-Schrott über die Recyclinghöfe im Main-Tauber-Kreis kostenlos entsorgt werden.

Alle Händler mit einer Verkaufsfläche von mindestens 400 Quadratmetern müssen kleine Elektroaltgeräte mit einer Kantenlänge von bis zu 25 Zentimetern (Handys, Toaster, Fernbedienungen) grundsätzlich kostenlos zurücknehmen. Dabei ist es egal, wo die Altgeräte ursprünglich gekauft wurden. Ist das Elektroaltgerät größer als 25 Zentimeter (Waschmaschine, Fernseher, Drucker), ist der Händler verpflichtet, das Altgerät bei Neukauf eines Geräts der gleichen Geräteart unentgeltlich zurückzunehmen. Diese Rücknahmepflicht gilt auch für den Versand- und Onlinehandel. Zusätzlich sollten bei batteriebetriebenen Geräten die Batterien und Akkus – soweit möglich – vorher entnommen und beispielsweise über die Recyclinghöfe entsorgt werden.

Elektrogeräte erkennt man an der „durchgestrichenen Abfalltonne auf Rädern“ auf dem Produkt, der Verpackung oder der Gebrauchsanweisung.

Die über die Recyclinghöfe gesammelten Elektroaltgeräte werden an zertifizierte Erstbehandlungsbetriebe übergeben. Diese prüfen zunächst, ob die Geräte repariert und wieder in Umlauf gebracht werden können. Ist dies nicht möglich, werden die Elektroaltgeräte von Flüssigkeiten, Schadstoffen und umweltschädlichen Bauteilen entfrachtet. Die Altgeräte werden dabei teils in Bauteile zerlegt und mechanisch zerkleinert. Anschließend werden die Teile in Materialfraktionen getrennt und je nach Fraktion an Kunstoffrecycler, Stahl-, Eisen- oder Kupferhütten beziehungsweise an andere Verwerter weitergegeben, recycelt oder energetisch verwertet.

Weiterführende Informationen gibt es im Abfallkalender, bei der Abfallberatungshotline unter der Telefonnummer 09341/82-4002 sowie im Internet unter www.main-tauber-kreis.de/abfallwirtschaft.

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