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Serie Kreistagswahl, Teil 5: Sozialhaushalt ist der größte Posten des Etats

Bei der Kommunalwahl am Sonntag, 26. Mai, bestimmen die Bürgerinnen und Bürger auch die Zusammensetzung des Kreistages. Als Vertretung der Einwohner und als Hauptorgan des Landkreises legt der Kreistag Grundsätze für die Verwaltung fest und entscheidet über alle bedeutenden Angelegenheiten des Landkreises, soweit nicht der Landrat zuständig ist oder ihm der Kreistag bestimmte Angelegenheiten übertragen hat. Die Aufgaben des Landratsamtes, das von Landrat Reinhard Frank geleitet wird, sind auf sechs Dezernate aufgeteilt. Diese bestehen jeweils aus mehreren Ämtern oder Einrichtungen. Heute stellen wir das Dezernat 4 „Jugend, Soziales und Gesundheit“ vor. Es wird von Elisabeth Krug geleitet. Der Sozialhaushalt ist mit einem Volumen von 73,3 Millionen Euro der größte Posten des Kreis-Etats.

Das Amt für Soziale Sicherung, Teilhabe und Integration bietet Menschen Hilfe und Unterstützung, die sich in einer Notlage befinden. Dazu gehören Schlagworte wie Sozialhilfe sowie Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, Wohngeld und Unterhaltssicherung, BAföG und Ausbildungsförderung sowie Bildung und Teilhabe. Das Amt ist ebenso zuständig für die vorläufige Aufnahme, Unterbringung und soziale Betreuung von Spätaussiedlern, Asylbewerbern und Flüchtlingen. Im Zuge des Flüchtlingsstromes ab 2015 musste die Kreisverwaltung neue Einrichtungen schaffen und diese später schnell wieder abbauen. Nun liegt der Fokus auf der Anschlussunterbringung durch die Städte und Gemeinden und auf der Integration. Hier konnten gute Erfolge erreicht werden. Für Menschen mit wesentlicher geistiger und mehrfacher Behinderung wird eine bedarfsgerechte und moderne Infrastruktur etabliert, unter anderem mit Neubauten für Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung als Projekte der kirchlichen Wohlfahrtsverbände. Aktuell steht die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes für Menschen mit Behinderung im Fokus.

Das Jugendamt hat die Aufgabe, für das Wohlergehen der Kinder und Jugendlichen Sorge zu tragen. Wenn dieses gefährdet oder verletzt wird, handelt es im Interesse des Kindes oder Jugendlichen und vermittelt Hilfe. Der Kreistag hat eine Initiative zur Schaffung von Familienzentren beschlossen. Heute verfügen zwei Drittel der Städte und Gemeinden über eine solche Einrichtung. Zudem wurde das Netzwerk Kinderschutz und Frühe Hilfen etabliert.

Das Amt für Pflege und Versorgung ist zuständig für das Schwerbehindertenrecht sowie die Leistungsgewährung nach dem Bundesversorgungsgesetz mit Nebengesetzen. Eine weitere Aufgabe stellt die Blindenhilfe dar. Daneben bildet die Hilfe zur Pflege einen Schwerpunkt. Reicht bei Pflegebedürftigkeit das eigene Einkommen und Vermögen nicht aus und besteht auch sonst keine Möglichkeit, die Kosten zu finanzieren, tritt das Amt ergänzend ein. Für 14 kreisangehörigen Städte und Gemeinden konnte die ambulante Palliativversorgung für Schwerstkranke in der letzten Lebensphase und ihre Angehörigen sichergestellt werden.

Darüber hinaus ist das Gesundheitsamt mit Betreuungsbehörde, Heimaufsicht und sozialpsychiatrischem Dienst wichtiger Teil des Dezernats. Hier wurden  eine Kommunale Gesundheitskonferenz mit Geschäftsstelle und eine Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle (IBB-Stelle) als Anlaufstelle in der psychiatrischen Versorgung  etabliert.

Das Jobcenter Main-Tauber wird als gemeinsame Einrichtung mit der Arbeitsagentur Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim geführt und erbringt Leistungen für Langzeitarbeitslose und ihre Familien mit der Zielsetzung der Arbeitsmarktintegration. Schließlich gehört der Kommunale Behindertenbeauftragte zum Dezernat.

INFO

Im Vorfeld der Kreistagswahl am 26. Mai werden in einer achtteiligen Serie die Aufgaben des Gremiums selbst und die des Landratsamtes vorgestellt.

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