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12.02.2020

"Nachhaltige Ernährung", Teil 3 von 5: Fleisch und Wurst müssen nicht täglich auf den Speiseplan

Zu Großmutters Zeiten gab es ein- oder maximal zweimal in der Woche Fleisch – den klassischen Sonntagsbraten eben, meist von den eigenen Tieren oder vom Bauern nebenan. Und selbst das konnten sich nicht alle Bürgerinnen und Bürger damals leisten. „Heute stehen Fleisch und Wurst mehrmals täglich auf dem Speiseplan vieler. Im Supermarkt, an der Tankstelle oder sogar online sind sie beinahe 24 Stunden täglich zu Dumpingpreisen verfügbar“, sagt Jennifer Herrmann, Sachgebietsleiterin für Ernährung, Haushalt und Verbraucherbildung beim Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis. Im Rahmen der landesweiten Ernährungstage ruft sie dazu auf, bewusster Fleisch zu essen.

Jennifer Herrmann: „Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt in ihren zehn Regeln schon seit jeher, mehr Obst und Gemüse zu essen. Aber nicht nur aus ernährungsphysiologischer Sicht ist diese Empfehlung sinnvoll.“

Grundsätzlich sollte der Fleischkonsum reduziert werden. Und vor allem auch die Wertschöpfungskette ausschöpfen – frei nach dem Motto „from nose to tail“, also von der Nase bis zum Ringelschwanz möglichst viel nutzen und verwerten. Denn wenn ein Tier sein Leben für die menschliche Ernährung lässt, dann sollte man nicht ein Drittel davon in die Mülltonne werfen, weil es nicht „edel“ genug ist. Wird die Anzahl der Fleischmahlzeiten reduziert, schont dies auch den Geldbeutel. Dieses „Gesparte“ kann man dann beispielsweise in Fleisch von Tieren investieren, die nach den eigenen Vorstellungen und in der Region gehalten werden.

Auch wenn es früher ein Zeichen von Armut war, hat der Sonntagsbraten in keiner Hinsicht an Bedeutung verloren und wäre nach wie vor sinnvoll – sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt. Zumal es eine schier unfassbar große Vielfalt an Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten gibt, die nur darauf wartet, entdeckt zu werden.“

ÜBER DIE SERIE

Das Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg ruft von 10. bis 14. Februar landesweit zu Ernährungstagen auf. In diesem Rahmen gibt das Sachgebiet Ernährung, Haushalt und Verbraucherbildung am Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis in einer fünfteiligen, täglichen Serie Anstöße und Anregungen zum nachhaltigen Umgang. Im nächsten Teil wird berichtet, wie man Lebensmittel am besten lagert, um einem frühzeitigen Verderb vorzubeugen. Für Fragen steht das Landwirtschaftsamt zur Verfügung, Telefon: 07931/4827-6325, E-Mail: jennifer.herrmann@main-tauber-kreis.de. Weitere Informationen und Broschüren sind unter www.main-tauber-kreis.de/landwirtschaftsamt verfügbar.

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