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Serie "Regionale Lebensmittel sind WERTvoll", Teil 3: der Kürbis

Der Kürbis wird nicht nur an Halloween zu Dekorationszwecken genutzt, sondern bereichert auch den herbstlichen Speiseplan. Im Rahmen der jährlich stattfindenden, landesweiten Aktion „Gutes Essen Erntedank“ sowie der Öko-Aktionstage widmen sich das Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis und die Bio-Musterregion Main-Tauber-Kreis dieser Gemüsesorte.

Weltweit wachsen rund 800 verschiedene Kürbissorten, von denen 200 essbar sind. Egal ob Butternut, Muskat oder Hokkaido: Jeder findet seine Lieblingssorte dieser Beere. Kürbisse zählen, wie Gurken oder Melonen, zum Fruchtgemüse. Botanisch gesehen handelt es sich bei der Kürbisfrucht demnach um eine Beere, die aber ganz schöne Ausmaße annehmen kann. Je nach Sorte und Kultur können sich enorme Früchte mit mehr als einem Meter Durchmesser, drei Metern Umfang und 150 Kilogramm Gewicht entwickeln.

Schwerer geht es natürlich auch. Zu Rekordzwecken werden tonnenschweren Früchte gezüchtet. „Ein absolutes Muss für alle Kürbis-Fans ist die Kürbisausstellung 2022 im Blühenden Barock in Ludwigsburg. Sie kann noch bis 4. Dezember besucht werden“, sagt Dagmar Heckmann aus dem Sachgebiet Ernährung und Hauswirtschaft im Landwirtschaftsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis.

Kürbisse sind kühl und trocken gelagert über mehrere Monate haltbar. Beim Einkauf sollte man dazu aber einige Dinge prüfen. Zum einen sollte der Kürbis keine Druckstellen aufweisen. Wenn man gegen ihn klopft, sollte er hohl klingen. Außerdem sollte der Stiel noch anhaften, damit das Prachtexemplar nicht verdirbt.

Der Kürbis kann vielfältig verwendet werden. Außer dem Fruchtfleisch sind auch die Blüten gefüllt oder frittiert sowie die Kerne geröstet oder zu Öl gepresst genießbar. Ob roh, als Suppe, als Ofengemüse oder süß-sauer eingelegt, der Rezeptvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Ernährungsphysiologisch ist der hohe Gehalt an Carotinoiden, der Vorstufe von Vitamin A, zu erwähnen, der auch die Farbe dieses Fruchtgemüses mitbestimmt.

Stefan Fiedler, Regionalmanager der Bio-Musterregion, der selbst Kürbisse anbaut, gibt noch einen wichtigen Hinweis: „Zierkürbisse sind aufgrund des hohen Gehalts am Bitterstoffs Cucurbitacin nicht zum Verzehr geeignet. Diese sind daher nur für das Auge gut!“

REZEPT-IDEE: Kürbis-Curry

Dazu einen Hokkaido-Kürbis (etwa 800 Gramm) halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch in zwei Zentimeter große Würfel schneiden. Eine Peperoni waschen, halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Ein Stück Ingwer und eine Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Zwei Zwiebeln schälen und würfen, eine Orange filetieren, die Orangenstücke einmal halbieren und zusammen mit dem Saft beiseite stellen. Vier Esslöffel Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen. In der gleichen Pfanne nun eine Esslöffel Öl erhitzen und Zwiebel, Peperoni und Knoblauch darin anschwitzen, mit einem guten Esslöffel Madras-Curry bestäuben und diesen leicht mit anrösten. Mit je 150 Milliliter Orangensaft und Gemüsebrühe ablöschen, das Kürbisfleisch dazugeben und etwa 15 Minuten schmoren. Nach dem Garen mit einem Becher Schmand, Salz, Pfeffer und Limettensaft abschmecken. Vor dem Servieren mit den Orangenspalten, Kürbiskernen und je einem Klecks Joghurt garnieren. Dazu passen Reis oder Bulgur. Guten Appetit!

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