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17.01.2020

Staatsforst wechselte vom Kreis in Anstalt ForstBW

Viele Jahre lang war das Forstamt im Main-Tauber-Kreis für die Beratung und die forstliche Betreuung aller Wälder zuständig, also für die Wälder des Landes, der Gemeinden, der Kirchen und der privaten Waldbesitzer. Zum 1. Januar 2020 wurde der Staatswald in eine eigenständige, das ganze Land überspannende Organisationsform überführt, nämlich ForstBW als Anstalt des öffentlichen Rechts.

Die Staatswalddistrikte wurden den neuen, regional gegliederten Forstbetrieben zugeordnet. Die Staatswälder im Nordteil des Kreises werden künftig vom Betriebsteil „Odenwald“ mit Sitz in Schwarzach betreut, die Staatswälder im mittleren und südlichen Main-Tauber-Kreis vom Betriebsteil „Tauberfranken“ mit Sitz in Waldenburg.

Im Kreisforstamt beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis verbleiben die Betreuung der Gemeinde- und der Privatwälder mit Beratung der Eigentümer sowie die hoheitlichen Aufgaben der unteren Forstbehörde, außerdem als neue spezielle Schwerpunktsetzungen die Waldpädagogik und Strukturverbesserungen in der Privatwaldbetreuung. Der Revierdienst wird künftig in 17 Forstrevieren im Kreis wahrgenommen. Die Vermarktung des gesamten Holzes wird die Holzverkaufsstelle im Landratsamt wahrnehmen.

Die Neugestaltung der Forstorganisation zieht auch personelle Maßnahmen nach sich. Die bisherige Leiterin des Forstamts, Forstdirektorin Dagmar Wulfes, wechselte in den Rems-Murr-Kreis, wo sie die Leitung des dortigen Kreisforstamts übernahm. Landrat Frank verabschiedete Dagmar Wulfes im Rahmen der Führungskräftekonferenz des Landratsamtes. Besonders würdigte er ihre Bereitschaft, nach einer Erziehungsphase wieder in Vollzeit in den Beruf einzusteigen und dabei eine wichtige Führungsaufgabe zu übernehmen. Sie habe das Forstamt in einer extrem herausfordernden Zeit übernommen. Denn im Zuge der Forststrukturreform zum Jahresbeginn 2020 war die Herauslösung des Staatswaldes aus dem bisherigen Einheitsforstamt zu betreiben. Zur weiteren Betreuung des Kommunalwaldes mussten Beförsterungsverträge mit allen Städten und Gemeinden geschlossen werden. Dagmar Wulfes habe einen tollen Job gemacht und das Amt mit Bravour geführt. Dabei habe sie stets Wert auf eine angenehme, menschliche Zusammenarbeit gelegt.

Dagmar Wulfes selbst sprach von drei gut investierten Jahren im Main-Tauber-Kreis. Zwar werde das Team des Forstamtes durch die Forststrukturreform zahlenmäßig fast halbiert, es bleibe aber auch eine gute Mannschaft beim Landkreis. Sie sei beim Landratsamt mit offenen Armen aufgenommen worden und habe mit allen gut zusammengearbeitet, insbesondere auch mit ihrem Dezernenten Werner Rüger und ihrem Stellvertreter, Forstdirektor Karlheinz Mechler. Dieser hat nun die Leitung des Forstamtes übernommen. „Bei ihm ist das Forstamt in besten Händen, so dass ich mit gutem Gewissen gehen kann“, sagte Dagmar Wulfes.

22 Mitarbeiter des Landkreises wechselten zu ForstBW. Konkret gingen die Forstrevierleiter Werner Frank, Rene Frank, Ulrich Weiland und Helmut Weimert, alle zwölf Forstwirte, die bisher im Staatswald im Main-Tauber-Kreis tätig waren, und auch alle sechs Auszubildende zum Forstwirt aus der Ausbildungsstelle in Ahorn zu den Staatsforstbetriebsteilen. Erster Landesbeamter Christoph Schauder verabschiedete die Mitarbeiter im feierlichen Rahmen.

Als Forstwirte wurden Anto Barukcic, Stephan Brameier, Hubert-Günter Engelhardt, Carsten Fischer, Bernhard Gessner, Albrecht Heißwolf, Erich-Erwin Knorr, Erwin Kudec, Paule Pfeuffer, Ulrich Trabold, Martin Wagner, Hans-Dieter Weihbrecht und Wolfgang Weis verabschiedet. Zur Landesanstalt wechselten zudem die Auszubildenden Jannik Ams, Marius Dörwaldt, Jannik Keppner, Hannes Knörzer und Felix Schmitt.

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