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25.04.2022

Spatenstich für Neubau der Straßenmeisterei in Külsheim

Die Bauarbeiten für den Neubau der Straßenmeisterei in Külsheim haben am Mittwoch mit dem offiziellen Spatenstich begonnen. Die neue Einrichtung entsteht auf einem Grundstück an der Boschstraße auf dem Areal der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne. Der Umzug der Straßenmeisterei soll noch vor der Winterdienstsaison 2023 / 2024 erfolgen. Die Gebäude am bisherigen Standort in Wertheim sind in einem sehr schlechten Zustand und nicht mehr auf dem Stand der Technik. Aus diesem Grund war ein Neubau notwendig.

Landrat Schauder: Freude über zeitgemäßen Neubau

„Die Straßen sind die Lebensadern unseres Landkreises“, sagte Landrat Christoph Schauder. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Straßenmeistereien leisten einen sehr wichtigen Beitrag dazu, dass die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in einem guten Zustand bleiben und zu jeder Jahreszeit sicher befahren werden können. Hierfür müssen ihnen eine zeitgemäße technische Ausstattung und ein ebensolcher Heimathafen zur Verfügung stehen. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir den in die Jahre gekommenen Betriebshof in Wertheim durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzen können“, erklärte der Landrat. Der Spatenstich sei ein weiterer wesentlicher Schritt bei diesem Großbauprojekt. Es handelt sich nach der Generalsanierung des Beruflichen Schulzentrums in Wertheim um das aktuell zweitgrößte Investitions- und Bauprojekt des Landkreises.

Bürgermeister Schreglmann: Großer Schritt bei Kasernen-Konversion

Külsheims Bürgermeister Thomas Schreglmann würdigte die wertvolle Arbeit der Straßenwärter bei Wind und Wetter. Hierzu sei es erforderlich, dass die Straßenmeistereien über eine gute Ausstattung verfügen. Mit dem Neubau in Külsheim sei man im nördlichen Landkreis für die nächsten Jahrzehnte gut aufgestellt. Zugleich bedeute die Ansiedlung einen „großen Schritt nach vorne“ für die Stadt bei der Konversion der früheren Kaserne. Der Neubau sei eines der größten Bauprojekte, die jemals in seiner Stadt umgesetzt wurden. Auch sei er sehr stolz darauf, dass nun erstmals eine Kreiseinrichtung in Külsheim angesiedelt werde.

Landtagsvizepräsident Prof. Dr. Reinhart: Zukunft kann man bauen

Landtagsvizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Reinhart sprach von einer großen Investition in die Zukunft des Landkreises und des Verkehrsstandortes Main-Tauber-Kreis. Die Straßenbauverwaltung leiste einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit. Dabei seien intakte Straßen nach wie vor essenziell, auch weil der Güterverkehr sich nicht vollständig auf die Gleise verlegen lasse. „Zukunft kann man bauen“, erklärte Reinhart, der zugleich der Stadt Külsheim eine hervorragende Entwicklung in den vergangenen Jahren bescheinigte.

Die bisherige Straßenmeisterei Wertheim ist neben den Straßenmeistereien in Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim eine der drei Betriebshöfe im Main-Tauber-Kreis. Sie betreut ein Streckennetz von 217 Kilometern im nördlichen Main-Tauber-Kreis und ist insbesondere für die stark befahrene Landesstraße 2310 und die entlang der Straße verlaufenden Steilhänge mit Steinschlaggefahr verantwortlich.

Die Hallen für Geräte und Fahrzeuge am bisherigen Standort der Straßenmeisterei in Wertheim entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Zudem sind alle Gebäude in einem sehr schlechten Zustand und Flächenreserven nicht vorhanden. Deshalb wurden die Standortverlagerung und der Neubau erforderlich. „Gleichzeitig hat damit die Firma KURTZ Ersa als direkte Nachbarin die Gelegenheit erhalten, ihren Standort künftig zu erweitern. Alle Beteiligten profitieren von der Maßnahme. Am Standort der bisherigen Straßenmeisterei in Wertheim wird durch die Firmenerweiterung ein wichtiger Beitrag zur Wirtschaftsförderung geleistet. Die Stadt Külsheim profitiert vom Neubau der Straßenmeisterei auf ihrer Gemarkung. Der Landkreis kann sich ebenfalls glücklich schätzen, da er in naher Zukunft eine neue leistungsfähigere Straßenmeisterei auf technisch modernstem Standard bekommt“, erklärte Landrat Schauder.

Die Firma KURTZ Ersa hat dem Land Baden-Württemberg das Gelände der bisherigen Straßenmeisterei abgekauft. Der Main-Tauber-Kreis als bisheriger Mieter darf es noch bis Ende 2023 kostenfrei nutzen. Dies wurde mit KURTZ Ersa vertraglich vereinbart.

Bis zu diesem Zeitpunkt soll der neue Betriebshof in Külsheim fertig gestellt und bezogen sein. Im Vorfeld waren unterschiedliche Flächen in Wertheim und Külsheim auf ihre Eignung als Standort einer neuen Straßenmeisterei überprüft worden. Der Kreistag des Main-Tauber-Kreises hat im Mai 2019, wie von der Verwaltung empfohlen, die Standortverlagerung nach Külsheim und den Grundstückskauf beschlossen. Das Amt für Immobilienmanagement wurde beauftragt, die Planung des neuen Betriebshofes vorzubereiten. Insgesamt sollen in das Projekt rund zwölf Millionen Euro investiert werden.

An dem Neubau der Straßenmeisterei Külsheim sind zahlreiche Firmen und Unternehmen beteiligt. Mit der Objektplanung wurde die ib Schweizer Planungsgesellschaft aus Blumberg, ein Ingenieurbüro für Bauwesen, beauftragt. Deren Geschäftsführer Jan Schweizer stellte den geplante Neubau stellvertretend für alle beteiligten Unternehmen vor. Die Straßenmeisterei wird aus einem Funktionalgebäude (64 x 48 Meter), einer Unterstellhalle für die Gerätschaften (72 x 9 Meter) und einer Streugutlagerhalle (31 x 13 Meter) bestehen, die auf dem rund 21.000 Quadratmeter großen Grundstück gebaut werden. Die Gebäude werden von den notwendigen Werkstraßen und Werkhofflächen eingefasst. Hinzu kommen 29 Stellplätze und drei Besucherparkplätze, so dass sich insgesamt rund 6900 Quadratmeter befestigte Betriebshofflächen ergeben.

Die Projektsteuerung übernimmt die Firma PSB Wasner aus Bad Griesbach. Die Firmen Konrad Bau aus Lauda-Königshofen und Brandel-Bau aus Tauberbischofsheim haben die derzeit größten Aufträge in der Ausführung erhalten. Insgesamt umfasst das Bauprojekt rund 50 Gewerke.

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