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18.12.2019

Sozialplanung für Senioren wird aktualisiert

Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der Main-Tauber-Kreis im Jahr 2030 nach dem Stadtkreis Baden-Baden die zweihöchste Altersstruktur in Baden-Württemberg aufweisen wird. Bereits aktuell gibt es teils Wartelisten in Pflegeheimen, Kurzzeitpflegeplätze sind nicht in ausreichender Anzahl vorhanden. „Die ambulante Versorgung ist in einem Flächenlandkreis eine Herausforderung. Der vorhandene Wohnraum ist oft nicht seniorengerecht und nicht barrierearm“, erklärt Sozialdezernentin Elisabeth Krug.

Aufgabe der Altenhilfe in den Kommunen ist es, den Bedürfnissen dieser zahlenmäßig wachsenden älteren Generation gerecht zu werden. Die Sozialplanung für Senioren kann hier eine Grundlage sein – sie zeigt auf, welche Angebote es bereits gibt, aber auch, wo Lücken in der Versorgung bestehen. Damit soll eine Basis geschaffen werden für die Weiterentwicklung einer bedarfsorientierten Versorgungs- und Infrastruktur in den Städten und Gemeinden des Landkreises.

Der Main-Tauber-Kreis hat sich deshalb für die Jahre 2019/2020 zum Ziel gesetzt, die Sozialplanung für Senioren aus den Jahren 2009 und 2014 zu aktualisieren und fortzusetzen. Erneut wird der Landkreis – wie bereits in den ersten beiden Plänen – in fünf Planungsräume (Raumschaften) eingeteilt, um eine wohnortnahe Versorgung trotz Flächenlandkreis zu gewährleisten:

  • Planungsraum 1: Creglingen, Niederstetten, Weikersheim
  • Planungsraum 2: Bad Mergentheim, Igersheim
  • Planungsraum 3: Ahorn, Assamstadt, Boxberg, Grünsfeld, Lauda-Königshofen, Wittighausen
  • Planungsraum 4: Großrinderfeld, Königheim, Külsheim, Tauberbischofsheim, Werbach
  • Planungsraum 5: Freudenberg, Wertheim

Bereits im April wurden die Städte und Gemeinden, die Träger der Altenhilfe sowie Kooperationspartner wie Kreisseniorenrat, VdK und der Behindertenbeauftragte über das Projekt informiert und um Mitwirkung gebeten.

Zwischenzeitlich konnte die Bestandserhebung und konnten die Befragungen mittels Fragebögen abgeschlossen werden. Die Plausibilitätsprüfung und Auswertung der Daten ist in Arbeit.

Erstmals wurde auch den Bürgerinnen und Bürgern des Main-Tauber-Kreises die Möglichkeit eingeräumt, sich zu beteiligen. Hierfür wurde eigens ein Fragebogen erstellt, der bei Veranstaltungen ausgeteilt und bei Städten und Gemeinden sowie im Landratsamt ausgelegt wurde. Die Befragung der Bürgerinnen und Bürger endet zum 31. Dezember 2019.

Im Dezember 2019 fand außerdem eine Besprechung mit den Städten und Gemeinden des Landkreises zur Bedarfsvorausschätzung im Bereich stationärer und teilstationärer Pflege statt.

Im ersten Quartal 2020 sollen die Raumschaftsgespräche mit Städten und Gemeinden, Trägern der Altenhilfe und Kooperationspartnern beginnen. In jeder der fünf Raumschaften sollen hier Handlungsempfehlungen zur Entwicklung eines differenzierten, bedarfsgerechten und abgestimmten Angebotes an Dienstleistungen und Beratung erarbeitet werden.

Bereits jetzt wird deutlich, dass die Zahl der stationären Pflegeplätze bezogen auf das Jahr 2025 nicht flächendeckend ausreichend ist. Neben Kommunen und Planungsräumen, die gut ausgestattet sind, gibt es Planungsräume mit Bedarf an weiteren stationären Plätzen. Neben stationären Plätzen sind es vor allem Kurzzeitpflegeplätze, die im Landkreis – und hier flächendeckend – benötigt werden. Ziel ist es, den neuen Seniorenplan bis Ende 2020 fertig zu stellen.

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