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06.11.2025

Mutige Menschen wurden mit dem Zivilcouragepreis geehrt

Der Förderverein Aktionskreis Sucht- und Gewaltprävention, Sicherheit und Gesundheitsförderung im Main-Tauber-Kreis e.V. (Förderverein AkS) hat am Dienstag, 4. November, im Landratsamt in Tauberbischofsheim den Zivilcouragepreis für den Main-Tauber-Kreis verliehen. Gewürdigt wurden insgesamt 13 Menschen, die in verschiedenen Situationen in herausragender Weise ihre Zivilcourage bewiesen haben. In diesem Jahr wurden die Preise von der Volksbank Main-Tauber-Neckar-Odenwald zur Verfügung gestellt, die sich hierbei jährlich mit der Sparkasse Tauberfranken abwechselt.

Die Preise übergaben im Wechsel Landrat Schauder als Vorsitzender des Fördervereins AkS, Polizeivizepräsident Markus Geistler als stellvertretender Vorsitzender sowie die weiteren Vorstandsmitglieder, Sozialdezernentin Elisabeth Krug vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis und Bürgermeister Joachim Döffinger (Assamstadt).

Landrat Christoph Schauder zeigte sich erfreut, dass auch in diesem Jahr Personen geehrt wurden, die durch ihr mutiges und beherztes Eingreifen in brenzligen Situationen andere Menschen vor Schaden bewahrt haben. Dabei sei selbstloses Handeln alles andere als selbstverständlich. Vielmehr werde in der Gesellschaft viel zu häufig weggeschaut, auch wenn die Hilfe sogar gesetzlich vorgeschrieben ist. Deshalb sei das Eintreten für die Gemeinschaft noch nie so wertvoll und wichtig gewesen. Gleichwohl müsse sich niemand selbst in Gefahr bringen. „Oftmals reichen kleine Dinge oder einfach nur ein offenes Ohr aus“, sagte er. Er dankte allen Preisträgerinnen und Preisträgern, da sie „maßgeblich Verantwortung übernommen“ hätten.

Landrat Schauder wies zudem darauf hin, dass es bei der Preisverleihung nicht etwa darum gehe, den spektakulärsten Fall in den Mittelpunkt zu rücken. „Vielmehr möchten wir die spontane Hilfsbereitschaft und die Mitmenschlichkeit der Handelnden hervorheben, die mit ihrem beherzten Eingreifen Leid verhindert haben.“ Zivilcourage beweise, wer in Aktion tritt, um anderen Menschen in einer gefährlichen Situation zur Seite zu stehen.

Polizeivizepräsident Markus Geistler machte deutlich, dass er weiterhin ein gutes Miteinander in der Gesellschaft gebe: „Wir sind uns einander nicht gleichgültig, es gibt nicht nur Hass und Hetze, sondern auch jeden Tag viele positive Beispiele für gute menschliches Zusammenleben.“

Bürgermeister Döffinger dankte der Polizei im Namen der Kommunen für ihre Arbeit und ihr Engagement. „Die Kommunen stehen hinter der Polizei“, erklärte er.

Die Feier wurde von dem Blechbläserquartett des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg unter der Leitung von David Torres musikalisch umrahmt.

Folgende Personen wurden geehrt:

Fall 1: Betrugsversuch vom 10. Dezember 2024 – „Enkeltrick“ / Schockanruf in Bad Mergentheim

Preisträger: Kurt Kröttinger, Mitarbeiter Volksbank, Weikersheim, 59 Jahre

Sachverhalt: Am Dienstag, 10. Dezember 2024, gegen 16.15 Uhr wurde der 88-jährige Geschädigte zu Hause von seiner angeblichen Enkelin angerufen und um Hilfe gebeten. Mit weinerlicher Stimme spielte die fremde Person eine Notlage vor, woraufhin das Telefonat von einer angeblichen Polizeibeamtin fortgeführt wurde. Scheinbar habe die Enkelin bei einem Verkehrsunfall eine schwangere Frau angefahren, weshalb Untersuchungshaft angeordnet worden sei. Dies könne nur durch Zahlung von 40.000 Euro abgewendet werden. Dieser „Deal“ wurde gleich von einem angenommenen Staatsanwalt abgesegnet.

Die Betrugsabsicht wurde durch den 88-jährigen Geschädigten nicht erkannt, sondern er begab sich unmittelbar nach dem Telefonat zur Volksbank in Bad Mergentheim, um dort den geforderten Geldbetrag abzuheben. Kurt Kröttinger erkannte im Gespräch mit seinem Kunden aber die Betrugsabsicht und verständigte daraufhin das örtliche Polizeirevier, wodurch der Betrug verhindert wurde und kein Schaden entstanden ist. Die im Anschluss durch zivile und uniformierte Polizeistreifen vorgenommenen Ermittlungen führten leider nicht zum Ergreifen eines der Täter.

Fall 2: Erfolgreiche Herz-Lungen-Wiederbelebung vom 15. Dezember 2024 in Tauberbischofsheim-Dittigheim

Preisträger: Barbara Hoch, Leitung Notaufnahme, Tauberbischofsheim-Dittigheim, 56 Jahre, und Regina Zembsch, Gesundheits- und Krankenpflegerin, Lauda-Königshofen-Unterbalbach, 43 Jahre

Sachverhalt: Am 15. Dezember 2024 fand im Tauberbischofsheimer Ortsteil Dittigheim in der St. Vituskirche ein Adventskonzert des „Singkreises Taktvoll Dittigheim“ statt. Kurz vor der anschließenden traditionellen Weihnachtsfeier der Sänger sackte ein männliches Mitglied plötzlich zusammen und war nicht mehr ansprechbar.

Die Preisträgerin Barbara Hoch begann sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, während die Preisträgerin Regina Zembsch einen Defibrillator aus dem Rathaus Dittigheim holte. Mit dem angelegten Defibrillator, der mehrmals auslöste, gelang es den beiden Frauen durch die gemeinsame Herz-Lungen-Wiederbelebung und Atemspende, den Sänger zu stabilisieren. Der Sänger erlangte sein Bewusstsein wieder und wurde im Anschluss durch das hinzugerufene DRK mit Sauerstoff und Infusionen versorgt.

Gemeinsam mit Sängerfreunden und DRK wurde der Patient in den Rettungswagen verbracht, wo er von einem Notarzt untersucht und dann ins Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim verbracht wurde. Dank des couragierten Einschreitens der Preisträgerinnen hat der Mann den Vorfall überlebt und kann sich bis zum heutigen Tage freuen, dass ihm das Leben nochmal geschenkt wurde.

Fall 3: Betrugsversuch vom 15. Januar 2025, falsches Gewinnversprechen in Wertheim

Preisträger: Mark Meisel, Mitarbeiter Sparkasse, Wertheim, 48 Jahre

Sachverhalt: Der 78-jährige Geschädigte erhielt von der angeblichen Firma „BestLotto“ ein Schreiben, das ein Gewinnversprechen enthielt. Durch die Zahlung eines monatlichen Betrags in Höhe von circa 75 Euro und eine einmalige Zahlung von mehr als 350 Euro sollte sich der Geschädigte die Teilnahmen an diversen Verlosungen sichern, bei denen ihm ein sicherer Gewinn und darüber hinaus weitere überdurchschnittliche Gewinnchancen in Aussicht gestellt wurden. Der Geschädigte hatte bereits eine Überweisung auf ein Konto veranlasst, aber der Preisträger erkannte die Betrugsabsicht und stoppte die Überweisung, so dass glücklicherweise kein wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Der Preisträger informierte die Polizei, die ihrerseits ein Strafverfahren einleitete und die Ermittlungen zu dem Betrugsversuch und der angeblichen Firma „BestLotto“ aufnahm.

Fall 4: Räuberischer Diebstahl vom 7. Juni 2025, Drogerie Tauberbischofsheim

Preisträger: Matthias Geiger (Vater), Kunde, Werbach, 59 Jahre / Sonja Maria Geiger (Mutter), Kundin, Werbach, 56 Jahre / Aaron Geiger (Sohn), Kunde, Konstanz, 26 Jahre / Kadriye Uras, Verkäuferin Drogerie, Tauberbischofsheim, 54 Jahre

Sachverhalt: Am Samstag, 7. Juni 2025, um 14.42 Uhr meldete die Preisträgerin Sonja Maria Geiger dem Polizeirevier Tauberbischofsheim einen renitenten Ladendieb in einem Drogeriemarkt in der Fußgängerzone von Tauberbischofsheim. Beim Eintreffen der Streifenbesatzung in dem Geschäft wurde ein Jugendlicher (zur Tatzeit 15 Jahre), der spätere Täter, von zwei Männern auf dem Boden festgehalten und dort fixiert.

Der Täter hatte in der Drogerie Ware ausgepackt und war hierbei beobachtet worden. Als er die Kasse passieren wollte, wurde er von der Preisträgerin Kadriye Uras angesprochen und gebeten, in seinen Rucksack blicken zu dürfen. Die Bitte wurde verneint und im weiteren Verlauf versuchte sich der Beschuldigte zu entfernen und zu fliehen. Hier stellten sich ihm Vater und Sohn der Familie Geiger in dem Weg. Der Flüchtige wurde durch die beiden Männer nicht nur gestoppt, sondern auch festgehalten.

Im weiteren Verlauf dieser Situation kam es zu einem Wortgefecht zwischen Kadriye Uras und dem Täter, in dessen Verlauf diese damit bedroht wurde, geschlagen zu werden. Hier gelang es dem Täter, sich plötzlich aus dem Griff der beiden Preisträger Matthias und Aaron Geiger zu lösen und seinerseits die Geschädigte in den Würgegriff zu nehmen. Zusammen fielen die Preisträgerin Kadriye Uras und der Beschuldige auf den Boden, wo der Würgegriff durch Matthias und Aaron Geiger gelöst und der Täter bis zum Eintreffen der Polizei fixiert werden konnte.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Rucksacks des Beschuldigten konnte durch die Polizei mehrere Artikel aus der Drogerie als Diebesgut aufgefunden werden. Die Strafanzeige als solche wurde aufgrund der Schwere der Tat schlussendlich von der Kriminalpolizei Tauberbischofsheim bearbeitet.

Fall 5: Betrug – Love-Scamming vom 11. August 2025, Bad Mergentheim

Preisträgerin: Elisabeth Hutsu, Mitarbeiterin Sparkasse, Bad Mergentheim, 24 Jahre

Sachlage: Im Oktober oder November 2021 lernte die Geschädigte einen Mann über Facebook kennen. Nach und nach bauten die beiden durch tägliches Schreiben und im Weiteren auch über Videoanrufe via Skype eine immer innigere Beziehung auf. Der Mann war stets aufmerksam und überhäufte die Geschädigte mit Komplimenten. So vertiefte sich der Kontakt und entstand ein Vertrauensverhältnis.

Nachdem er ihr Vertrauen gewonnen hatte, spielte er vor, sich in die Geschädigte verliebt zu haben und verkündete ihr, dass er eine rosige Zukunft für die beiden sieht. Mit diversem Entschuldigen und dem Vorspielen von Problemsituationen gelang es der Täterschaft über den gesamten Tatzeitraum hinweg, die Geschädigte hinzuhalten und zu einer Vielzahl von Geldzahlungen zu bewegen. Im Gesamten wurden durch die emotional maximal involvierte Geschädigte über 62.000 Euro an verschiedenste Konten in Deutschland, Italien, Belgien und Polen gezahlt – all dies im Gedanken, ihrem Traumprinzen zu helfen.

Zuletzt nahm sie einen Kredit in Höhe von weiteren 30.000 Euro bei der Sparkasse auf und wollte diese auf ein Konto in Malta überweisen. Die Überweisung erregte die Aufmerksamkeit der Preisträgerin, welche anfing, sich Gedanken zu machen. Sie entschied sich schließlich dazu, die Überweisung vorerst nicht durchzuführen und kontaktierte die Tochter der Geschädigten, um sicherzugehen, dass hier alles in Ordnung ist. Als die Tochter hierüber informiert worden war, meldete diese den Vorfall unverzüglich der Polizei. Erst zu diesem Zeitpunkt wurde der 68-jährigen Geschädigten so langsam bewusst, was in den letzten vier Jahren passiert war und dass sie praktisch alle Ersparnisse an eine nicht existente Liebe gezahlt hatte. Durch das bedachte Eingreifen der Preisträgerin konnte weiterer Schaden von noch größerem Ausmaß für die Geschädigten verhindert werden.

Fall 6: Körperverletzung an sechsjährigem Kind vom 5. Juli 2025, Bahnhof Lauda

Preisträger: Mohammed-Ali Fares, Schüler, Bad Mergentheim, zur Tatzeit 15 Jahre alt

Sachverhalt: Der Preisträger Mohammed-Ali Fares beobachtete am Bahnhof in Lauda, wie eine junge Frau einen circa sechsjährigen Jungen mehrfach mit der Hand in dessen Gesicht schlug. Der erst 15-jährige Preisträger fasste sich ein Herz und informierte die Polizei über die soeben beobachtete Straftat. Nach Absetzen des Notrufs ging der junge Mann zu der Frau und dem Kind und sprach sie energisch auf ihr Fehlverhalten an. Es muss gesagt werden, dass Mohammed-Ali Fares sich nicht nur der ihm unbekannten Frau stellte, die mit ihrem Sohn unterwegs war, sondern dass diese sich auch in Begleitung ihres Lebensgefährten befand.

Da der Preisträger am Bahnhof abgeholt wurde und die beteiligten Personen sich in den Zug nach Bad Mergentheim setzten, bat er eine ihm ebenfalls fremde Frau, die augenscheinlich den gleichen Zug besteigen wollte, die Personen im Auge zu behalten. Die durchreisende ältere Dame tat, worum sie gebeten worden war, und hielt sich im Zug in der Nähe der Personen auf. Am Bahnhof in Bad Mergentheim konnten die Personen nach der Meldung des Preisträgers und dank der Mithilfe der älteren Dame durch eine Polizeistreife kontrolliert werden. Im Rahmen der Sachverhaltsklärung durch die Polizei stellte sich heraus, dass das Kind vermutlich sowohl von seiner Mutter als auch von deren Lebensgefährten geschlagen worden war. Nur durch den Einsatz von Mohammed-Ali Fares konnten die Schläge gegen das Kind (zumindest zeitweise) gestoppt werden und die Polizei war in der Lage, Strafanzeigen gegen die beiden Erwachsenen zu fertigen. Wie üblich in solchen Sachverhalten wurde das zuständige Jugendamt über die Vorkommnisse informiert.

Fall 7: Räuberischer Diebstahl vom 15. August 2025, Einkaufcenter Igersheim

Preisträger: Kathrin Eva Maria Englerth, Weikersheim, 23 Jahre, und Waltraud Brigitte Englerth, Weikersheim, 63 Jahre, beide Kundinnen im Einkaufscenter

Sachverhalt: Zur Tatzeit befanden sich die Preisträgerinnen Kathrin und Waltraud Englerth im Eingangsbereich des Kauflands Igersheim, als sie auf einen jungen Mann aufmerksam wurden. Dieser junge Mann war durch eine Kassiererin angesprochen und darum gebeten worden, in dessen Rucksack blicken zu dürfen – an der Kasse hatte er zuvor nur versucht, sich einen Pfandbon ausbezahlen zu lassen. Dieser Bitte wollte der Mann aber nicht nachkommen und ergriff die Flucht. Er sprang über die Kassenabsperrung und rannte in Richtung Ausgang, wo sich die Preisträgerinnen befanden.

Beide Frauen entschieden sich, den flüchtenden Tatverdächtigen zu stoppen und versuchten ihn festzuhalten. Bei dem beherzten Einschreiten wehrte sich der Flüchtige mit ganzen Kräften und stieß Kathrin Englerth zur Seite, die hierdurch zu Boden fiel. Waltraud Englerth gelang es, den Täter an dessen Pullover zu packen und seine Flucht entscheidend zu verlangsamen. Der Beschuldigte reagierte hierauf, indem er seinen Rucksack gegen die Hand der Zeugin einsetzte und ihr hiermit auf die Hand bzw. auf die Finger schlug. Nur durch den Einsatz von Gewalt war ihm die Flucht auf den Parkplatz gelungen, aber diese währte nicht sehr lange, da er unmittelbar nach Verlassen des Marktes durch eine Polizeistreife festgenommen werden konnte. Bei der anschließenden Durchsuchung der Person und des Rucksacks konnte entsprechendes Diebesgut aus dem Einkaufscenter aufgefunden werden. Nur durch den couragierten und nicht ganz ungefährlichen Einsatz der beiden Preisträgerinnen war die Ergreifung des flüchtigen Täters möglich geworden.

Unglücklicherweise zogen sich beide Frauen durch die Gegenwehr des Täters Verletzungen einmal an der Hand und einmal am Rücken zu. Es ist zu wünschen, dass diese Verletzungen mittlerweile wieder verheilt sind. Noch am gleichen Tag wurde der Gesetzesbrecher der Kriminalpolizei übergeben, die die weitere Sachbearbeitung des räuberischen Diebstahls übernahm.

Fall 8: Betrugsversuch vom 10. Dezember 2024, „Enkeltrick“ / Schockanruf in Bad Mergentheim

Preisträgerin: Ulrike Pleninger, Bankmitarbeiterin, Wertheim, 63 Jahre

Sachlage: Am Freitag, 10. Januar 2025, gegen 14.30 Uhr, also kurz vor dem Wochenende, meldete sich eine unbekannte, männliche Person bei der 85-jährigen Geschädigten und gab sich als Polizeibeamter aus. Im Telefonat zwischen der Geschädigten und dem angeblichen Polizeibeamten schilderte dieser einen Verkehrsunfall, den angeblich die Tochter der Geschädigten verursacht habe. Bei diesem folgenschweren Unfall sei ein Kind getötet worden und die Verursacherin müsse hierfür unmittelbar in Haft, was nur durch die Zahlung einer Kaution abgewendet werden könne.

Als die Geschädigte daraufhin bei der Bank vorstellig wurde und einen ungewöhnlich großen Geldbetrag abheben wollte, wurde die Preisträgerin Ulrike Pleninger sofort hellhörig und informierte die Polizei. Durch die frühzeitige Information an das örtliche Polizeirevier Wertheim konnten verdeckte Maßnahmen durch Zivilkräfte zur Ergreifung der unbekannten Täterschaft gefahren werden. Während die Beamten sich bei der Geschädigten zu Hause befanden, wurde diese erneut von dem angeblichen Polizeibeamten angerufen. Nach Einweisung durch die Beamten wurde durch die Geschädigte versucht, mit dem Täter eine Geldübergabe zu vereinbaren, um diesen dort festnehmen zu können. Leider verzettelte sich die Geschädigte in dem Telefonat in Widersprüche und der Unbekannte brach daraufhin wortlos das Gespräch ab. Obwohl der Unbekannte nicht festgenommen werden konnte, muss man Ulrike Pleninger danke sagen, weil nur durch ihr Zutun ein großer Vermögensschaden verhindert werden konnte.

HINTERGRUND:

Förderverein AkS

Bereits im Jahr 2011 wurde der Förderverein AkS gegründet. Seine Aufgaben sind:

  1. Unterstützung des Aktionskreises Sucht- und Gewaltprävention, Sicherheit und Gesundheitsförderung im Main-Tauber-Kreis (vormals Aktionskreis Suchtprophylaxe)
  2. Initiierung von gesundheitsfördernden Maßnahmen, insbesondere der Sucht- und Gewaltprävention
  3. Unterstützung und Förderung von Präventionsprojekten von Eltern, Erziehern, Mitarbeitern von Betrieben und Institutionen, Mitarbeitern der Jugendarbeit und sonstigen Multiplikatoren
  4. Verbesserung der Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen und damit Erhöhung der Lebensqualität im Main-Tauber-Kreis und seiner Städte und Gemeinden
  5. Auszeichnung und Ehrung von Bürgern, die sich im Zusammenhang mit Zivilcourage verdient gemacht haben (Auszeichnung für Bürgerinnen und Bürger für Zivilcourage)
  6. Öffentlichkeitsarbeit

Zivilcouragepreis

  • Für das Jahr 2016 lobte der Förderverein AkS das erste Mal die Verleihung des Zivilcouragepreises an Bürgerinnen und Bürger im Main-Tauber-Kreis für couragiertes Handeln in verschiedenen Lebenssituationen aus. Es wurden damals sechs Preisträger aus vier Fällen geehrt.
  • Für das Jahr 2017 waren drei Preisträgerinnen und Preisträger aus zwei Fällen zu ehren.
  • Für das Jahr 2018 wurde eine große Zahl an Preisträgerinnen und Preisträgern gewürdigt, nämlich 24 Personen aus 12 Fällen.
  • Für die Jahre 2019 und 2020 wurden insgesamt 24 Frauen und Männer gewürdigt, die in 20 verschiedenen Situationen in herausragender Weise ihre Zivilcourage bewiesen haben. Für das Jahr 2019 wurden zwölf Personen aus neun Fällen geehrt, für das Jahr 2020 ebenfalls zwölf Personen, jedoch aus elf Fällen.
  • 2021 musste die Preisverleihung coronabedingt abgesagt werden.
  • Dafür gab es im Jahr 2022 zwei Preisverleihungen: im Frühjahr mit 24 Preisträgerinnen und Preisträgern und im Herbst mit 13 Preisträgerinnen und Preisträgern.
  • 2023 haben insgesamt 12 Preisträgerinnen und Preisträger den Zivilcouragepreis erhalten.
  • 2024 waren es 8 Fälle mit insgesamt 18 Preisträgern aus 9 Gemeinden und Städten des Main-Tauber-Kreises.
  • 2025 beziehen sich die Ehrungen auf 13 Fälle mit insgesamt 13 Preisträgern

Damit wurde insgesamt bereits 113 Personen eine Ehrung im Rahmen des Zivilcouragepreises zuteil.

Fotogalerie:

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