Sprungziele
Startseite
Öffnungszeiten
Kontakt
Ideen & Beschwerden
Vorlesen
Seiteninhalt
02.03.2018

Landrat zieht erste positive Bilanz zu Klimaschutzkonzept

Die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für den Main-Tauber-Kreis war im vergangenen Jahr ein wichtiges Thema für die Kreisverwaltung. Auch Bürger und Akteure waren eingebunden. Mit Blick auf die erzielten Fortschritte zieht Landrat Reinhard Frank eine erste positive Bilanz.

„Der CO2-Ausstoß je Einwohner liegt im Main-Tauber-Kreis aktuell bei 9,98 Tonnen im Jahr und damit knapp unter dem Bundesschnitt von zehn Tonnen, aber auch deutlich über dem Landesschnitt von 7,6 Tonnen. Wir müssen diesen Wert deutlich senken, um einen effektiven Klimaschutz zu gewährleisten“, erklärt Landrat Reinhard Frank. Ziele in einem optimierten Klimaschutzszenario seien eine Senkung des Energieverbrauchs für Wärme und Mobilität um jeweils 50 Prozent und für Strom um 17 Prozent. Die Ziele in diesem Klimaschutzszenario basieren hierbei auf den Ergebnissen der durchgeführten Potenzialanalyse und im Abgleich mit den Datengrundlagen einer Trend-Entwicklung ohne besondere Klimaschutzanstrengungen.

Die ursprüngliche Initiative für das Klimaschutzkonzept erfolgte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2016. Der Main-Tauber-Kreis bewarb sich um Fördermittel. Dann wurde die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Main-Tauber-Kreis ausgeschrieben und an eine externe Bietergemeinschaft vergeben, bestehend aus den Büros „energielenker“ aus Greven und „Klärle – Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt“ aus Weikersheim.

Im Jahr 2017 wurde mit der Erstellung des Konzeptes begonnen. Aufgabe der Bietergemeinschaft war es zunächst, eine Bestandsanalyse zu erstellen. Diese sollte aufzeigen, wo sich der Kreis in Sachen Energieerzeugung, Energieverbrauch, Nutzung Erneuerbarer Energien und bezüglich unzähliger weiterer Parameter aus den Bereichen Mobilität, Industrie, Wirtschaft, Gebäudesubstanz usw. derzeit befindet. Dies führte zu einer Übersicht über die aktuellen jährlichen Treibhausgasemissionen und auch der damit verbundenen Einstufung des Kreises auf globaler Ebene, bundesweit und innerhalb Baden-Württembergs.

Die Vorstellung erster Ergebnisse erfolgte bereits bei der Auftaktveranstaltung zum Klimaschutzkonzept im Mai 2017 im Kloster Bronnbach. Diese stellte zugleich auch den Start der Bürgerbeteiligung dar. Unter aktiver Teilnahme zahlreicher geladener Gäste aus Energiewirtschaft, Politik und Verwaltung sowie interessierter Bürger und vor allem bereits aktiver Protagonisten in Sachen Energiewende aus dem Kreis stellte Landrat Reinhard Frank die ideellen Verpflichtungen und Bestrebungen der Kreisverwaltung im Hinblick auf das Klimaschutzkonzept vor. Im Anschluss gaben die beiden beauftragten Büros einen ersten Überblick über bereits erlangte Ergebnisse und Einschätzungen.

Im zweiten Teil der Auftaktveranstaltung und auch in sechs weiteren Workshops im Juni und Juli wurden unter engagierter Bürgerbeteiligung Ziele, Ideen und Maßnahmen entwickelt, wie eine substanzielle CO2- und Treibhausgasreduzierung im Kreis erreicht werden kann.

Gemeinsam mit einer präzisierten Bestandserfassung und Ist-Analyse sowie einem Abgleich mit nationalen und internationalen Zielen wie Weltklimaabkommen (Paris Agreement), Energiekonzept der Bundesregierung und Klimaschutzfahrplan der Landesregierung wurden die Ergebnisse und Vorschläge aufgearbeitet und im Oktober einer zu diesem Zweck gegründeten Lenkungsgruppe erstmals vorgestellt.

Die Lenkungsgruppe besteht aus dem Landrat, Vertretern der betroffenen Dezernate der Kreisverwaltung, Vertretern der Kreistagsfraktionen und aus der Energiewirtschaft. Sie hatte die Aufgabe, die Einschätzung und Bewertung der ausführenden Büros zu beurteilen und gegebenenfalls im Hinblick auf individuelle Gegebenheiten im Kreis zu korrigieren. Weitere Aufgabe war die Definition und Priorisierung einzelner Maßnahmen unter den Aspekten der Durchführbarkeit und Wirtschaftlichkeit, aber auch unter weiteren Gesichtspunkten wie Erfolgsaussichten und Möglichkeiten der regionalen Wertschöpfung. Landrat Reinhard Frank zeigte sich überrascht über die vielfältigen Vorschläge und Ideen. „Klimaschutz wird im Main-Tauber-Kreis gelebt und fortentwickelt. Das zeigt uns, dass wir vor dem Hintergrund der Bundes- und Landesziele sowie mit gemeinsamen Anstrengungen und wichtigen Zielsetzungen auf einem guten Weg sind“, lautet sein Fazit nach der jüngsten Gremiumssitzung.

Aktuell liegt der Lenkungsgruppe eine konkrete Maßnahmenliste zur Beurteilung und Kommentierung vor. Parallel hierzu erarbeiten die beiden beauftragten Büros die schriftliche Gesamtausarbeitung des Klimaschutzkonzeptes, die bis zur nächsten Arbeitssitzung Mitte März ebenfalls vorliegen soll. Eine Abschlussveranstaltung mit der Vorstellung des Klimaschutzkonzeptes und themenbezogenem Begleitprogramm wird dann unter Beteiligung von Umweltminister Franz Untersteller am 15. Mai im Kursaal in Bad Mergentheim folgen.

Seite zurück nach oben Seite drucken Seite weiterempfehlen