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11.02.2022

Landrat Christoph Schauder besucht die Becksteiner Winzer

Der Geschäftsführende Vorstand der Becksteiner Winzer, Michael Braun, gab Landrat Christoph Schauder vor kurzem einen Einblick in die Arbeit und die Gebäude der Genossenschaft. Die Winzergenossenschaft Beckstein besteht bereits seit 1894 und hat sich seitdem sukzessive vergrößert. Mittlerweile wird auf 30.000 Quadratmetern, verteilt auf sieben Stockwerke, Wein produziert, abgefüllt, gelagert und verkauft.

„Der Main-Tauber-Kreis bietet eine Besonderheit in Bezug auf den Weinbau. Hier treffen die drei Weinbaugebiete Baden, Württemberg und Franken aufeinander, das ist ein Alleinstellungsmerkmal“, sagte Landrat Christoph Schauder.

Michael Braun, der selbst in einer Winzerfamilie groß geworden und bereits seit Kindertagen mit dem Weinbau und den Becksteiner Winzern vertraut ist, berichtete dem Landrat über den Weinbau in Beckstein. „Unser Weinbaugebiet ist eines der kühlsten in Deutschland. Das zeichnet den Wein aber auch aus. Aufgrund der kühlen Nächte bleibt die Fruchtsäure in der Beere. Dadurch schmeckt der Wein sehr frisch und wegen des muschelkalkhaltigen Bodens auch fruchtig. Außerdem bildet sich weniger Alkohol“, erklärte Geschäftsführer Braun.

Michael Braun erläuterte, dass der Frühjahrsfrost jedes Jahr ein Problem darstelle. Um die Trauben davor zu schützen, gebe es an manchen Weinbergen spezielle Frostberegnungsanlagen. Sobald die Temperaturen in der Nacht zu weit fallen, werden die Reben beregnet. Um die jungen Triebe und Blätter bildet sich eine Eisschicht. Die dadurch entstehende Wärme bietet den zarten Trieben Schutz vor Frostschäden.

„Die größte Herausforderung für den Weinbau wird in den nächsten Jahrzehnten mit Sicherheit der Klimawandel sein“, stellte Schauder fest. „Der strukturelle Wandel bringt ebenfalls große Herausforderungen mit sich und ist bereits jetzt in den Betrieben spürbar“, ergänzte Braun.

Auch die Corona-Pandemie machte sich bei der Winzergenossenschaft bemerkbar. Abgesagte Veranstaltungen und geschlossene Gaststätten hätten dazu geführt, dass der Weinverkauf in den Supermärkten und dem Online-Vertrieb zugenommen habe, berichtete Geschäftsführer Braun. Im Gegensatz dazu sei der Ausbau des Exports aufgrund der Pandemie leider etwas erschwert worden.

In Deutschland werden jährlich 21 Liter Wein pro Kopf getrunken. Davon seien elf Liter aus dem Ausland, erklärte Braun. Daher haben es sich die Becksteiner Winzer zur Aufgabe gemacht, die Bürgerinnen und Bürger von der Qualität und dem Geschmack der heimischen Weine zu überzeugen „Im Marketing der Becksteiner Winzer hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan“, teilte Braun mit. Der Landrat stimmte ihm zu und teilte mit, dass „die Becksteiner Weine im Supermarktregal wirklich hervorstechen“.

Bei der Besichtigung der Gebäude erklärte Michael Braun, dass das erste Gebäude bereits 1904 gebaut wurde. Die Sanierung der alten Gebäude werde nach und nach angegangen. Beispielsweise konnte bereits die Hälfte der insgesamt 4000 Quadratmeter großen Dachfläche erneuert werden und gleichzeitig Photovoltaik zur Erzeugung von Strom für den Eigenverbrauch installiert werden.

Die Becksteiner Winzergenossenschaft beschäftigt 30 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 158 aktive Winzerinnen und Winzer sind der Genossenschaft angeschlossen. Zudem gibt es 100 passive Mitglieder. Der Wein wird in 21 umliegenden Weinorten von Werbach bis Unterschüpf angebaut. Die Rebfläche der Winzergenossenschaft beträgt 250 Hektar. Jährlich werden 2,2 Millionen Liter Wein produziert.

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