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22.05.2019

Kompensationsflächen an Gemeinde Werbach übergeben

Im Zusammenlegungsverfahren Werbach-Niklashausen wurden infolge diverser Baumaßnahmen verschiedene Kompensationsmaßnahmen nötig. Diese setzte die Teilnehmergemeinschaft um und wurde dabei fachlich durch das Vermessungs- und Flurneuordnungsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis begleitet.

Im Beisein des Vorstandes der Teilnehmergemeinschaft und von privaten sowie behördlichen Naturschutzvertretern wurden die Kompensationsmaßnahmen nun offiziell an die Gemeinde Werbach übertragen. Bürgermeister Ottmar Dürr erhielt einen detailliert ausgearbeiteten Pflegeplan, um die verschiedenen Maßnahmen langfristig zu erhalten und weiter zu entwickeln. Diese sind sowohl auf die Aspekte des Landschaftsbilds wie auch auf die Biodiversität und den Artenschutz ausgelegt. Damit geht nun insbesondere die Verantwortung für die Pflege und Entwicklung dieser Flächen an die Gemeinde Werbach über.

Bürgermeister Ottmar Dürr hob die besondere Verantwortung der Gemeinde Werbach hervor, die sich insbesondere auf Grund der aktuellen Erkenntnisse über den Verlust an Lebensräumen und das Artensterben ihrer Verantwortung bewusst sei. Zusätzlich muss die wertvolle heimische Kulturlandschaft gepflegt und erhalten werden. Die Gemeinde werde die übergebenen Flächen nun gewissenhaft pflegen, sagte Bürgermeister Dürr.

Die Übergabe fand exemplarisch an einer auf 40 ar entbuschten Fläche am landschaftsprägenden Trockenmauergebiet Mühlberg in Niklashausen statt. Dort kommt beispielsweise noch der nordische Streifenfarn vor, eine im Naturraum mittlerweile seltene Art. Neben dieser Maßnahme wurden weitere Entbuschungen vorgenommen. Zusätzlich wurden 17 Meter Trockenmauern saniert und 15 Meter Trockenmauern neu errichtet, Höhlen für Fledermäuse und Vögel montiert sowie eine Waldparzelle aus der Nutzung genommen.

Der Landespfleger des Flurneuordnungsamtes, Jonas Treml, stellte die umgesetzten Maßnahmen vor und erläuterte die vorgesehenen Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Das Flurneuordnungsamt steht der Gemeinde auch weiterhin beratend zur Seite. Eine örtliche Überprüfung der fachgemäßen Umsetzung der Pflegemaßnahmen findet regelmäßig durch die zuständigen Stellen statt. Insgesamt wurden rund 1,5 Hektar Fläche für Naturschutzzwecke in öffentliches Eigentum überführt. Der Leitende Ingenieur des Verfahrens, Jörg Hammerl, bedankte sich bei den Vorständen der Teilnehmergemeinschaft sowie der Gemeinde für die stetige Unterstützung im gesamten Verfahrensablauf. Zusätzlich hob er den nun entstandenen Mehrwert infolge der Flurbereinigung für die Gemeinde und für alle Teilnehmer des Verfahrens hervor.

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