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28.06.2022

Jugendhilfeausschuss: Nachfrage nach Kinderbetreuungsangeboten steigt

Der Jugendhilfeausschuss des Main-Tauber-Kreises hat vor kurzem im Landratsamt getagt. In der Sitzung wurde Michael Müller als neues Mitglied verpflichtet. Auf der Tagesordnung standen auch der Ausbaustand der Kindertagesbetreuung und die Qualifizierung von Tagespflegepersonen sowie Vertretungsmöglichkeiten in der Kindertagespflege. Thema war auch die Entwicklung des Jugendfonds Main-Tauber-Kreis.

Die Verwaltung gab einen Überblick über den Ausbaustand der Kleinkindbetreuung (bis drei Jahre), die Betreuung im Kindergartenalter (drei bis sechs Jahre) und die Schulkindbetreuung (sechs bis zehn Jahre) zum Ausbaustand 31. Dezember 2021. Aufgrund der Schwankungen in der Bevölkerungsentwicklung bedarf es demnach einer stetigen und sorgfältigen Bedarfsplanung. Insgesamt steigt die Nachfrage der Eltern nach Betreuungsangeboten in allen Altersgruppen weiter an. Dabei bezieht sich der Anstieg nicht nur auf die Plätze als solche, sondern auch auf die Betreuungsumfänge.

Der Tageselternverein Main-Tauber-Kreis berichtete über die Qualifizierung von Tagespflegepersonen und über Vertretungsmöglichkeiten in der Kindertagespflege. Der Landkreis kooperiert seit dem Jahr 2003 mit dem Verein, der unter anderem mit der Qualifizierung neuer Tagespflegepersonen und der Schaffung von Betreuungsmöglichkeiten in Ausfallzeiten der Tagespflegepersonen beauftragt ist. Durch eine Änderung der Verwaltungsvorschrift zur Kindertagespflege des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Anfang 2021 ist eine veränderte und vor allem umfangreichere Qualifizierung der Tagespflegepersonen erforderlich. Tagespflegepersonen müssen daher nun 300 anstelle von zuvor 160 Unterrichtseinheiten absolvieren, bevor sie als solche tätig werden dürfen. Zur Sicherstellung der Qualifizierung von Tagespflegepersonen hat der Main-Tauber-Kreis im Jahr 2021 eine Förderung in Höhe von 28.223 Euro aus Landesmitteln erzielt. Der Landkreis förderte den Tageselternverein mit einem Zuschuss in gleicher Höhe, so dass dem Verein insgesamt eine Förderung von 56.446 Euro für die Aufgaben der Qualifizierung zur Verfügung stand.

Die Vertretungsregelung für die Betreuung von Kindern in der Kindertagespflege wird in Form eines Tandemmodells umgesetzt. An mehreren Standorten arbeiten jeweils zwei Tagespflegepersonen in der Weise zusammen, dass sie einen Freihalteplatz zur Verfügung stellen. Dieser wird ausschließlich für den Vertretungsfall einer erkrankten Tagespflegeperson genutzt.

Darüber hinaus wurde in der Ausschusssitzung über die Entwicklung des Jugendfonds von Januar 2021 bis Mai 2022 berichtet. Mit dem Fonds werden regelmäßig Kinder, Jugendliche und Heranwachsende mit relativ geringen finanziellen Einzelfallaufwendungen in elementaren lebenspraktischen Angelegenheiten unterstützt und individuelle Benachteiligungen ausgeglichen. Der Jugendfonds finanziert sich außer durch Einzelspenden vor allem aus Bußgeldern der Gerichte. Während der Kapitalbestand des Jugendfonds bis 2017 deutlich abgeschmolzen war, hatte sich im Laufe der vergangenen Jahre die finanzielle Ausstattung deutlich entspannt.

Michael Müller, Vorstandsmitglied des Caritasverbandes im Tauberkreis e.V., war in der Kreistagssitzung am 25. Mai als stimmberechtigtes Mitglied in den Jugendhilfeausschuss gewählt worden. Er wurde von der Liga der freien Wohlfahrtspflege im Main-Tauber-Kreis zur Wahl vorgeschlagen und folgt auf den ausgeschiedenen Matthias Fenger. Müller wurde in der aktuellen Sitzung durch Ersten Landesbeamten Florian Busch zur ehrenamtlichen Tätigkeit im Jugendhilfeausschuss verpflichtet. Erster Landesbeamter Busch lobte die Bereitschaft, dieses wichtige und interessante Ehrenamt zu übernehmen und wünschte Müller viel Freude bei der neuen Aufgabe.

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