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07.09.2022

Holzrestaurierung in Bronnbach dringend erforderlich: Barocker Felderboden im Josephsaal wird restauriert

Der barocke Felderboden im Josephsaal wird seit April von den Holzrestauratoren des Ateliers Uttenrodt aus Benningen (Landkreis Ludwigsburg) restauriert. Vorausgegangen war eine Bestandsuntersuchung mit dem Ergebnis, dass schnell gehandelt werden muss, um die Originalsubstanz des Holzbodens zu erhalten.

Der Holzboden im Josephsaal ist eine absolute Rarität. Es ist noch der originale Boden aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit Intarsien aus Eichenholz. Um den Josephsaal weiterhin als Fest- und Empfangssaal nutzen zu können und gleichzeitig den Boden zu schonen, bedarf es in Zukunft einiger Anpassungen. Das betrifft beispielsweise die Bestuhlung des Saals. Hier soll den Empfehlungen aus dem Schadengutachten gefolgt und es sollen Vorkehrungen getroffen werden, um punktuelle Belastungen des Bodens künftig zu vermeiden.

„Die Restaurierungsarbeiten sind in fünf Bauabschnitte aufgeteilt, um die über die Jahre aufgetretenen Schäden zu beheben. Mit Beginn des ersten Bauabschnitts im April hatten die Arbeiten abschnittsweise begonnen, so dass Führungen weiterhin möglich waren und Veranstaltungen nicht abgesagt werden mussten“, sagt Kulturamtsleiter Frank Mittnacht. Bei den Restaurierungsarbeiten wurden speziell für diesen Holzboden angepasste Methoden eingesetzt. Diese ermöglichten es, die hohl liegenden Schwachstellen der Holzbodenkonstruktion substanzschonend und denkmalgerecht zu hinterfüllen und zu festigen. Fehlstellen wurden ergänzt, die Holzoberfläche wurde gereinigt und die ergänzten Holzteile wurden farblich an die originalen Bodenbretter und Eichenfriese angepasst. Außerdem wurde auf dem gesamten Boden der Schutzüberzug mit einer Hartölmischung aufgebracht. Im fünften und letzten Bauabschnitt im Oktober erhält der Boden den abschließenden Schutzüberzug und wird danach für alle Besucherinnen und Besucher der Klosteranlage wieder in „altem“ Glanz erstrahlen.

Für die Bodenrestaurierung sind rund 81.000 Euro veranschlagt. Etwa ein Drittel davon wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

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