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24.05.2019

Erster Schritt der Breitbandinfrastruktur im Main-Tauber-Kreis realisiert

Der Main-Tauber-Kreis ist als einer der ersten Landkreise in Baden-Württemberg flächendeckend an das schnelle Internet angeschlossen. Die Breitbandinfrastruktur wurde in den vergangenen beiden Jahren realisiert. In einer Feierstunde im Landratsamt in Tauberbischofsheim wurde jetzt die Fertigstellung gewürdigt.

Landrat Reinhard Frank erklärte, dass nun 97,5 Prozent aller Anschlüsse im Main-Tauber-Kreis mit dem schnellen Internet versorgt sind. Im mit öffentlichen Mitteln geförderten Ausbaugebiet verfügen mehr als 99 Prozent der Anschlüsse über eine Mindestbandbreite von 50 Mbit/s. Er dankte den Vertretern der Deutschen Telekom Technik GmbH besonders für die zusätzlichen eigenfinanzierten Leistungen. Insgesamt wurden für diesen ersten Bauabschnitt rund 60 Millionen Euro investiert. Landrat Frank stellte das Miteinander über mehrere Ebenen heraus. Er erwähnte die Interkommunale Vereinbarung aller Städte und Gemeinden mit dem Landkreis und die Zusammenarbeit mit Bund und Land. Ebenso dankte er der Lenkungsgruppe, die sich aus den Bürgermeistern Wolfgang Vockel (Tauberbischofsheim), Wolfgang Stein (Wertheim) und Marcus Wessels (Wittighausen) sowie Dezernent Jochen Müssig und Amtsleiter Rico Neubert von der Kreis-Wirtschaftsförderung zusammensetzte.

Als Vertreterin des Bundes bestätigte Bundestagsabgeordnete Nina Warken, dass Wirtschaft und Gesellschaft dort investieren, wo eine digitale Infrastruktur besteht. Die Breitbandförderung des Bundes werde daher mit Sonderaufrufen fortgesetzt. Sie dankte deshalb auch der Landkreisverwaltung, dass die entsprechenden Anträge für die Gewerbegebietserschließung, für die Schulen und die verbliebenen weißen Flecken auf den Weg gebracht sind. Zum Schluss ihrer Ausführungen dankte sie dem Land Baden-Württemberg für das Miteinander. Inzwischen sind in Baden-Württemberg 42 Breitbandprojekte initiiert. „Nur in vier Landkreisen in Baden-Württemberg wird gegenwärtig an der Breitbandinfrastruktur gebaut – der Main-Tauber-Kreis ist einer davon“.

Der Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Wolfgang Reinhart sagte, dass der Abschluss des Basiskonzeptes nur ein Zwischenschritt ist. Die Breitbanderschließung müsse weitergehen und Glasfaser in alle Häuser geführt werden. „Die Breitbandversorgung ist heute Bestandteil der Daseinsvorsorge.“ Das Land Baden-Württemberg habe seine Fördermittel verdreifacht, und dieses Geld werde auch benötigt. Die Digitalisierung sieht er als große Chance für den ländlichen Raum. Mit einer guten Internetverbindung könnten viele Jobs auch ohne Pendlerbewegungen per Homeoffice erledigt werden. Er forderte von der Bundespolitik, auch die innerörtliche Erschließung voranzubringen.

Für die Deutsche Telekom Technik GmbH betonte der Leiter der Technik-Niederlassung Südwest, Frank Bothe, die erfolgreiche Kooperation zwischen der kommunalen Seite und der Telekom. Seit dem Spatenstich im April 2017 wurden im Main-Tauber-Kreis über 34.500 Haushalte mit Breitbandanschlüssen versorgt. Hier werden zwischen Verteilerkasten und Haus noch bestehende Kupferkabel genutzt. Hinzu kommen weit über 1000 Anschlüsse, die unmittelbar mit Glasfaser angeschlossen sind. Zudem erinnerte Frank Bothe daran, dass bis Ende 2019 auch 70 Schulen im Main-Tauber-Kreis an das Breitbandnetz angeschlossen werden. „Wir haben insgesamt 650 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und hierzu 270 Kilometer Tiefbau bewältigt“, sagte Frank Bothe. 270 Multifunktionsgehäuse wurden aufgestellt, außerdem 156 neue NVT-Verteilerkästen für die direkte Glasfaser-Anbindung von Häusern. Die gemachten Erfahrungen kommen anderen Regionen zu Gute.

Festredner war Internetpublizist Tim Cole aus Österreich. In seinem Vortrag bezeichnete er Digitalisierung, Vernetzung und Mobilität als die drei wichtigsten Trends der nächsten 30 Jahre.

Die Wirtschaftsförderung des Main-Tauber-Kreises wird die Breitbanderschließung im Landkreis fortsetzen. Zunächst werden die Schulen ans schnelle Netz angeschlossen, die Förderanträge für die Gewerbegebiete und restlichen weißen Flecken sind gestellt. Diese Projekte werden die nächsten zwei bis drei Jahre Zeit in Anspruch nehmen. In dieser Zeit wird die innerörtliche Erschließung vorbereitet, so dass Glasfaser in alle Haushalte gebracht werden kann. Informationen gibt es beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Dezernat für Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung, Gartenstraße 1, 97941 Tauberbischofsheim, Telefon 09341/82-5708, E-Mail wirtschaftsfoerderung@main-tauber-kreis.de, sowie unter www.main-tauber-kreis.de/breitbandausbau.

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