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15.01.2020

Demografie erfordert mehr selbständige Berufsbetreuer

Zunehmend mehr erwachsene Menschen, die wegen Krankheit oder Behinderung ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, benötigen einen Betreuer, der sie unterstützt und rechtlich vertritt. Dies ist auch eine Folge der demografischen Entwicklung und der Alterung der Bevölkerung. Wenn die Aufgabe des Betreuers nicht von Familienangehörigen übernommen werden kann, wird ein so genannter Berufsbetreuer vom Gericht bestellt. Auf die Möglichkeit, als Berufsbetreuer selbständig tätig zu werden, macht jetzt die Betreuungsbehörde des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis aufmerksam. Sie sucht nach geeigneten Personen.

Die selbständige Tätigkeit als Berufsbetreuer ist für all diejenigen geeignet, die eine verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit auf selbständiger Basis suchen. Ein Abschluss in einem kaufmännisch-verwaltenden, sozial-pädagogischen oder juristischen Beruf oder Studium ist für die tägliche Arbeit eines Berufsbetreuers empfehlenswert, allerdings nicht Voraussetzung.

Rechtliche Betreuer unterstützen und vertreten den Betreuten in den vom Betreuungsgericht festgelegten Aufgabenkreisen wie Vermögenssorge, Gesundheitssorge, Aufenthaltsbestimmung sowie Wohnungs- und Heimangelegenheiten. Sie erledigen den Schriftverkehr und stellen notwendige Anträge auf Sozialleistungen, übernehmen Behördengänge, verwalten und regeln die Finanzen, organisieren die pflegerische Versorgung und sind Ansprechpartner in den gesundheitlichen Belangen ihrer Betreuten.

Bei dem sehr breit gefächerten Personen- und Aufgabenkreis sind Erfahrungen im Umgang mit kranken und körperlich, psychisch, seelisch oder geistig behinderten Menschen hilfreich. Außerdem braucht es viel Einfühlungsvermögen und Respekt vor anderen Lebensweisen.

Interessierte können sich für weitere Informationen gerne an die Betreuungsbehörde des Landratsamts Main-Tauber-Kreis, Joachim Fischer, Telefon 09341/82-5565, oder Benedikt Schenk, Telefon 09341/82-5589, wenden.

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