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19.12.2019

Das kreisübergreifende Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber zieht nach vier Jahren eine positive Bilanz

Am 29. November 2019 lud das Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber (INW) zu ihrem 2. regionalen Fachtag in das Landratsamt Main-Tauber-Kreis in Tauberbischofsheim ein. Knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Region Heilbronn-Franken nahmen an der Abschlussveranstaltung des INW teil.

„Voneinander und miteinander lernen – das ist die wichtigste Erkenntnis“ betonte Karl-Heinz P. Kohn, Politologe und wissenschaftliche Lehrkraft an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Mannheim in seinem Fachvortrag, indem er ausführlich und sehr anschaulich die Beratungskompetenz in der beruflichen Arbeit mit Geflüchteten vorstellte. 

Wir ziehen Bilanz und was dann? Projektleiterin Dr. Silvia Keller eröffnete die Podiumsrunde mit einem Streifzug durch die vierjährige Projektarbeit des INW. Sie ging darauf ein, wie beide Kreise durch die Zusammenlegung ihre Kräfte gebündelt hätten; Erarbeitung von innovativen Ansätzen, individuelle Beratung für Geflüchtete, Arbeitgeber und Ehrenamtliche; Organisation und Abstimmung mit den Kooperations- und Netzwerkpartnern. All dies ist partnerschaftlich angegangen worden. Angebote wie z. B. Bewerbertraining, Werkstatttraining und spezielle Programme für Frauen wurden geschaffen. Und die Zahlenbilanz spiegelt die Qualität der Arbeit wieder: 1.140 Geflüchtete -  300 Personen mehr als ursprünglich geplant - konnten in dem vierjährigen Projektzeitraum aufgenommen werden. Im Netzwerkverbund u. a. mit den Jobcentern und der Agentur für Arbeit konnten 568 Personen vermittelt werden, davon 375 in Arbeit und jeweils knapp 100 Personen in Ausbildung und Schule.

Hartmut Kleinikel von IRIS e. V. moderierte das anschließende Podiumsgespräch mit den Teilprojektpartnern, dem Jobcenter Main-Tauber und dem Ausbildungsbetrieb Strabag aus Lauda-Königshofen. „Wir müssen unsere schulischen Anforderungen überdenken“ so Gebhard Stein vom Tübinger Institut für regionale Innovation und Sozialforschung (IRIS). Die Podiumsgäste sind sich einig, dass die soziale und berufliche Integration untrennbar sind. Die Arbeit des INW wird auch nach Projektende unter dem Dach des IvAF-Netzwerkverbundes NIFA, Werkstatt Parität Stuttgart fortgeführt. Kirsi-Marie Welt von NIFA erläutert dem Publikum, dass ab Januar 2020 die Teilprojekte Kolping Bildung und Soziales gGmbH, die IRIS e. V. und der Kreisdiakonieverband Hohenlohekreis ihre aufgebauten Beratungs- und Integrationsangebote in den Landkreisen weiter fortführen und den Bedarfen anpassen werden.

Die Dezernentinnen Elisabeth Krug, Main-Tauber-Kreis und Ursula Mühleck vom Hohenlohekreis dankten allen Beteiligten ausdrücklich für ihren Einsatz und ihr außerordentliches Engagement.

Hintergrundinformation:

Das Projekt „Integrationsnetzwerk Hohenlohe-Main-Tauber“ wurde im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt „Integration von Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Flüchtlingen (IvaF)“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

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