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31.03.2021

61 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 31. März) - AstraZeneca-Impfungen weiterhin möglich - auch für unter 60-Jährige

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 31. März, insgesamt 61 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von 13 Städten und Gemeinden des Main-Tauber-Kreises. Es handelt sich in mindestens 33 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 60 Personen befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3997.

Zahl der aktiven Fälle erreicht bisherigen Höchstwert

Die Zahl der bereits Genesenen bleibt bei 3479 Personen. Damit sind derzeit 439 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen, so viele wie noch nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 7 (+1), Assamstadt: 5, Bad Mergentheim: 67 (+8), Boxberg: 41 (+5), Creglingen: 16 (+4), Freudenberg: 11 (+2), Großrinderfeld: 6, Grünsfeld: 68 (+14), Igersheim: 12 (+2), Königheim: 8 (+1), Külsheim: 8, Lauda-Königshofen: 65 (+12), Niederstetten: 16, Tauberbischofsheim: 39 (+3), Weikersheim: 23 (+3), Werbach: 5 (+1), Wertheim: 39 (+5) und Wittighausen: 3.

Altenpflegeheim Johann Bernhard Mayer in Lauda unter Quarantäne

Aufgrund eines Infektionsfalls beim Personal wurde das Altenpflegeheim Johann Bernhard Mayer in Lauda unter Quarantäne gestellt. Diese umfasst ein Besuchsverbot sowie einen Aufnahme- und Verlegungsstopp. Es erfolgt eine flächendeckende Testung von Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden.

Wohnbereich des Seniorenzentrums Schönblick in Igersheim in Quarantäne

Ebenso in Quarantäne verfügt wurde ein Wohnbereich des Seniorenzentrums Schönblick in Igersheim. Hier liegen positive Schnelltest-Ergebnisse bei Bewohnerinnen und Bewohnern vor, denen zur Absicherung nun PCR-Testungen folgen werden.

Sieben weitere Fälle von Virus-Mutation nachgewiesen

Bei sieben weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Damit wurde nunmehr bei insgesamt 240 Fällen im Landkreis eine Virusmutation festgestellt.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 166,2 – Erneuter Anstieg wahrscheinlich

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch, 31. März, gemäß der Berechnung des Gesundheitsamtes Main-Tauber-Kreis bei 166,2. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (25. bis 31. März) je 100.000 Einwohner. Eine Woche zuvor, am Mittwoch, 24. März, lag der Wert bei 201,7. Rechtlich maßgeblich ist allein der Wert, den das Landesgesundheitsamt (LGA) in seinem täglichen Lagebericht unter www.gesundheitsamt-bw.de veröffentlicht. Für die nächsten Tage hat das Gesundheitsamt wieder eine sehr große Zahl von PCR-Testungen angesetzt, so dass wieder mit einem Anstieg der Infektionszahlen zu rechnen ist.

Verantwortungsvolle Vorgehensweise beim Impfen

Nachdem die Ständige Impfkommission am Dienstag die Impfung mit AstraZeneca aufgrund neuer Fälle von Hirnvenenthrombosen neu bewertet hat, hat die Gesundheitsministerkonferenz der Länder am Abend über das weitere Vorgehen entschieden. „Diese Entwicklung zeigt, dass neue Erkenntnisse zu den vorhandenen Impfstoffen gewissenhaft und schnell geprüft und dann die notwendigen Entscheidungen getroffen werden. Beim Impfen wird also sehr verantwortungsvoll gehandelt“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder.

Demnach wird der Impfstoff von AstraZeneca seit Mittwoch, 31. März, zum einen bei Personen eingesetzt, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Den Ländern steht es frei, bereits jetzt auch alle 60- bis 69-Jährigen, unabhängig von weiteren Risikofaktoren, für diesen Impfstoff mit in ihre Impfkampagne einzubeziehen. Dies soll die Möglichkeit geben, diese besonders gefährdete und zahlenmäßig große Altersgruppe angesichts der wachsenden dritten Welle nun schneller zu impfen. Wie das Land Baden-Württemberg hinsichtlich der 60- bis 69-Jährigen ohne weitere Risikofaktoren entscheiden wird, ist dem Landratsamt derzeit noch nicht bekannt.

Auch Personen aus den Priorisierungsgruppen 1 und 2 („höchste und hohe Priorität“) nach der Bundes-Impfverordnung, die das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können weiter mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft werden. Dies setzt jedoch voraus, dass die betreffenden Personen sich freiwillig dafür entscheiden. Diese Entscheidung muss in jedem Einzelfall gemeinsam mit dem impfenden Arzt getroffen werden, und zwar nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung.

Wie das Sozialministerium hierzu mitteilt, ist in Baden-Württemberg der größte Teil der derzeit Impfberechtigten über 60 Jahre alt. Sie sind somit nicht von der Einschränkung betroffen, für sie geht die Impfung unverändert weiter. Jüngere Impfberechtigte können weiterhin geimpft werden, wenn sie sich gemeinsam mit der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung dafür entschieden haben.

Eine Umbuchung auf einen Impfstoff eines anderen Herstellers ist im Kreisimpfzentrum Main-Tauber-Kreis in Bad Mergentheim nicht möglich. Somit können sich dort impfberechtigte Personen unter 60 Jahren, die einen AstraZeneca-Termin haben, gemeinsam mit dem impfenden Arzt dafür entscheiden, die Impfung vornehmen zu lassen. „Diese Herangehensweise ist auch besonders bürgerfreundlich, da es nicht vermittelbar wäre, einer Person diese Impfung zu verweigern, die sich nach sorgfältiger Abwägung ausdrücklich dafür entscheidet“, sagt Erster Landesbeamter Schauder.

Wenn die Entscheidung gegen die AstraZeneca-Impfung ausfällt, ist es möglich, sich auf eine Warteliste setzen zu lassen. Diese übermittelt das Kreisimpfzentrum an das Callcenter des Landes, welches für die Vereinbarung eines möglichen neuen Termins mit einem anderen Impfstoff verantwortlich ist. Wer einen vereinbarten Impftermin und das damit verbundene ärztliche Gespräch nicht wahrnehmen möchte, wird dringend gebeten, seinen oder ihren Impftermin zu stornieren und damit für andere Impfwillige freizumachen. Die Stornierung erfolgt über die Hotline 116117 oder die Website www.impfterminservice.de.

Ausgangsbeschränkung: Aufgrund aktueller Entwicklung keine andere Wahl

Das Landratsamt weist nochmals auf die nächtliche Ausgangsbeschränkung hin, die im gesamten Gebiet des Main-Tauber-Kreises ab Gründonnerstag, 1. April, jeweils ab 21 Uhr bis um 5 Uhr des Folgetages gilt. In dieser Zeit ist der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung nur aus triftigem Grund gestattet. Wie Erster Landesbeamter Schauder feststellt, sind hierzu viele Reaktionen bei der Kreisverwaltung eingegangen. „Natürlich ist das Virus nachts nicht gefährlicher als am Tag“, fasst er daraufhin zusammen. Jedoch sei es in der aktuellen Pandemielage dringend erforderlich, die sozialen Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und die geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten. „Hierzu leisten die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen einen wirksamen Beitrag, zumal viele Infektionen sich auf private Zusammenkünfte verschiedener Haushalte zurückführen lassen. Diese finden häufig am Abend und in der Nacht statt. Um es klar und unmissverständlich zu sagen: Jeder und jede einzelne hat es nun selbst in der Hand, einen wirksamen Beitrag dazu zu leisten, dass die Infektionszahlen nicht weiter durch die Decke gehen. Ein Fehlverhalten einzelner wird sehr schnell zu weiteren Einschränkungen für alle führen“, erklärt Christoph Schauder.

Die Ausgangsbeschränkung gilt solange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge unter dem Wert von 100 liegt und damit die „Notbremse“ außer Kraft tritt oder das Gesundheitsamt zuvor feststellt, dass bei Berücksichtigung aller bisher getroffenen anderen Schutzmaßnahmen eine erhebliche Gefährdung der wirksamen Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus nicht mehr besteht.

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