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30.03.2021

35 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 30. März) - Nächtliche Ausgangsbeschränkung ab Donnerstag

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Dienstag, 30. März, insgesamt 35 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von elf Städten und Gemeinden des Main-Tauber-Kreises und befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens 19 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen sowie um eine Person, die aus einem Risikogebiet im Ausland zurückgekehrt ist. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3936.

22 weitere Personen genesen

Inzwischen sind 22 weitere und damit insgesamt 3479 Personen wieder genesen. Damit sind derzeit 378 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 6 (+1), Assamstadt: 5, Bad Mergentheim: 59 (+10), Boxberg: 36, Creglingen: 12 (+3), Freudenberg: 9 (+3), Großrinderfeld: 6, Grünsfeld: 54 (+4), Igersheim: 10, Königheim: 7, Külsheim: 8, Lauda-Königshofen: 53 (+4), Niederstetten: 16 (+3), Tauberbischofsheim: 36, Weikersheim: 20 (+2), Werbach: 4 (+1), Wertheim: 34 (+2) und Wittighausen: 3 (+2).

Haus am Welzbach unter Quarantäne

Aufgrund eines Infektionsfalls beim Personal wurde das Pflegeheim Haus am Welzbach in Werbach unter Quarantäne gestellt. Diese umfasst ein Besuchsverbot sowie einen Aufnahme- und Verlegungsstopp. Es erfolgt eine flächendeckende Testung von Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden.

Katholischer Kindergarten St. Josef Berolzheim geschlossen

Nach einem positiven Schnelltest-Ergebnis bei den Mitarbeitenden wurde der Katholische Kindergarten St. Josef Berolzheim in der Gemeinde Ahorn bis auf Weiteres geschlossen. Auch hier ist eine flächendeckende Testung der Kinder und des Personals geplant.

Zwölf weitere Fälle von Virus-Mutation nachgewiesen

Bei zwölf weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Damit wurde nunmehr bei insgesamt 233 Fällen im Landkreis eine Virusmutation festgestellt. Bei einem der bisher ungeklärten Fälle konnte nunmehr die südafrikanische Variante (B.1.351) nachgewiesen werden.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 175,2

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Dienstag, 30. März, gemäß der Berechnung des Gesundheitsamtes Main-Tauber-Kreis bei 175,2. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (24. bis 30. März) je 100.000 Einwohner. Eine Woche zuvor, am Dienstag, 23. März, lag der Wert bei 188,8. Rechtlich maßgeblich ist allein der Wert, den das Landesgesundheitsamt (LGA) in seinem täglichen Lagebericht unter www.gesundheitsamt-bw.de veröffentlicht.

Ausgangsbeschränkung: Aufgrund aktueller Entwicklung keine andere Wahl

Das Gesundheitsamt des Main-Tauber-Kreises erlässt für das Gebiet des gesamten Landkreises eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Diese gilt ab Gründonnerstag, 1. April, jeweils ab 21 Uhr bis um 5 Uhr des Folgetages. Damit setzt das Gesundheitsamt eine Vorgabe der Corona-Verordnung der Landesregierung konsequent um.

„Der Arbeitsstab Corona und das Gesundheitsamt haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Leider bleibt uns vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung keine andere Wahl“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder. „Wir wissen sehr gut, dass sehr viele Menschen sich nach Lockerungen und einer Rückkehr zur Normalität sehnen. Nun müssen aber zuerst die Infektionszahlen rasch und deutlich sinken. Hierzu soll die nächtliche Ausgangsbeschränkung einen wichtigen Beitrag leisten. Ich bin jedoch überzeugt, dass es gelingen wird, diese Pandemie zu überwinden und wieder in ein normaleres Leben zurückzukehren.“ Da die Ausgangsbeschränkung erst am zweiten Werktag nach der Bekanntmachung in Kraft tritt, hätten bei der Entscheidung die bevorstehenden Osterfeiertage berücksichtigt werden müssen. „Bei einem weiteren Zuwarten wären ansonsten nicht hinnehmbare Verzögerungen eingetreten. Nun konnten wir die Regelungen noch vor Ostern umsetzen.“

In seiner Öffentlichen Bekanntmachung vom Dienstag, 30. März, stellt das Gesundheitsamt fest, dass trotz der bisher getroffenen Schutzmaßnahmen weiter die erhebliche Gefahr besteht, dass die Verbreitung des Coronavirus nicht wirksam eingedämmt werden kann, insbesondere aufgrund der hohen Zahlen aktiver Fälle und der festgestellten Virusmutationen.

Weiter weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass die Sieben-Tages-Inzidenz seit dem 17. März konstant und deutlich über dem Wert von 100 liegt. Damit handle es sich mittlerweile um ein diffuses Infektionsgeschehen, welches von vielen kleinen oder mittleren Infektionsherden und Ausbrüchen geprägt wird. Deren Ursachen und Verortung veränderten sich ständig und seien nicht mehr vorhersehbar. „Auch beschränken sich die Infektionen längst nicht nur auf die aktuell besonders betroffenen Einrichtungen und Infrastrukturangebote für Menschen mit Behinderung sowie Kindergärten und Schulen“, erläutert Erster Landesbeamter Schauder. Darüber hinaus nähmen auch die Virusmutationen zu. Obwohl das Gesundheitsamt intensiv ermittle, könnten nicht mehr alle Infektionsquellen festgestellt werden. Dabei sorgten gerade Mutationsfälle für einen enormen Arbeitsaufwand.

Wie das Gesundheitsamt weiter konstatiert, ist trotz der seit dem 22. März 2021 geltenden so genannten „Notbremse“ keine relevante Besserung in Sicht. Im Rahmen der Notbremse mussten unter anderem der Einzelhandel, Tierparks, Museen und Galerien sowie Anbieter körpernaher Dienstleistungen – abgesehen von medizinisch notwendigen Dienstleistungen – wieder schließen. Friseure dürfen nur geöffnet haben, wenn sie in der Handwerksrolle eingetragen sind und auf Rasuren verzichten. Der Betrieb von Sportanlagen für den Freizeit- und Amateursport ist untersagt; lediglich weitläufige Sportanlagen im Freien dürfen genutzt werden. Gemäß Feststellung des Gesundheitsamtes hat sich gezeigt, dass diese Restriktionen nicht mehr ausreichen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Andere gleich wirksame und mildere Schutzmaßnahmen als die Ausgangsbeschränkung seien nicht ersichtlich. „Vor dem Hintergrund mehrerer hundert, aktuell durch das Gesundheitsamt angeordneter PCR-Testungen ist in den nächsten Tagen mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen zu rechnen“, heißt es weiter in der Bekanntmachung.

Ab Donnerstag, 1. April, ist im Main-Tauber-Kreis jeweils ab 21 Uhr bis um 5 Uhr des Folgetags der Aufenthalt außerhalb der Wohnung oder sonstigen Unterkunft nur noch aus einem triftigen Grund gestattet. Kein triftiger Grund und damit nicht erlaubt sind beispielsweise die Erledigung von Einkäufen, das Abholen von Speisen bei Gastronomiebetrieben, Sport und Bewegung an der frischen Luft oder der Besuch bei Freunden und Bekannten. Hierzu muss jeweils die Zeit tagsüber zwischen 5 und 21 Uhr genutzt werden.

Zu den triftigen Gründen, zwischen 21 und 5 Uhr die Wohnung zu verlassen, gehört die Abwendung einer konkreten Gefahr für Leib, Leben und Eigentum, beispielsweise bei einem Brand. Besucht werden dürfen unter anderem Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dienen, Demonstrationen nach § 8 des Grundgesetzes sowie religiöse Veranstaltungen und Bestattungen. Erlaubt ist auch die Ausübung beruflicher und dienstlicher Tätigkeiten. Die Partnerin oder der Partner darf in ihrer bzw. dessen Wohnung besucht werden. Medizinische, pflegerische, therapeutische und veterinärmedizinische Leistungen dürfen in Anspruch genommen werden; sterbende Menschen und Personen in akut lebens-bedrohlichen Zuständen dürfen begleitet und betreut werden. Ebenso erlaubt sind unaufschiebbare Handlungen zur Versorgung von Tieren wie zum Beispiel Gassi gehen sowie Maßnahmen der Tierseuchenprävention und zur Vermeidung von Wildschäden. Möglich sind auch Maßnahmen der Wahlwerbung.

Die Öffentliche Bekanntmachung kann unter www.main-tauber-kreis.de/oeffentliche-bekanntmachungen abgerufen werden.

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