Sprungziele
Startseite
Öffnungszeiten
Kontakt
Ideen & Beschwerden
Vorlesen
Seiteninhalt
18.04.2021

26 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 17. und 18. April) - Regelungen für »Notbremse« verschärft

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Wochenende insgesamt 26 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 19 am Samstag, 17. April, und sieben am Sonntag, 18. April. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von zehn der 18 Städte und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 18 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 25 Personen befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4493.

33 weitere Personen genesen

Inzwischen sind 33 weitere und damit insgesamt 3961 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 451 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 6, Assamstadt: 4, Bad Mergentheim: 87 (+4), Boxberg: 30, Creglingen: 11, Freudenberg: 10 (+1), Großrinderfeld: 9 (+1), Grünsfeld: 41, Igersheim: 12 (+3), Königheim: 12 (+1), Külsheim: 40 (+2), Lauda-Königshofen: 33 (+2), Niederstetten: 17, Tauberbischofsheim: 51 (+2), Weikersheim: 13 (+1), Werbach: 7, Wertheim: 62 (+9) und Wittighausen: 6.

25 weitere Fälle von Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei 25 weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in 21 Fällen um die britische Variante (B.1.1.7) und in drei Fällen um die südafrikanische Virusvariante (B.1.351), ein Fall befindet sich noch in Klärung. Nunmehr wurde bei insgesamt 594 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag bei 143,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Samstag, 17. April, gemäß der Berechnung des Landesgesundheitsamtes (LGA) bei 143,5. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (11. bis 17. April) je 100.000 Einwohner. Eine Woche zuvor, am Samstag, 10. April, lag der LGA-Wert bei 123,1. Der aktuelle Wert für Sonntag, 18. April, kann ab etwa 18 Uhr im Lagebericht des LGA unter www.gesundheitsamt-bw.de abgerufen werden.

Zahl der Neuinfektionen und Sieben-Tage-Inzidenz sollen gesenkt werden

Die Landesregierung von Baden-Württemberg setzt bereits ab Montag, 19. April, die angekündigte „Notbremse“ der Bundesregierung um. Damit sind zusätzliche Maßnahmen für Stadt- und Landkreise gemeint, in denen der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt. Dies ist im Main-Tauber-Kreis der Fall, ebenso wie in aktuell 34 weiteren Stadt- und Landkreisen. Bereits seit 22. März gelten im Main-Tauber-Kreis die bisherigen Notbrems-Regelungen. Sie werden nun noch einmal deutlich strenger. Ziel des Landes ist, die Zahl der Corona-Neuinfektionen und damit den Wert der Sieben-Tage-Inzidenz deutlich zu senken.

Wieder strengere Kontaktbeschränkungen

Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum sind ab Montag, 19. April, nur noch zulässig, wenn an ihnen höchstens die Angehörigen eines Haushalts und eine weitere Person einschließlich der zu ihrem Haushalt gehörenden Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres teilnehmen. Auch für Sport gelten die verschärften Kontaktbeschränkungen. Sportliche Betätigung ist also nur zulässig in Form der kontaktlosen Ausübung von Individualsportarten, und dies nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts. Auf weitläufigen Sportanlagen wie Golfplätzen oder Reitplätzen können auch mehrere Gruppen individualsportlich aktiv sein, wenn ausgeschlossen ist, dass sich die Gruppen untereinander begegnen. Erlaubt ist weiterhin die Ausübung von Individual- und Mannschaftssportarten im Rahmen des Wettkampf- und Trainingsbetriebs des Spitzen- und Profisports. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung muss von den Stadt- oder Landkreisen nicht mehr separat angeordnet werden. Sie gilt nun automatisch, wenn der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz über 100 liegt. Das Verlassen der Wohnung ist dann zwischen 21 und 5 Uhr nur noch aus triftigem Grund erlaubt.

Erneut schärfere Regelungen für Einzelhandel und Friseurbetriebe

Nochmals deutlich verschärft werden auch die Regelungen im Einzelhandel. Bau- und Raiffeisenmärkte müssen schließen. Click&Collect bleibt für die geschlossenen Einzelhandelsbetriebe auch in der Notbremse weiterhin möglich. 

Soweit Ladengeschäfte der Grundversorgung, also insbesondere für Lebensmittel, geöffnet bleiben, wird bei Ladenflächen bis 800 Quadratmeter die erforderliche Verkaufsfläche pro Kundin oder Kunde von zehn auf 20 Quadratmeter erhöht. Für die über 800 Quadratmeter hinausgehen Flächen müssen nunmehr 40 statt bisher 20 Quadratmeter je Kundin oder Kunde zur Verfügung stehen. In einem Ladengeschäft mit 600 Quadratmetern Verkaufsfläche dürfen sich also maximal 30 Kundinnen und Kunden aufhalten. Bei 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche wäre das Limit bei 50 Kundinnen und Kunden erreicht.

Friseurbetriebe und Barbershops dürfen zwar weiterhin geöffnet bleiben, müssen von ihren Kundinnen und Kunden aber einen tagesaktuellen Corona-Schnelltest mit negativem Ergebnis verlangen. Alternativ kann auch eine Impfdokumentation oder ein Nachweis einer durchgemachten Infektion vorgelegt werden. Weiterhin bleiben körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen geschlossen. Davon ausgenommen bleiben medizinisch notwendige Behandlungen, insbesondere Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Fußpflege. Auch Sonnenstudios müssen weiterhin geschlossen bleiben.

Ebenso untersagt wird nun der Betrieb von Wettannahmestellen. Wie bisher bleibt der Betrieb von Museen, Galerien, zoologischen und botanischen Gärten sowie Gedenkstätten für den Publikumsverkehr untersagt. Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen dürfen nur Online-Unterricht anbieten.

Kindertagesstätten und Schulen sind ab einer Inzidenz von 200 an drei aufeinanderfolgenden Tagen für den Präsenzbetrieb geschlossen. Ausnahmen sind insbesondere für Abschlussklassen vorgesehen.

Die aktuelle Corona-Verordnung kann unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus im Abschnitt „Richtlinien und Verordnungen des Landes und des Bundes“ abgerufen werden.

Seite zurück nach oben Seite drucken Seite weiterempfehlen