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11.11.2020

20 neue Coronavirus-Infektionen (Zahlen 11. November) - Kindergartengruppe in Quarantäne - Land regelt Jugendarbeit neu

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 11. November, 20 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion gemeldet. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Bad Mergentheim, Creglingen, Großrinderfeld, Grünsfeld, Külsheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim. Es handelt sich in mindestens neun Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. 19 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person ist in stationärer Behandlung. Für die Kontaktpersonen wird ebenfalls häusliche Isolation angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 1030.

Von den infizierten Personen im Main-Tauber-Kreis sind 16 weitere und damit insgesamt 862 Personen wieder genesen. Derzeit sind 156 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 15 (+1), Boxberg: 1, Creglingen: 6 (+1), Freudenberg: 1, Großrinderfeld: 4 (+2), Grünsfeld: 14 (+3), Igersheim: 5, Königheim: 2, Külsheim: 11 (+2), Lauda-Königshofen: 27 (+4), Niederstetten: 0, Tauberbischofsheim: 19 (+4), Weikersheim: 5, Werbach: 1, Wertheim: 41 (+3) und Wittighausen: 2. 

Sieben-Tage-Inzidenz bei 77,8 

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz steigt am Mittwoch, 11. November, auf 77,8. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (4. bis 10. November) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen. 

Gruppe des Evangelischen Kindergartens Külsheim unter Quarantäne 

Aufgrund eines Infektionsfalls musste in Külsheim Quarantäne für eine Gruppe sowie für Betreuungskräfte des Evangelischen Kindergartens angeordnet werden. 

Abwägung zwischen Infektionsschutz sowie Kinder- und Jugendrechten

Kinder und Jugendliche brauchen für ihre persönliche Entwicklung Freiräume, in denen sie sich ausprobieren und Kontakt zu Gleichaltrigen halten können. Dies gilt auch in Zeiten der Corona-Pandemie. Vor diesem Hintergrund hatte die Ministerpräsidentenkonferenz am 28. Oktober den Beschluss gefasst, dass Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe wie auch vergleichbare Beratungseinrichtungen geöffnet bleiben. Die Landesregierung hat ihre Verordnung zu Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit entsprechend angepasst. Die geänderte Fassung ist am 7. November in Kraft getreten. 

„Das Ziel der Verordnung ist, sowohl dem Infektionsschutz als auch den Rechten von Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden“, fasst Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug vom Landratsamt Main-Tauber-Kreis zusammen. Zugleich appelliert sie an alle Träger sowie die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte in der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit, die Möglichkeiten mit Augenmaß zu nutzen. „Nicht alles, was gerade noch rechtlich zulässig ist, ist auch gesellschaftspolitisch klug. Sofern die noch vorhandenen Spielräume für solche Angebote überhaupt genutzt werden, sollte auf möglichst kleine Formate mit wenigen Kontakten gesetzt werden.“ 

Laut der geänderten Verordnung sind Angebote der außerschulischen Jugendbildung und der Jugendsozialarbeit unter Auflagen möglich, wenn für die Dauer des Angebots die Teilnehmerinnen und Teilnehmer feststehen. Angebote der Kinder- und Jugenderholung sind bis 30. November nicht gestattet. 

Die maximal zulässige Personenzahl für Gruppenangebote richtet sich nach § 10 Veranstaltungen der Corona-Verordnung der Landesregierung. Abweichend von der Corona-Verordnung werden hier jedoch Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Betreuungskräfte sowie sonstige Mitwirkende in die maximal zulässige Gesamtzahl von 100 Personen einbezogen. Wenn an einem Angebot mehr als 30 Personen beteiligt sind, müssen feste Gruppen bis jeweils maximal 30 Personen aus Teilnehmenden und Betreuungskräften gebildet werden. Kontakte zwischen unterschiedlichen Gruppen sind möglichst zu unterlassen bzw. auf das Notwendigste zu reduzieren. 

Ab dem 11. Lebensjahr gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf Fluren, in Toiletten und Treppenhäusern sowie auf Flächen, in denen die Abstandsempfehlung von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Die Maske darf nur während der Schlafenszeit bei Angeboten mit außerhäusiger Übernachtung abgenommen werden, sofern die entsprechenden Beherbergungsbetriebe geöffnet sind. Für den Betrieb von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit mit Möglichkeiten zur Übernachtung gelten die Regelungen für Beherbergungsbetriebe. 

Die Einschränkungen stellen die Träger der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit vor besondere Herausforderungen, die auch mit personellem Mehrbedarf und bei Absagen mit Storno- und Ausfallkosten verbunden sind. Deshalb hat das Land angekündigt, die außerschulische Jugendbildung zu unterstützen. Für den Zeitraum vom 19. Oktober bis 30. November werden Storno- und Ausfallkosten bis zur Höhe der Förderung nach der Verwaltungsvorschrift zur Förderung der außerschulischen Jugendbildung anteilig übernommen. Die Absenkung des Verhältnisses von Teilnehmenden und Betreuenden bei den durchgeführten Angeboten auf 5 zu 1 wird bis zum 31. Dezember verlängert. 

Die Verordnung zu Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit sowie die allgemeine Corona-Verordnung der Landesregierung können unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus im Abschnitt „Richtlinien und Verordnungen des Landes und des Bundes“ abgerufen werden.

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