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12.02.2021

18 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 12. Februar) - Drei Mutations- und zwei Todesfälle - Kontaktbeschränkungen gelten weiter

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 12. Februar, 18 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von acht Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 14 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen sowie um eine Person, die aus einem Risikogebiet im Ausland eingereist ist. 17 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3086.

22 weitere Personen genesen

Mittlerweile sind 22 weitere und damit insgesamt 2871 Personen wieder genesen. Derzeit sind 155 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 6 (+1), Bad Mergentheim: 11 (+1), Boxberg: 4 (+1), Creglingen: 0, Freudenberg: 14, Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 1, Igersheim: 62 (+1), Königheim: 2 (+1), Külsheim: 2, Lauda-Königshofen: 9 (+2), Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 4 (+1), Weikersheim: 6, Werbach: 0, Wertheim: 30 (+10) und Wittighausen: 0.

Landrat versichert Angehörigen sein tiefes Mitgefühl

Das Gesundheitsamt hat am Freitag, 12. Februar, zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von über 90 Jahren sowie um einen Mann im Alter von über 95 Jahren, der in einem Pflegeheim lebte. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 60 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 40 im Jahr 2021. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 58,9

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Freitag, 12. Februar, bei 58,9. Eine Woche zuvor, am Freitag, 5. Februar, lag er bei 59,7. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (5. bis 11. Februar) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Drei weitere Fälle einer Infektion mit mutierter Virusvariante bestätigt

Unter den in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfällen im Main-Tauber-Kreis sind drei weitere Personen, die sich mit der mutierten Variante des Coronavirus aus dem Vereinigten Königreich (B.1.1.7) angesteckt haben. Dies hat jeweils eine nachträgliche Typisierung der Laborproben gezeigt. Zwei der neuen Fälle stehen im Zusammenhang mit anderen bekannten Mutationsfällen. Damit wurde nunmehr bei insgesamt zehn Fällen im Landkreis, eine Virusmutation nachgewiesen.

Fehlverhalten Einzelner kann schnell zu Einschränkungen für alle führen

Auch nach der vorläufigen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen im Main-Tauber-Kreis gelten die strengen Regelungen zur Kontaktbeschränkung und alle Maßnahmen des landesweiten Lockdowns unverändert weiter. Darauf weist Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabes Corona ausdrücklich hin. „Auch wenn es zunehmend schwerfällt, müssen wir uns weiterhin alle gemeinsam am sprichwörtlichen Riemen reißen. Es ist leider weiterhin nicht die Zeit für gesellige Zusammenkünfte“, erklärt Schauder.

„Entscheidend ist, dass auch ein Fehlverhalten Einzelner schnell zu einem Aufflammen größerer Infektionsherde und damit zu neuen Einschränkungen für alle führen kann. Wenn das Infektionsgeschehen im Main-Tauber-Kreis wieder ansteigt, kann es beispielsweise notwendig werden, wieder eine nächtliche Ausgangssperre anzuordnen“, macht Schauder deutlich. Auch die Fragen der Öffnung von Schulen und Kitas oder von Lockerungen für Einzelhandel, Gastronomie und Veranstaltungswirtschaft seien ganz klar davon abhängig, dass jede und jeder einzelne den bestmöglichen Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehen leistet.

Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug erklärt, dass das Coronavirus sich beängstigend flexibel zeigt und bereits zahlreiche neue Mutationen hervorgebracht hat, von denen die Variante B.1.1.7 zunehmend auch im Main-Tauber-Kreis auftritt. „Die Wahrscheinlichkeit einer Mutation ist umso höher, je mehr Menschen sich infizieren. Jede neue Ansteckung bietet dem Virus eine neue Chance, sich zu verändern, noch ansteckender zu werden und den Schutz durch die neuen Impfstoffe zu unterlaufen.“

Im öffentlichen und im privaten Raum dürfen sich seit dem 11. Januar 2021 nur noch die Angehörigen des eigenen Haushalts treffen. Es darf nur noch eine nicht zum Haushalt gehörende Person hinzukommen. Kinder der jeweiligen Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit, um besondere Härten etwa für Alleinerziehende, pflegende Angehörige, Patchwork-Familien oder bei der Betreuung von Kindern zu vermeiden. Die zuvor bestehenden Ausnahmen für geradlinige Verwandte wurden jedoch aus der Corona-Verordnung des Landes gestrichen. Bei wem ein privates Treffen stattfindet ist dabei egal: Es kann also eine Person eine andere Familie zu Hause besuchen. Das Land Baden-Württemberg empfiehlt dringendst, für private Treffen feste „Haushaltspartnerschaften“ zu bilden und sich möglichst nur mit diesem einen weiteren Haushalt zu treffen und nicht heute mit Haushalt A, dann mit Haushalt B und am nächsten Tag mit Haushalt C.

Bei der Kinderbetreuung dürfen Kinder bis einschließlich 14 Jahren aus maximal zwei Haushalten zusammen in einer festen, familiär oder nachbarschaftlich organisierten Betreuungsgemeinschaft betreut werden. Dabei dürfen Kinder bis einschließlich 14 Jahre zum Beispiel auch durch Verwandte betreut werden.

„Bei den Regelungen geht es nicht darum, auszuloten, was maximal möglich ist. Statt möglichst viel aus den Regelungen herauszuholen, sollte man also verantwortungsvoll gegenüber seinen Angehörigen sein“, erklärt Dezernentin Elisabeth Krug.

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