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26.02.2021

14 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 26. Februar) - Zwei weitere Mutationen und ein Todesfall - Impfungen im Kreisimpfzentrum werden ausgeweitet

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 26. Februar, 14 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von sieben Städten und Gemeinden. Es handelt sich in mindestens elf Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Zwölf Betroffene befinden sich in häuslicher Isolation, zwei Personen werden stationär behandelt. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3207.

Landrat spricht Angehörigen sein Mitgefühl aus

Das Gesundheitsamt hat am Freitag, 26. Februar, einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von über 70 Jahren, die in einem Pflegeheim lebte. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 65 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 45 im Jahr 2021. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Vier weitere Personen genesen

Mittlerweile sind vier weitere und damit insgesamt 3033 Personen wieder genesen. Derzeit sind 109 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 14 (+2), Boxberg: 8, Creglingen: 6 (+1), Freudenberg: 16 (+2), Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 1, Igersheim: 1, Königheim: 1, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 9 (+2), Niederstetten: 14 (+5), Tauberbischofsheim: 5, Weikersheim: 3 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 23 (+1) und Wittighausen: 4.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 47,6

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Freitag, 26. Februar, bei 47,6. Eine Woche zuvor, am Freitag, 19. Februar, lag er bei 46,8. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (19. bis 25. Februar) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Quarantäne für Seniorenresidenz und für Pflegeheim aufgehoben

Nach Abschluss einer Flächentestung konnte die Quarantäne für die MCC Seniorenresidenz Wertheim aufgehoben werden. Ebenfalls aufgehoben werden konnte die Quarantäne für einen Wohnbereich des Otto-Rauch-Stifts in Freudenberg. Hier verbleiben einzelne Bewohner in Quarantäne auf ihren Zimmern.

Zwei weitere Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei zwei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe nachgewiesen. Damit wurde nunmehr bei insgesamt 31 Fällen im Landkreis eine Virusmutation nachgewiesen. Es erfolgte, soweit notwendig, eine Verlängerung der Quarantänezeit. Dies betrifft auch etwaige Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige.

Impfungen im Kreisimpfzentrum werden ausgeweitet

Mit einer positiven Nachricht startet das Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim (KIZ) in die neue Woche: „Es geht endlich deutlich aufwärts, was die Impfstoffversorgung und die Zahl der Impfangebote im KIZ betrifft“, freut sich Erster Landesbeamter Christoph Schauder als Leiter des Arbeitsstabs Corona im Landratsamt.

Aufgrund der ganz aktuell zugesagten Impfstofflieferungen durch das Land Baden-Württemberg rechnet das Landratsamt Main-Tauber-Kreis damit, ab dem kommenden Monat deutlich mehr Menschen impfen zu können als bislang.

Im KIZ werden aktuell an sieben Tagen in der Woche Impfungen im Einschichtbetrieb durchgeführt. Bereits seit dieser Woche wurden die zur Verfügung stehenden Impftermine erweitert. Zurzeit werden im KIZ täglich rund 100 Impfdosen von BioNTech/Pfizer als Erst- und Zweitimpfung verabreicht sowie 50 AstraZeneca-Impfdosen als Erstimpfung. Voraussichtlich ab Mitte März sind dann pro Woche rund 1000 Impfungen mit dem Impfstoff von BionTech/Pfizer und rund 1500 Impfungen mit AstraZeneca avisiert.

Die Impfungen im KIZ werden daher ab März nochmals deutlich ausgeweitet, weshalb die Öffnungszeiten verlängert werden und nun in den nächsten Tagen sukzessive auf einen Zweischichtbetrieb umgestellt wird.

Weitere Personengruppen impfberechtigt

Seit Beginn dieser Woche können sich auch bestimmte Personengruppen der Priorität 2 impfen lassen. Sie erhalten, sofern keine Kontraindikationen bestehen, den Impfstoff von AstraZeneca. Die Öffnung gilt somit nur für Personen unter 65 Jahren. Dies umfasst insbesondere:

  • Personen mit Trisomie 21
  • Personal mit hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen, auch Teststellen
  • Personen in Institutionen mit einer Demenz oder geistigen Behinderung
  • Tätige in der ambulanten oder stationären Versorgung von Personen mit Demenz oder geistiger Behinderung
  • Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher

Weitere Informationen hat das Land Baden-Württemberg unter https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/fragen-und-antworten-rund-um-corona/faq-impfzentren/ zusammengestellt.

In diesem Zusammenhang weist der Leiter des Kreisimpfzentrums, Dietmar Freidhof, darauf hin, dass die Anmeldemöglichkeiten durch das Land vorgegeben sind und seitens der Landkreisverwaltung nicht geändert werden können. Sie stehen, wie für allen anderen baden-württembergischen Kreisimpfzentren auch, ausschließlich online unter www.impfterminservice.de bzw. unter der Hotline 116 117. „Gerade ältere Menschen über 80 Jahre benötigen hierbei regelmäßig Hilfe, beispielsweise durch jüngere Verwandte und Bekannte. Auch wir würden uns wünschen, dass es insbesondere für den Personenkreis der Menschen über 80 einfachere Möglichkeiten gibt“, sagt Freidhof und ergänzt, dass er aber damit rechne, dass durch die nun zugesagten erhöhten Impfstofflieferungen eine weitere grundsätzliche Entspannung der Lage eintrete.

AstraZeneca als wirksamer Impfstoff empfohlen

Abschließend ist dem KIZ-Leiter noch folgender Hinweis wichtig: „Wir wissen natürlich um die Vorbehalte gegenüber dem AstraZeneca-Impfstoff aufgrund der aktuellen Berichterstattung“, sagt Dietmar Freidhof. „Aus medizinischer Sicht ist der Impfstoff bei einer guten Wirksamkeit gegen den aktuell in Deutschland vorherrschenden Virustyp als sicher anwendbar zu bewerten.“  Von der Ständigen Impfkommission (STIKO) wird der Impfstoff von AstraZeneca als wirksamer Impfstoff empfohlen. Klar ist also: Der von der Europäischen Arzneimittel-Agentur zugelassene Impfstoff von AstraZeneca ist kein Impfstoff zweiter Klasse, im Gegenteil: Auch dieser Impfstoff zeigt eine gute Wirksamkeit, um schwere Erkrankungen bei einer Infektion mit Sars-CoV 2 zu verhindern. 

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