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10.02.2021

14 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 10. Februar) - An Fastnacht keine Ausnahme von Kontaktbeschränkungen

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 10. Februar, 14 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von acht Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in elf Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 13 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3061.

175 Personen aktiv von Infektion betroffen

Mittlerweile sind, wie berichtet, insgesamt 2829 Personen wieder genesen. Derzeit sind 175 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 8 (+1), Bad Mergentheim: 10 (+1), Boxberg: 9, Creglingen: 0, Freudenberg: 17, Großrinderfeld: 4, Grünsfeld: 5, Igersheim: 62 (+1), Königheim: 3, Külsheim: 3 (+1), Lauda-Königshofen: 9 (+3), Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 10 (+1), Weikersheim: 7 (+3), Werbach: 0, Wertheim: 27 (+3) und Wittighausen: 0.

Haus am Sonnenberg in Igersheim in Quarantäne

Einer der neuen Infektionsfälle betrifft eine Person, die im Haus am Sonnenberg in Igersheim lebt. Der betreffende Wohnbereich wurde unter Quarantäne gestellt. Diese beinhaltet ein Besuchsverbot sowie einen Aufnahme- und Verlegungsstopp. Es handelt sich um eine Einrichtung für erwachsene Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen. Eine flächendeckende Testung aller Bewohnerinnen, Bewohner und Mitarbeitenden wurde veranlasst.

Sieben-Tage-Inzidenz bei 64,2

Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch, 10. Februar, bei 64,2. Eine Woche zuvor, am Mittwoch, 3. Februar, lag er bei 66,5. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (3. bis 9. Februar) je 100.000 Einwohner, berechnet durch das Gesundheitsamt anhand der tagesaktuellen Fallzahlen.

Drei weitere Fälle einer Infektion mit mutierter Virusvariante bestätigt

Unter den in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfällen im Main-Tauber-Kreis sind drei weitere Personen, die sich mit der mutierten Variante des Coronavirus aus dem Vereinigten Königreich (B.1.1.7) angesteckt haben. Dies hat jeweils eine nachträgliche Typisierung der Laborproben gezeigt. Alle drei neuen Fälle stehen im Zusammenhang mit anderen bekannten Mutationsfällen innerhalb und auch außerhalb des Main-Tauber-Kreises. Damit wurde nunmehr bei insgesamt sieben Fällen im Landkreis, eine Virusmutation nachgewiesen.

Auf Prunksitzungen, Umzüge und Bälle muss verzichtet werden

Die „Fünfte Jahreszeit“ hat in Baden-Württemberg und auch im Main-Tauber-Kreis eine lange Tradition. Im Jahr 2021 ist jedoch alles anders: Aufgrund der Corona-Pandemie können keine Prunksitzungen, keine Umzüge und keine Bälle, sondern allenfalls virtuelle Kampagnen stattfinden. Auf das bunte und fröhliche Miteinander in seiner bekannten und beliebten Form muss verzichtet werden.

Eigentlich würde ab dem „Schmutzigen Donnerstag“ am 11. Februar bis zum Faschingsdienstag am 16. Februar in den kommenden Tagen der Höhepunkt der Fastnacht gefeiert werden. Das Innenministerium hat aus diesem Anlass nochmal darauf hingewiesen, dass es zu Fastnacht keine Ausnahmen bei den Kontaktbeschränkungen gibt. Die Polizei überwacht vielmehr auch in der Zeit bis Aschermittwoch, 17. Februar, die Einhaltung der Corona-Regeln. Wie das Ministerium schreibt, haben sich die Närrinnen und Narren bislang vorbildlich verhalten, deshalb träfen sie die Corona-Regeln besonders hart. Doch noch stünden die Zeichen leider nicht auf feiern. Der Verzicht sei notwendig, um so schnell wie möglich in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft Einschränkungen zurücknehmen zu können.

Der Verzicht auf Geselligkeit und Nähe werde dazu beitragen, dass die Menschen möglichst bald wieder beisammen sein können. Die Wirkung des Lockdowns und die Aussicht auf weitere Impfungen geben laut Innenministerium Hoffnung auf eine Annäherung an die Normalität, die seit Beginn der Pandemie vermisst werde. Das Ministerium ruft darüber hinaus dazu auf, auch an den Fastnachtstagen zu Hause zu bleiben und Kontakte soweit zu reduzieren, wie es geht. Im öffentlichen und privaten Raum dürfen sich derzeit nur die Angehörigen des eigenen Haushalts treffen. Es darf nur eine nicht zum Haushalt gehörende Person hinzukommen. Mit dem Geist der Fastnacht lasse sich das nur schwer vereinen, räumt das Ministerium ein, gute Laune sei aber nicht verboten und lasse sich auch virtuell gut verbreiten.

Während in den Fastnachtstagen eigentlich bunte Hexenmasken und ähnliches zum Einsatz kommen sollten, gehören aufgrund der Pandemie Mund-Nasen-Bedeckungen zum Alltag. In einigen Bereichen ist seit 25. Januar eine Alltagsmaske nicht mehr ausreichend, sondern es muss eine medizinische Maske getragen werden. Darunter sind die meist auf der Außenseite blauen OP-Masken (DIN EN 14683:2019-10) sowie FFP2-Masken (DIN EN 149:2001) und Masken der Normen KN95 und N95 zu verstehen.

Diese Regelung gilt bei der Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs, in Arzt- und Zahnarztpraxen, in Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe und der Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sowie in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes festgelegt. Die Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken betrifft zudem den Einzelhandel sowie Arbeits- und Betriebsstätten einschließlich der Einsatzorte außerhalb der Betriebe. Auch während Veranstaltungen von Religions-, Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zur Religionsausübung müssen medizinische Masken getragen werden. Noch strenger ist der Zutritt zu Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern geregelt, der nur mit FFP2-, KN95- oder N95-Masken erlaubt ist. Kinder bis einschließlich 14 Jahren dürfen in allen genannten Bereichen weiter Alltagsmasken tragen. Darüber hinaus bleiben Kinder bis einschließlich fünf Jahren weiter von der Maskenpflicht ausgenommen.

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