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29.11.2021

138 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 27. bis 29. November) - Krise bewältigen - Jede Bürgerin und jeder Bürger soll einen Beitrag leisten

Im Main-Tauber-Kreis wurden in der Zeit von Samstag, 27., bis Montag, 29. November, insgesamt 138 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 80 am Samstag, 40 am Sonntag und 18 am Montag. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 8225.

873 Personen aktiv von Infektion betroffen

Die Zahl der Genesenen steigt um 156 Personen auf 7249. Somit sind derzeit 873 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Die am Samstag, Sonntag und Montag neu festgestellten Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 34, Boxberg: 6, Creglingen: 7, Freudenberg: 6, Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 1, Igersheim: 6, Königheim: 2, Külsheim: 5, Lauda-Königshofen: 13, Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 17, Weikersheim: 7, Werbach: 2, Wertheim: 25 und Wittighausen: 1.

Zwei weitere Todesfälle im Landkreis bestätigt

Das Gesundheitsamt hat zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen Mann im Alter von über 80 Jahren und um eine Frau im Alter von über 95 Jahren. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 103 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 83 im Jahr 2021.

Indikatoren für das Pandemie-Geschehen laut LGA am Sonntag

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Main-Tauber-Kreis am Sonntag, 28. November, nach Angaben des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg (LGA) bei 401,0. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (22. bis 28. November) je 100.000 Einwohner. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg lag bei 5,94. Sie beschreibt die Zahl der Menschen, die in den vergangenen sieben Tagen in Baden-Württemberg mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, je 100.000 Einwohner. Die Auslastung der Intensivbetten mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten (AIB) in Baden-Württemberg lag bei 617.

Die aktuellen Werte für Montag, 29. November, können ab etwa 18 Uhr im Lagebericht des LGA unter www.gesundheitsamt-bw.de abgerufen werden.

Erster Landesbeamter und Gesundheitsdezernentin appellieren an Bevölkerung

Erster Landesbeamter Florian Busch, Leiter des Corona-Arbeitsstabs im Landratsamt Main-Tauber-Kreis, sowie Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elisabeth Krug mahnten erneut, dass die Corona-Lage in Baden-Württemberg und auch im Main-Tauber-Kreis besorgniserregend ist. Sie rufen zu erhöhter Vorsicht auf und weisen darauf hin, dass die Regeln eingehalten werden müssen. Dazu zählen Maske tragen, Abstand halten, regelmäßiges Händewaschen und Lüften. Die Zahlen der Neuinfektionen sind in den vergangenen Tagen weiter sehr stark angestiegen. In Baden-Württemberg wurde mittlerweile die Alarmstufe II ausgerufen.

„Wir befinden uns aktuell in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Die Inzidenzen steigen, auch im Main-Tauber-Kreis. Die Auslastung der Intensivstationen kommt an ihre Grenzen und Baden-Württemberg steht vor einem Kollaps der intensivmedizinischen Versorgung. Die Belastungen für das in diesen Stationen tätige pflegerische und ärztliche Personal ist enorm“, sagte Erster Landesbeamter Busch. „Für uns alle – egal ob geimpft oder ungeimpft – muss nun im Vordergrund stehen, unser Verhalten zu überprüfen und die Kontakte zu reduzieren. Deshalb bitten wir alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich, ihre sozialen Kontakte auf das Notwendige zu reduzieren“, ergänzte Busch.

Auch Dezernentin Elisabeth Krug zeigte sich besorgt über die aktuellen Entwicklungen. „Jeder sollte bei notwendigen und verantwortbaren Zusammenkünften und Veranstaltungen die geltenden Regelungen, Abstandsgebote und Hygienekonzepte beachten. Auch ein Selbsttest kann dazu beitragen, die Sicherheit zu erhöhen“, erläuterte Dezernentin Krug. „Gemeinsam müssen wir auf die Älteren und Schwächeren in der Gesellschaft achten, insbesondere beim Umgang in der Familie und in der Nachbarschaft. Die Impfung schützt vor einem schweren Verlauf und trägt dazu bei, die Kliniken und Intensivstationen zu entlasten, auch für Patientinnen und Patienten mit anderen Krankheiten. Darüber hinaus kann sie auch die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung deutlich reduzieren. Man sollte auch an die Kinder denken, denen noch kein Impfangebot unterbreitet werden konnte. Die Kinder und Jugendlichen haben in den vergangenen Monaten gewaltige Einschnitte hinnehmen müssen. Manche Kinder erinnern sich nicht mehr an ein unbeschwertes Leben und Aufwachsen vor der Pandemie. Die Folgen davon zeigen sich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und jeden Tag in der Arbeit der Jugendämter. Helfen Sie durch ein verantwortungsvolles Verhalten dabei, die Schulen und Kindergärten offenzuhalten“, ergänzte sie.

In einem gewaltigen Kraftakt erhöhen die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mit nachhaltiger Unterstützung des Landratsamtes und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden das Impftempo und bieten zusätzlich wohnortnahe Impfangebote an. Ältere Menschen und diejenigen, die frühzeitig geimpft wurden, benötigen zeitnah eine Booster-Impfung. „Sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Nutzen Sie die schon bestehenden Impfangebote und die, die in den nächsten Tagen und Wochen eingerichtet werden“, appellierte Florian Busch.

Die Impfung sei derzeit der zentrale Baustein der Pandemiebekämpfung. Obwohl zwischenzeitlich bekannt sei, dass Geimpfte sich infizieren, das Virus weitertragen und bei Vorerkrankungen auch schwer erkranken können, ist dieses Risiko um ein Vielfaches geringer als bei Menschen ohne Impfschutz. „Gleichzeitig heißt es aber auch für die Geimpften, wachsam und vernünftig zu bleiben“, erklärte Busch.

Jede Bürgerin und jeder Bürger müsse einen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten, sagte Elisabeth Krug. „Nutzen Sie die Impfangebote und ermutigen Sie diejenigen, die bisher noch mit der Impfung abgewartet haben. Helfen wir uns gegenseitig, geben wir aufeinander acht, bleiben wir vorsichtig und reduzieren wir unsere Kontakte“, appellierte sie an die Bewohnerinnen und Bewohner des Main-Tauber-Kreises.

Corona-Hotline jetzt auch auf Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch verfügbar

Die Corona-Hotline des Landes beantwortet seit kurzem auch Fragen auf Englisch, Türkisch, Arabisch und Russisch. Damit verstärkt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration die Informationsoffensive und will auch Menschen erreichen, die die deutsche Sprache noch nicht oder noch nicht so gut beherrschen.

Die Fremdsprachen-Hotline 0711/410-11160 ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr erreichbar. Es gibt dort Antworten zu Themen rund um das Thema Coronavirus – etwa bei Unklarheiten zu Tests und Testpflicht, zu Impfungen, zu Quarantäne, zur Einreise nach Baden-Württemberg oder andere aktuelle Regelungen.

Die deutschsprachige Corona-Hotline 0711/904-39555 wird laut dem Land Baden-Württemberg von den Bürgerinnen und Bürgern stark genutzt.

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