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13.12.2021

135 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion (Zahlen 11. bis 13. Dezember) - Fünf Todesfälle - Bessere Versorgung bei Long-Covid

Im Main-Tauber-Kreis wurden in der Zeit von Samstag, 11., bis Montag, 13. Dezember, insgesamt 135 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 78 am Samstag, 46 am Sonntag und elf am Montag. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 9377.

950 Personen aktiv von Infektion betroffen

Die Zahl der Genesenen steigt um 151 Personen auf 8307. Somit sind derzeit 950 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Die von Samstag bis Montag neu festgestellten Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 5, Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 33, Boxberg: 10, Creglingen: 5, Freudenberg: 3, Großrinderfeld: 2, Grünsfeld: 1, Igersheim: 8, Königheim: 2, Külsheim: 2, Lauda-Königshofen: 16, Niederstetten: 3, Tauberbischofsheim: 9, Weikersheim: 3, Werbach: 2, Wertheim: 28 und Wittighausen: 1.

Fünf weitere Todesfälle im Landkreis bestätigt – 100. Todesopfer im Jahr 2021

Das Gesundheitsamt hat fünf weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen Mann und eine Frau im Alter von über 90 Jahren, einen Mann im Alter von über 85 Jahren, eine Frau im Alter von über 75 Jahren und einen Mann im Alter von über 65 Jahren. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 120 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 100 im Jahr 2021.

Indikatoren für das Pandemie-Geschehen laut LGA am Sonntag

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag im Main-Tauber-Kreis am Sonntag, 12. Dezember, nach Angaben des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg (LGA) bei 431,1. Sie beschreibt die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen (6. bis 12. Dezember) je 100.000 Einwohner. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg lag bei 4,94. Sie beschreibt die Zahl der Menschen, die in den vergangenen sieben Tagen in Baden-Württemberg mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden, je 100.000 Einwohner. Die Auslastung der Intensivbetten mit COVID-19-Patientinnen und -Patienten (AIB) in Baden-Württemberg lag bei 653.

Die aktuellen Werte für Montag, 13. Dezember, können ab etwa 18 Uhr im Lagebericht des LGA unter www.gesundheitsamt-bw.de abgerufen werden.

Zehn Prozent der Erkrankten kämpfen mit Langzeitfolgen

Die Landesregierung von Baden-Württemberg verbessert die Versorgung von Menschen, die schwer an Corona und an den langfristigen Folgen einer durchgemachten Corona-Erkrankung leiden. Mit rund 1,5 Millionen Euro fördert das Land den Aufbau eines telemedizinischen Intensiv- und Post-COVID-19-Netzwerks. Das hat der Ministerrat vor kurzem beschlossen.

Das Land teilte mit, dass die Corona-Pandemie die Krankenhäuser vor große Herausforderungen stelle, vor allem die Intensivstationen. Etwa zehn Prozent der COVID-19-Patientinnen und Patienten hätten zudem mit Langzeitfolgen zu kämpfen. Damit die Krankenhäuser auch diesen die bestmögliche Behandlung zukommen lassen könnten, unterstütze das Land. Gerade die kleineren Kliniken in der Fläche profitierten von dem Aufbau eines Netzwerks.

Das Gesundheitsministerium erläuterte, dass es derzeit bundesweit nur sehr wenige Nachsorge-Ambulanzen gebe, die Patientinnen und Patienten mit Long-Covid betreuen. Das soll geändert werden und die Versorgung in Baden-Württemberg wesentlich verbessern. Um in der Fläche Patientinnen und Patienten mit hochspezialisierten Ärztinnen und Ärzten zusammenzubringen, werde auf Erfahrungen in der Telemedizin gesetzt. Dafür würden die sechs Cluster-Koordinationskrankenhäuser Heidelberg, Freiburg, Tübingen, Ulm, Karlsruhe und Ludwigsburg/Stuttgart sowie weitere vier Großkrankenhäuser zu Telemedizin-Zentralen ausgebaut. 75 Kliniken bekämen für ihre Intensivstationen mobile Telemedizineinheiten, also mobile Videokonferenz-Wagen.

Die RKH-Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim und das Universitätsklinikum Freiburg hätten beim Gesundheitsministerium den Förderantrag „CoFit II – Baden-Württemberg stärkt die intensivmedizinische Versorgung für Bürgerinnen und Bürger mit akuten und sogenannten Long-COVID-19-Erkrankungen“ eingereicht, den das Kabinett nun genehmigt hat. Mit telemedizinischer Unterstützung würden künftig noch stärker Expertinnen und Experten in die intensivmedizinische Behandlung von Corona-Patientinnen und -Patienten eingebunden. Damit werde Spitzenmedizin in Baden-Württemberg in die Fläche gebracht und würden auch Ärztinnen und Ärzte untereinander vernetzt, erklärte das Gesundheitsministerium.

Dabei beginnt Baden-Württemberg nicht bei null, sondern baut auf bereits bestehenden Maßnahmen und Strukturen auf. So fördert das Land die gemeinsame Erforschung von Corona-Folgeerkrankungen an den Medizinischen Fakultäten und den vier Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm. Basierend auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen wird ein Beratungs- und Therapieangebot zur interdisziplinären Behandlung aller Patientinnen und Patienten mit anhaltenden Post-COVID-19-Beschwerden entwickelt.

Die Langzeitfolgen einer Corona-Erkrankung sind nicht nur ein Problem von Patientinnen und Patienten nach einem schweren Verlauf. Sie betreffen auch ehemalige Erkrankte ohne die klassischen Risikofaktoren für komplizierte Verläufe, treten nach mildem oder moderatem Verlauf ohne stationäre Behandlung der akuten Erkrankung auf und können sogar ehemals Infizierte ohne Symptomatik ereilen. Dabei ist eine Vielzahl an unterschiedlichsten Symptomen in variierenden Ausprägungen bekannt geworden, bislang an die 50 Symptome. Diese reichen von Erschöpfungssyndromen und neurokognitiven Einschränkungen bis hin zu bleibenden Schäden an Organen wie Herz und Lunge oder Nervenbahnen.

In der zweiten Welle der Corona-Pandemie wurde in Baden-Württemberg das intensivmedizinische COVID-19-Clusterkonzept entwickelt. Dessen Ziel ist es, die intensivmedizinische Versorgung auch bei hohen Patientenzahlen zu gewährleisten. Das Konzept ermöglicht es, Belegungsspitzen einzelner Krankenhäuser durch die frühzeitige Verlegung von Patientinnen und Patienten abzufangen und die Versorgung in allen Regionen sicherzustellen. Neben den Clustern um die vier Universitätskliniken Heidelberg, Freiburg, Tübingen und Ulm wurden noch die Cluster Karlsruhe und Ludwigsburg/Stuttgart etabliert. 

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