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08.09.2017

Tag des offenen Denkmals am Sonntag

Zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 10. September, öffnen auch im Main-Tauber-Kreis viele historische Stätten ihre Pforten, die sonst nicht für Besucher geöffnet sind. In ganz Deutschland können rund 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten besucht werden. Bundesweit koordiniert wird der Tag von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn, teilt das Landratsamt Main-Tauber-Kreis mit.

Das Schlösschen im Hofgarten in Wertheim

In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Macht und Pracht“. Das Motto bezieht sich auf Denkmale, die weltliche und religiöse Machtverhältnisse abbilden, beispielsweise prächtige Schlösser und mächtige Kirchen.

Im Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim wird um 15 Uhr eine Führung zur Geschichte des Deutschen Ordens angeboten. Das Museum im Deutschordensschloss ist von 10.30 bis 17 Uhr geöffnet.

Gleich nebenan in der Evangelischen Schlosskirche findet um 10 Uhr ein Gottesdienst statt. Von 11 bis 12 Uhr ist anschließend das Kirchencafé geöffnet. Es kann die Krypta besichtigt werden. Darüber hinaus liegt Informationsmaterial zur Schlosskirche und ihrer Geschichte aus, Ansprechpersonen für Fragen und Erklärungen sind vor Ort.

Das Bürgerforum Stadtbild bietet ebenfalls in Bad Mergentheim eine Führung zu Bauten verschiedener höherer Beamter des Deutschen Ordens und deren Abglanz hochmeisterlicher Pracht an. Diese Häuser geben der ehemaligen Ordensresidenz zwischen Renaissance und Klassizismus bis heute ihr eigenes Gepräge, soweit sie erhalten sind. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Marienbrunnen auf dem Hans-Heinrich-Ehrler-Platz. Die Führung dauert etwa zwei Stunden.

Im Kloster Frauental bei Creglingen wird um 10.30 Uhr Gottesdienst gefeiert. Später werden Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Von 12 bis 16 Uhr finden stündlich Führungen statt. Außerdem steht eine Wanderung zur Brunnenstube und zum Amtshaus mit Wappenerklärung auf dem Programm. Das Kloster ist von 10.30 bis 17 Uhr geöffnet.

Auf der Freudenburg in Freudenberg werden um 11, 13 und 15 Uhr Führungen angeboten. Darüber hinaus gibt es ein Weißwurstfrühstück sowie einen Vespernachmittag. Die Burg ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

In Külsheim ist von 12 bis 18 Uhr das Museum Külsheimer Höhe im Alten Rathaus, Hauptstraße 47, geöffnet. Hier kann die Ausstellung „Zeitreise“ zum Stadtjubiläum 725 Jahre Stadt Külsheim besucht werden. Für Kinder ist eine Mal-Ecke eingerichtet. Im Trauzimmer ist die gemalte Stadtgeschichte ausgestellt. Dazu gibt es eine Dokumentation über Wappen in Külsheim als Zeichen der Macht.

In Lauda-Königshofen kann im Stadtteil Gerlachsheim von 10 bis 19 Uhr das ehemalige Weinhandelshaus Buchler mit Kellerhaus von 1729 und Scheune besichtigt werden. Hierzu werden nach Bedarf Führungen angeboten. Äußerlich bescheiden, verfügt das Gebäude innen über einen umfangreichen barocken Ausbau. Dazu gehören unter anderem Bandelwerkstuckdecken und Reste einer farbigen, teils floralen Bemalung, Kreuzstockfenster im Treppenhaus, Türblätter mit geohrten Bekleidungen, eine stuckierte Ofennische sowie Tafelparkett. 2016/17 wurde die Schaufassade zur Straße hin aufwendig restauriert. Abgerundet wird das Programm durch die Kunstausstellung „raUMgeben3“ mit Künstlern aus der Region, einen kleinen Flohmarkt sowie Kaffee und Kuchen.

Ein zweistündiger Stadtspaziergang zu den vier Kirchen Laudas mit Wilfried Bickel und Roland Veith beginnt um 14 Uhr in der Pfarrstraße. Treffpunkt ist an der vormals gotischen St.-Jakobus-Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die 1608 unter Fürstbischof Julius Echter bis auf den Chor abgebrochen wurde. 1694 brannte der Nachfolgebau ab. 1695 erfolgte der Wiederaufbau und 1709 die Einsegnung. Weitere Stationen des Rundgangs sind die Friedenskirche, die Marienkirche und die Kapelle zum Heiligen Grab. Im Anschluss geht es zum Tagesausklang bei Kaffee und Kuchen am Stapfe-Heiner-Haus

Das Rathaus in Tauberbischofsheim am Marktplatz 8 ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der repräsentative, dreigeschossige, neugotische Bau in Sandsteinquaderwerk mit Walmdach hinter umlaufendem Zinnenkranz wurde 1866/67 nach Plänen des Karlsruher Oberbaudirektors Fischer erbaut. Die fünfachsige Fassade wird durch spitzbogige Öffnungen bestimmt und durch die leicht vortretende Mittelachse mit Balkon, Uhr und Wappen akzentuiert. Führungen werden um 10.30 und 15 Uhr angeboten.

Im Anschluss an die Rathausführungen kann bei Führungen um 11 und um 15.30 Uhr die Alte Post am Marktplatz 9/10 besichtigt werden. Das Doppelwohnhaus von 1602, das durch Umbau zweier älterer Gebäude entstand und im 18. Jahrhundert seinen Ausbau erhielt, steht in direkter Nachbarschaft zum neugotischen Rathaus an der nordöstlichen Ecke des Marktplatzes. Es handelt sich um einen mächtigen, dreigeschossigen, zum Teil verputzten Fachwerkbau mit massivem Erdgeschoss. Der dreigeschossige Giebel zum Marktplatz hin ist als Zierfachwerk ausgeführt.

Beim Bögnerschen Haus handelt es sich um ein stattliches, denkmalgeschütztes Gebäude in der Hauptstraße 31 an der südöstlichen Ecke des Marktplatzes. Der große, dreigeschossige Massivbau mit Mansardwalmdach und Pilastergliederung wurde zwischen 1744 und 46 für den Weinhändler Bögner errichtet. Das neu sanierte Gebäude gehört zu den regional bemerkenswertesten Bürgerhäusern des 18. Jahrhunderts. Führungen finden um 11.15 und 15.45 Uhr im Anschluss an die Rathaus- und Postführungen statt.

In Wertheim in der Münzgasse 2 ist von 11 bis 16 Uhr die Alte Münz, ein repräsentativer Stufengiebelbau mit Fachwerkanbau des Bürgermeisters aus dem 16. Jahrhundert zur Besichtigung geöffnet.

Das Schlösschen im Hofgarten, Würzburger Straße 30 in Wertheim, wurde 1777 von Graf Friedrich Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Virneburg als Landhaus erbaut und ab 1810 von Fürst Georg zur Sommerresidenz erweitert und verändert. Es befindet sich am Rande eines Parks im englischen Stil. In der Nähe liegen ein Tempel, eine Gruftkapelle und das so genannte Gärtnerhaus. Der Park wurde von und für die Wertheimer Bürger angelegt. Nach einem Gottesdienst um 10.15 Uhr wird um 11.30 eine Führung zum Gebäude als Sommeraufenthalt der Grafen und Fürsten von Wertheim angeboten. Diese leitet Dr. Jörg Paczkowski, Museumskurator des Schlösschens im Hofgarten und Ortskurator Wertheim der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Das Schlösschen ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Eine Führung zu Macht und Pracht in Wertheim beginnt um 15.30 Uhr im Rathausinnenhof, Mühlenstraße 26. Dr. Jörg Paczkowski erläutert, wie sich Macht und Pracht im adligen und bürgerlichen Bereich in der Wertheimer Architektur niederschlägt. So stehen unter anderem aufwendig gestaltete Bürgerhäuser neben bescheidenen gräflichen Hofhaltungen.




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Das komplette Programm für den Main-Tauber-Kreis mit detaillierten Informationen kann hier abgerufen werden.