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21.01.2022

Corona-Impfaktion: Alle Kinder- und Jugendärzte öffnen ihre Praxen

Die Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte im Main-Tauber-Kreis planen am Samstag, 5. Februar, eine Impfaktion für Kinder und Jugendliche ab fünf Jahren. Dabei werden Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 mit dem Kinderimpfstoff von Bionech/Pfizer angeboten.

Eine vorherige Terminvereinbarung in der jeweiligen Arztpraxis ist erforderlich und ab sofort möglich. Selbstverständlich bieten die Kinder- und Jugendarztpraxen Impftermine für Kinder und Jugendliche auch weiterhin unter der Woche neben der normalen Praxistätigkeit an. Die Termine für die Zweitimpfungen nach drei bis sechs Wochen werden ebenfalls über die jeweiligen Arztpraxen vergeben. Zur Impfung mitzubringen sind das gelbe Impfbuch, die Impfeinverständniserklärung sowie die Versicherungskarte des Impflings.

Alle Kinder- und Jugendärzte erhoffen sich, den Kindern und Jugendlichen durch die Corona-Schutzimpfungen den größtmöglichen Schutz vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 zu vermitteln und ihnen im sozialen Alltag ein Stück Normalität zurückzugeben. Auch die BBT-Gruppe möchte sich an der Aktion beteiligen und bietet in ihrer Impfstation im MVZ Tauberfranken in Wertheim an diesem Tag ebenfalls Impfungen für Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren an. Das Angebot gilt auch für Kinder- und Jugendliche, die bisher nicht Patienten im MVZ sind. Termine hierfür können über das Portal der Landkreisverwaltung unter www.main-tauber-kreis.de/impfen gebucht werden.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit dem 9. Dezember 2021 Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren mit Vorerkrankungen die Coronavirus-Schutzimpfung. Bei individuellem Wunsch können auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden. Alle Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte im Main-Tauber-Kreis wollen sich mit ihrer Impfaktion klar zur Corona-Schutzimpfung von Kindern ab fünf Jahren bekennen. Zwar sei Anfang Dezember teilweise auch aus dem Kreis der Pädiaterinnen und Pädiater kritisch auf die Empfehlungen der STIKO reagiert worden. Inzwischen seien diese Vorbehalte aber ausgeräumt, so dass man sich zu der gemeinsamen Aktion entschieden hat.

„Die Landkreisverwaltung begrüßt das große Engagement der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte ausdrücklich, ebenso wie den Einsatz der BBT-Gruppe“, sagt Erster Landesbeamter Florian Busch als Leiter des Arbeitsstabes Corona. Die Impfung von Kindern und Jugendlichen schütze diese selbst, trage aber auch zum Schutz ihrer Eltern und sonstigen Angehörigen bei und sei ein weiterer Baustein der Pandemiebekämpfung insgesamt.

Wie es seitens der Kinderärzteschaft im Landkreis heißt, seien Kinder zwar weiterhin meist nur mit leichten Symptomen oder sogar asymptomatisch von einer Corona-Infektion betroffen, es könnten aber auch schwere Verläufe nicht ausgeschlossen werden: Aus Ländern wie Amerika, Kanada und Israel, die bereits seit November 2021 Corona-Schutzimpfungen bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren vornehmen, konnte dagegen aus den Daten von mehr als zehn Millionen geimpften Kindern die Sicherheit und Verträglichkeit des Kinderimpfstoffs der Firma BioNTech/Pfizer erfasst und bewertet werden.

Der Kinderimpfstoff von BioNTech/Pfizer hat eine geänderte Zusammensetzung und enthält pro Impfdosis nur ein Drittel (10µg) der mRNA, die bei Impfdosen für Jugendliche ab zwölf Jahren und für Erwachsene verabreicht werden. Das gehäufte Auftreten von Herzmuskelentzündungen, das bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 30 Jahren speziell nach dem Impfstoff Spikevax von Moderna beobachtet werden musste, konnte nach der Verabreichung der Kinderimpfstoffe erfreulicherweise nicht nachgewiesen werden.

Unter www.dranbleiben-bw.de/kinderundjugendliche können noch offenen Fragen geklärt und weitere Informationen eingeholt werden. 

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