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Hintergrund Technik: Die Schritte zum schnellen Internet

Zwei Kürzel stehen für hohe Bandbreiten: FTTH und FTTC. Das eine meint „fiber to the home“ (FTTH), also Glasfaser bis ins Haus und in die Wohnung hinein. Die zweite Abkürzung steht für „fibre to the curb” (FTTC), also Glasfaser bis an die Bordsteinkante.

Die Telekom baut im Main-Tauber-Kreis beide Varianten. Weil sie möglichst vielen Menschen zügig das schnelle Netz bringen will, zumeist aktuell FTTC. Ausnahmen sind Neubaugebiete und „datenhungrige“ Gewerbebetriebe. Denn hier muss nicht aufwändig jeder Vorgarten aufgegraben werden, und die aktuellen Bedarfe der Privatkunden wie der kleineren Betriebe werden auf Jahre hin gedeckt. Und so geht FTTC: 

  • Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und den Multifunktionsgehäusen (MFG), den großen grauen Kästen am Straßenrand, wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Glasfaser ist das schnellste Übertragungsmedium. Das hohe Tempo hat allerdings seinen Preis: Das Verlegen von Glasfaser kostet rund 70.000 Euro pro Kilometer.
       
  • Die Multifunktionsgehäuse werden mit moderner Technik ausgestattet und zu einer Art Mini-Vermittlungsstelle. Hightech findet sich auf engstem Raum. Das Herzstück ist der MSAN (Multi Service Access Note). Er nimmt die Datenpakete aus dem Glasfaser entgegen und verteilt sie auf die Kupferkabel der Kundenanschlüsse und umgekehrt. Neben dem MSAN sind unter anderem Stromzufuhr, Belüftung, Steckplätze, Signalverteiler und ein Alarmsystem im Innern des MFG. Denn die Technik ist natürlich gesichert. Das Innenleben erklärt ein gewisses Wachstum der grauen Kästen. Sie sind bis zu 2 Meter breit, 1,60 Meter hoch, 0,5 Meter tief und mehr als 200 Kilo schwer. Wer einen Blick ins Gehäuse wirft, stellt fest: Hier wird kein Platz verschenkt, die Technik findet sich auf engstem Raum. Die MFG werden über das Ausbaugebiet verteilt. Die Entfernung zwischen Kunde und MFG soll möglichst gering sein. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.
       
  • Die Kupferleitung, die vom MFG zum Kunden führt, wird durch Vectoring-Technik schneller. Vectoring beseitigt die elektromagnetischen Störungen, die auf der Kupferleitung auftreten. Dadurch ist mehr Tempo beim Herauf- und Herunterladen möglich. Beim Herunterladen erhöht sich die Geschwindigkeit von 50 auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Beim Heraufladen vervierfacht sich die Geschwindigkeit von 10 auf bis zu 40 MBit/s. Ab 2018 will die Telekom Super-Vectoring einsetzen, dadurch sind bis zu 250 MBit/s im Festnetz möglich. Die hohen Geschwindigkeiten helfen beim Austausch von Dokumenten, Fotos und Videos im Internet. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

Bei FTTH wird das Übertragungsmedium nicht gewechselt. Ein Glasfaserkabel führt mit zumeist bis zu 96 einzelnen Glasfasern aus der Vermittlungsstelle hinaus und wird nach und nach in kleineren Bündeln zu den Netzverteilern (NVT) in den Straßen gezogen. Die Abzweigungen bzw. Weichen auf diesen Streckenabschnitten sind geschützt in Muffen eingepackt. Vom NVT werden einzelne Glasfasern bis zu Glasfaserübergabepunkten in die Keller der Häuser gelegt. Ab hier gehen dann einzelne Fasern in die jeweiligen Wohnungen.

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